Neue spirituelle Grundsätze


"Früher waren viele Götter zuständig. Heute nur noch einer. Und morgen?

Früher war die Erde eine flache Scheibe. Heute ist sie rund. Und morgen?

Früher waren Raum und Zeit feste Größen. Heute sind sie relative Phänomene. Und morgen?

Früher sagten die Menschen "ich" und meinten vor allem Körper. Heute meinen sie schon Seele. 

Und morgen?" 


Kennen Sie das: Sie lesen ein Buch, dann vergessen sie es, und 10 Jahre später lesen Sie es erneut. Das Buch ist unverändert, und dennoch lesen Sie plötzlich Botschaften heraus, die Sie früher gar nicht bemerkt haben. Märchenbücher sind ein hübsches Beispiel dafür: Vielleicht erinnern Sie sich noch, wie die Geschichten damals auf Sie wirkten - und wie sie heute wirken?

 

Gerade haben Sie die obigen Zeilen gelesen und die kleine Falle, in die ich Sie geleitet habe, nicht bemerkt. Oben schrieb ich: "Erinnern Sie sich noch, wie die Geschichten damals auf Sie wirkten?" In diesem Satz versteckt sich meine "Falle", oder besser: mein erster spiritueller Hinweis auf das, was bislang nur wenigen Menschen aufgefallen ist. Hier die Aufklärung: Mein Satz suggeriert, dass es "wirkende Geschichten" geben könnte - und dass der Leser diese Wirkungen "wahrnehme". Die Geschichte ist hier gewissermaßen der aktive Part, derjenige, der eine "Wirkung" in sich tragen soll - und der Leser ist der passive Part, derjenige, der die Geschichte liest, wahrnimmt, und dann von den Wirkungen getroffen, berührt, beeinflusst wird.

 

Seltsam nur, dass - wie einleitend gesagt - das gleiche Buch 10 Jahre später offensichtlich fähig ist, ganz andere "Wirkungen" auszusenden. Irgendetwas scheint mit meinem Satz nicht zu stimmen. Versuchen wir es doch einmal mit einem anderen Satz: "Erinnern Sie sich noch, welche Wirkungen Sie erzeugten, als Sie die Geschichten damals gelesen haben?" - Ich hoffe, Sie bemerken den feinen, aber sehr wichtigen Unterschied zwischen beiden Sätzen: Jetzt sind Sie der aktive Part. Jetzt kommen die Wirkungen nicht aus der Geschichte, sondern aus Ihnen. Und jetzt können Sie auch erklären, warum Sie nach 10 Jahren scheinbar ein völlig anderes Buch lesen als beim ersten Mal.

 

Etwa um 1900 herum dachten fast alle führenden Physiker dieser Welt, dass ihre Wissenschaft nun vollständig sei und alles erklären könne. Gut, da gab es noch zwei, drei kleinere Phänomene oder "Anomalien", die sich hartnäckig einer physikalischen Erklärung entzogen, aber auch diese Problemchen würden bald gelöst sein. Wie wir heute wissen, waren es diese "kleinen Problemchen", die die gesamte Physik in ihren Grundlagen erschütterten und sich schließlich als Hinweisschilder für eine komplett "neue Physik" erwiesen, für die Quantenphysik.

 

Sie sollten also hellhörig werden, wenn es um "Kleinigkeiten" geht. Nicht nur der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail, sondern vielleicht auch ein größerer Himmel. Was für die alte Physik wie der Teufel war (die alte, klassische, newtonsche Physik wurde degradiert), hat sich für die neue Physik als eine erstaunliche Fundgrube für grandiose Entdeckungen erwiesen.

 

In meinem "neuen Satz", den ich oben niederschrieb, fragte ich Sie: "Erinnern Sie ich noch, welche Wirkungen Sie erzeugten, als ..." - und es ist dieses kleine Detail, diese kleine Veränderung des Sachverhaltes, welche uns ebenfalls die Pforten zu einer Fundgrube für grandiose spirituelle Entdeckungen aufschließen wird. Denn in diesem neuen Satz tauchen plötzlich Sie auf als ein aktives und erzeugendes Etwas, fähig, bestimmte Wirkungen zu erzeugen und sie dann auch zu bemerken.

 

Liegt "Bedeutung" in der Märchengeschichte, die Sie lesen - oder in Ihnen? Nehmen Sie Bedeutung wahr - oder erzeugen Sie Bedeutungen? Sehen 10 Menschen, die um einen Baum herumstehen, einen Baum aus jeweils verschiedenen Perspektiven - oder sehen sie 10 Bäume, alle jeweils individuell konstruiert? Sehen Sie "den Raum", wenn Sie in ihrer Küche stehen, oder sehen Sie "ihren Raum"? Läuft "die Zeit" ab, wenn Sie im Leben stehen - oder läuft "ihre Zeit" ab? Was wäre, wenn Bedeutungen, Wahrnehmungen, Raum und Zeit keine subjektunabhängigen Phänomene wären, sondern direkt verbunden wären mit der erzeugenden Natur des lebendigen Subjekts?

 

Wie die alte Physik würden wir uns dann ungläubig staunend allmählich verabschieden von einer alten Weltsicht und den vielen Hinweisen auf einen neuen Himmel folgen, der im Falle der Physik "Quantenphysik" genannt wurde. Und wie würden wir im Falle des Menschen eine solche neue Sichtweise wohl nennen? Vielleicht werden wir "erzeugendes ICH-Wesen" sagen oder "schöpferische Seelen" oder "kreativer Kosmos", ich habe keine Ahnung. Doch welche Sprache wir auch immer erschaffen werden für das Neue, sie wird beruhen auf völlig neuen Einsichten und Erkenntnissen über den Menschen und uns einen "neuen Menschen" bescheren. Es sollte Sie daher nicht überraschen, wenn dieser neue Mensch auch schon in der neuen Quantenphysik aufgetaucht ist: Dort wird er "Beobachtereinfluss" genannt und man meint damit, dass die geistigen Absichten (!)  der Forscher einen unvermeidbaren Einfluss auf quantenphysikalische Phänomene haben - weil subatomare Welle- oder Teilchenphänomene fähig sind, diese geistigen Informationen zu "bemerken". Kürzer: Die Absichten bestimmen die Ergebnisse.

 

Neuer Mensch, neue Sprache, neue Erkenntnisse - all das möchte ich zusammenfassen mit den Worten "neue spirituelle Grundsätze". Und einige dieser neuen Grundsätze (die für manche Leser gar nicht so neu sein werden, für andere hingegen sehr wohl) möchte ich auf den folgenden Seiten in hoffentlich verständlicher Sprache beschreiben. Da alle "Grundsätze" sehr eng verwoben sind und einander gegenseitig bedingen, wird sich allmählich ein größeres Bild, ein spirituelles Netzwerk oder Geflecht entfalten, von dem ich glaube, dass es sehr viel Schönheit, Sinn und Erklärungskraft beinhaltet.

 

Neue Grundsätze

Dass Sie und ich und wir alle "erzeugende Wesen" sind, verändert enorm viel. Weite Bereiche der Philosophie müssen dann umgeschrieben werden. So wichtige Begriffe wie "Wahrheit" und "Objektivität" müssen komplett neu verstanden werden, denn beide Phänomene kann es dann ohne erzeugende Subjekte nicht länger geben. Selbst das, was wir als "Wahrnehmung" bezeichnen, hängt dann direkt und unmittelbar von der Existenz dieses erzeugenden Wesens ab. In Psychologie und Medizin können dann neurologische und körperliche Prozesse nicht mehr - wie das gegenwärtig der Fall ist - als ursächliche Phänomene, sondern müssen als materielle Korrelate von geistigen Effekten betrachtet werden, mithin als Folgen der Aktivitäten des erzeugenden Wesens. Nicht das Gehirn macht dann mit uns, was es "will", sondern das geistige Wesen ist "machend" (seine erzeugende Natur) und benutzt dann für seine geistigen Aktivitäten das materielle Gehirn. 

 

Einige der neuen spirituellen Grundsätze, die unsere Zukunft bestimmen werden, möchte ich hier kurz skizzieren:  

  1. Körper, Geist und Seele sind keine (!) untrennbare Einheit. Die Geist-Seele existiert auch unabhängig vom Körper als ein hochbewusstes ICH-Wesen. Bewusstes Sein ist auch ohne leiblichen Körper möglich.
  2. Unsere Bewusstheit ist nicht nur wahrnehmend, sie ist vor allem erzeugend.
  3. Das irdische "Ich" existiert als ein veränderbares geistiges Erzeugnis ("Selbstbild")innerhalb eines hochaktiven spirituellen "ICH". Was für das Ich unbewusst ist, ist dem ICH vollkommen bewusst.
  4. "Erzeugung geht vor Wahrheit": Die Erzeugung von Wahrheiten ist wahrer als die jeweils erzeugten Wahrheiten. Wahrheiten kommen und gehen - Erzeugung bleibt.
  5. Subjektfreie Objektivitäten und Wahrheiten existieren nur als individuell und kollektiv geglaubte Konstrukte.
  6. Krankheit und Heilung werden nur dann zu einer erfahrbaren Wirklichkeit, wenn die erzeugende ICH-Quelle entsprechend aktiv geworden ist und derartige Erfahrungen machen will. Was aus der irdischen Ich-Perspektive wie ein nicht-gewolltes Ereignis aussieht (die "Krankheit"), erweist sich aus der erzeugenden ICH-Perspektive als eine wertvolle Erfahrung, der das Wesen zugestimmt hat.
  7. Raum, Zeit, Materie und Tod sind erzeugte Konstrukte und dienen als spezielle Bedingungen für die schöpferischen und kooperativen Naturen aller bewussten Formen.
  8. Jeder Mensch wird sich "außerhalb" der Bedingungen von Raum, Zeit, Materie und Tod als sehr lebendiges, erschaffendes und bewusstes ICH-Wesen bemerken.
  9. Dieses erzeugende ICH-Wesen kann bereits zu irdischen Zeiten als anwesend bemerkt werden, weil es anwesend ist. Es zeigt sich umso intensiver, je mehr der Mensch unbewusste Akte in bewusste Aktivitäten verwandelt.
  10. "ICH bin es, der permanent erzeugend aktiv ist ..." - diese Botschaft pulsiert im spirituellen Herzen von IBANETIK, und jeder Mensch kann sie eigenständig überprüfen, um dann zu seiner erzeugenden Natur zu erwachen.      

 

Auf den folgenden IBANETIK-Seiten werde ich beschreiben, welches Morgen wir erleben können, wenn wir heute die feinen Hinweise auf das Neue nicht negieren, sondern überprüfen und annehmen. Und "das Neue", bitte vergessen Sie das nie, das sind vor allem Sie selbst - das erzeugende, geistig-seelische ICH-Wesen. Noch einmal: Wussten Sie schon, dass sogar die aktuelle Form Ihrer Wahrnehmung nicht "objektiv" ist, sondern eine geistige Konstruktion? Sie nehmen die Welt und sich selbst durch eine Konstruktion wahr, die Sie selbst dauernd lebendig halten und manchmal auch verändern. Es gibt keine Perspektive von nirgendwo. Jede menschliche Perspektive ist eine erzeugte Perspektive - und das aktive ICH-Wesen ist die erzeugende Quelle. Und deshalb könnte die Frage: "Wie weit reicht Erzeugung?" eine der wichtigsten Fragen überhaupt für unser Selbstverständnis und unser weltweites Zusammenwirken sein.

 

Ich bin mir sicher, dass in einer möglichen Zukunft immer mehr Menschen "ICH" sagen werden und nicht mehr "Ich". Der wesenhafte Unterschied zwischen Ich und ICH kann sprachlich natürlich nicht durch das Ich-Wort selbst transportiert werden, sondern nur durch diejenigen neuen Bedeutungen, die wir allmählich erzeugen werden. Einige wenige Individuen werden damit beginnen - und immer größere Kollektive werden sich allmählich anschließen und SICH SELBST in neuer Weise erkannt haben. Begonnen hat dieser kollektive Prozess eines fundamentalen Bedeutungswandels bereits in den 1960er Jahren mit den ersten systematischen Forschungen zu "Nahtoderfahrungen" (NTE) und "außerkörperlichen Erfahrungen" (AKE). Heute liegen uns tausende Berichte von Menschen vor, die sich außerhalb ihrer Körper hochaktiv ("erzeugend") und bewusst erlebt haben.

      

Diese Menschen haben sich als ein erzeugendes ICH-Wesen erkannt und ihre irdischen Identitäten als ihre eigenen geistigen Erzeugnisse. Als schöpferische Wesen haben sie ihr irdisches Leben, ihre menschlichen Aktivitäten und ihre erlebten Erfahrungen als kostbaren Bestandteil eines fantastischen Lebensfilms erkannt - und ihren persönlichen Lebensfilm als einen von unendlich vielen Möglichkeiten, den sie selbst aktiv aus ihrer erzeugenden Wesenheit heraus mit-konstruiert haben. Wenn diese Menschen "ich" sagen, meinen sie "ICH" und sie wissen, dass nur wenige sie verstehen werden ...

 

Welche Wirkungen haben Sie jetzt erzeugt, beim Lesen dieses Textes? Achten Sie auf sich, denn was Sie innerlich blitzschnell erzeugen, könnte Ihr Leben beeinflussen. Es könnte tatsächlich "wirken"  - Sie könnten tatsächlich wirken ...

 

Ihr

Carsten Rachow