Wirkende IBA-Unbewusstheit


 

"Je IBA-unbewusster du agierst, desto mehr Dunkelheit über dich selbst ist in dir."

 

Normalerweise würde diese Seite mit "Kritik an ..." übertitelt sein. Normalerweise würde ich dann mit der Botschaft schreiben "Ich habe Recht und dieser da irrt sich". So dachte ich früher und so denken sehr viele Menschen. Normalerweise. Doch IBANETIK ist eine Botschaft vom erzeugenden Wesen, und deshalb taucht in meiner Wirklichkeit ein "nicht-normales" Kriterium für den Umgang mit anderen Sichtweisen auf: das Kriterium, ob der Andere aus der Bewusstheit heraus agierte, ein schöpferisches Wesen zu sein, ob er also mit einer IBA-Bewusstheit agiert - und danach auch andere Menschen so erzeugend agieren sieht. Die meisten philosophischen, spirituellen oder psychologischen Botschaften und Ratgeber tun das erkennbar nicht.

 

Die Folge dieser relativen IBA-Unbewusstheit ist, dass diesen gutgemeinten Botschaften, Tipps und Ratschlägen stets etwas sehr, sehr wichtiges fehlt: Erstens fehlt ihnen der Hinweis darauf, dass die Botschaft ein subjektives Erzeugnis ist und damit zugleich ein sichtbares Abbild der eigenen Innerlichkeit (welche natürlich schöpferisch ist). Zweitens leiden die so erzeugten Botschaften an inneren Widersprüchen, die ihre Urheber zumeist selbst nicht erkannt haben. Eine solche Botschaft widerspricht sich also selbst und kann dadurch ihre Heilsversprechen oder gutgemeinten Wirkungen nicht erreichen. Im Gegenteil: Eine sich selbst widersprechende Botschaft kann zu einem Konstrukt mit unangenehmen Wirkungen werden für diejenigen, die den Widerspruch ebenfalls nicht erkennen können.

 

Nun liegt ja auch im "spirituellen Holzweg" etwas Gutes. Manchmal erkennt man die Sackgasse erst dann, wenn man mit dem Kopf vor die Wand gelaufen ist und es schmerzt (lacht). Mit dieser Seite "Wirkende IBA-Unbewusstheit" möchte ich andere Menschen genau davor bewahren. Es geht hier also nicht um "richtig" oder "falsch", sondern um "erzeugte Wirkungen" je nach anwesender IBA-Bewusstheit. Wir werden sehen, dass diejenigen Botschaften, die überhaupt kein erzeugendes "Ich" oder "Selbst" kennen, mit unangenehmen Nebenwirkungen einhergehen. Selbstverständlich steht es dir frei, diesen IBA-unbewussten Botschaften zu folgen und sie alle auszuprobieren. Es geht immer nur um Wirkungen und Selbsterfahrungen, okay?

  

"Das wahre Selbst ist das ohne Bedürfnisse." (Samadhi)

Nun ja, allerdings muss jemand erst einmal das Bedürfnis zur Bedürfnislosigkeit aufbringen, nicht wahr? Oder den Wunsch zur Wunschlosigkeit. An diesem inneren Widerspruch zerplatzt die ganze Lehre. Wenn es das garstige "Ich" oder "Ego" ist, welches das Bedürfnis zum bedürfnislosen Verweilen in achtsamer Präsenz aufbringt, dann kann es so garstig, schlecht und illusionär ja wohl kaum sein, oder? Wenn es nicht das Ego ist, sondern das "Selbst", welches Absicht, Ziel und Wunsch nach Wunschlosigkeit erschafft, wie kann es dann nicht sein? Wie kann es dann bedürfnislos ein?

Mit IBA-Bewusstheit formuliert, wäre "Samadhi" ein Konstrukt, eine Idee, ein "wirkendes Erzeugnis", mehr nicht. Man erlebt an sich selbst bestimmte Wirkungen, das ist alles. Achte stets darauf, wem du folgst.

   

"Immer dieses Bewerten, bäh. Nicht-Bewerten ist der wahre Weg."

Würden derartige Botschaften in ich-aktiver Sprache ausgesprochen (was die Redner sich nicht getrauen), dann würden wir hören: "Ich erzeuge den Gedanken, dass eine nicht-bewertende Haltung für mich besser ist als eine bewertende. Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich selbst bewerten musste, um zu dieser Einsicht zu gelangen. Na ja, und jetzt weiß ich nicht, wie ich wieder rauskomme aus dieser Schei..., aus diesem inneren Widerspruch."

Menschen, die selbst bewerten mussten, um dir anschließend zu empfehlen, genau das nicht zu tun, was sie selbst taten, könnte man als Lügner bezeichnen oder als unredlich. Wären sie redlich, würden sie dir sagen: "Ich bewerte, also tue du dies auch." Ich bezeichne sie als IBA-unbewusst. In ihnen ist Dunkelheit FÜR SICH SELBST. Das aber kann geheilt werden ...

 

"Nicht-Urteilen ist besser als urteilen."

Der gleiche unerkannte innere Widerspruch wie beim Bewerten. Wer das Nicht-Urteilen empfiehlt, empfiehlt nicht das, was er selbst tat, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Und was tat er selbst? Richtig, er urteilte. Eine Selbstlüge, die anderen als tolle Weisheit angeboten wird. IBA-Unbewusstheit, ganz klar. Kann geheilt werden durch zunehmende IBA-Bewusstheit.

 

"Passivität ist besser als Aktivität."

Nee, sicher nicht, sondern ebenfalls nur dein Konstrukt. Du musstest geistig aktiv werden, um Passivität besser zu finden. Wendest du dein klugen Satz auf dich selbst an, könntest du niemals passiv werden, nicht wahr? Was nun? Werde IBA-bewusster. Erkenne, dass du erzeugst - und dazu ist eine wesenhafte Aktivität zwingend nötig.

 

"Die Liebe heilt alles."

Augenscheinlich tut sie dies nicht, jedenfalls nicht hier auf Erden und innerhalb des Körpers. Sie heilte nicht, bevor Jesus Christus erschien, und sie heilte auch nicht, nachdem er wieder verschwunden war. Wer ist eigentlich DIE Liebe? Bist du das? Nun, du heilst auch nicht alles, oder? Okay, du bist nicht DIE Liebe. Wer ist es dann? Ah, die Gottheit - und deren Liebe heilt schließlich alles? Mag sein, doch ganz sicher nicht hier auf Erden. Falls doch, wann geht's endlich los damit?

Du verkündest mit solchen Liebesbotschaften ja sehr Nettes und Schönes, vor allem aber deine eigenen Wünsche und Konstruktionen. Warum sagst du dann nicht: "Ich erzeuge in mir die starke Hoffnung, dass Liebe dich und mich heilen wird." Wäre schon besser, weil IBA-bewusster. Doch wessen Liebe? Wird deine Liebe mich heilen - oder meine Liebe dich? Dann frage mal die vielen Liebenden, die aufrichtig liebten, aber nichts heilen konnten, weder an sich noch an anderen. Könnte es sein, dass deine Liebesbotschaft von deiner Unsicherheit kündet? 

Dann versuche es mal mit erzeugender ICH-Bewusstheit. Werde dir deiner eigenen schöpferischen Akte bewusst. Prüfe, ob du sie verändern kannst. Schau, wie neue Konstrukte auf dich und deinen Körper wirken. Erkenne, dass das, was für dich gilt, vielleicht auch für andere gelten könnte. Dann wirst du sehen, dass es deine Form von Liebe gibt und meine und viele, viele andere Formen. Und dann überprüfe noch einmal deine schöne Liebesbotschaft, okay? Gehört zu deiner Form der Liebe auch die Einsicht, dass man die eigene Liebe einem anderen nicht ungefragt und unerbeten aufdrängt? Vielleicht will der andere deine Form zu lieben ja gar nicht? Was nun? 

 

"Das Leben ist sinnlos."

Okay, wer so weit ist, spürt die unangenehmen Wirkungen solcher Gedanken am eigenen Leib: Lustlosigkeit, Traurigkeit, Depression, Suizidabsichten. Nicht schön, weder für den Betroffenen noch für diejenigen, die solche Wirkungen von außen miterleben. Gegenmittel: Nun wende mal IBANETIK an. Mache dich bewusster für dich selbst, okay?

1. Sage: "Mein Leben ist sinnlos." Sollte einleuchten, denn du weisst ja schon, dass für viele andere Menschen das Leben durchaus sinnvoll ist, was bedeutet, dass deine Behauptung "Das Leben ist sinnlos" übertrieben und daher schlicht falsch ist. Würdest du ein Auto sehen und "Baum" dazu sagen, wäre das genau so falsch.

2. Mache dich IBA-bewusster. Sage: "Ich erzeuge den wirkenden Gedanken, dass mein Leben sinnlos ist." Klappt das? Sicher. Erkenne, wie aktiv, wie schöpferisch, wie erzeugend du bist. Wiederhole den Schöpfungsakt immer wieder. "Ich erzeuge die Idee, dass mein Leben sinnlos ist". Immer wieder. Tu dies ganz bewusst, im Wissen darüber, dass DU es bist, der hier denkt (und fühlt, was er gerade denkt).

3. Nun erzeuge: "Ich erzeuge Gedanken, also bin ich nicht meine Gedanken. Ich bin der Erzeuger (die Erzeugerin)."

4. Wiederhole das immer wieder. So lange, bist du zu lachen beginnst.

5. Prüfe nun, ob dein Gedanke der Sinnlosigkeit einen Sinn hatte. Lache noch mehr. Selbst die Sinnlosigkeit hat einen Sinn, nicht wahr?

6. Von nun an erfreue dich an deinem erzeugenden Wesen. Du bist geheilt.  

 

"Das Wir ist wichtiger als das Ich."

Das Wir hat keine agentische Kraft. Es ist ein Erzeugnis. Wie kann ein Erzeugnis wichtiger sein als seine Erzeuger? Wenn du ein besseres Wir haben möchtest, verändere nicht das Wir - verändere dein Ich und biete dem Ich im Du eine Chance, auch sich zu ändern.