Der heilende Theta-Zustand


 

"ICH erzeuge Heilung, vertraue und wirke."

 


Theta: Hellwach ohne Körpergefühl


Ich meditiere nunmehr seit fast 25 Jahren und agiere heute nahezu ohne Unterbrechung aus einem inneren Zustand heraus, den ich zu Beginn meiner Übungen gar nicht kannte. Ich hatte keine Ahnung, was innerlich alles geschehen kann. Meine damalige Bewusstheit (ich war 35, als ich 1995 mit meinen Übungen begann) schien mir so normal, so selbstverständlich, so immer gleich wie es wohl alle Menschen empfinden. Der Gedanke, dass ich eines Tages aus einer grundlegend anderen Bewusstheit heraus mich selbst und die Welt wahrnehmen würde können, kam mir nicht im Traum.

 

Heute fühle ich einen anderen Seinszustand als früher. Es ist, als ob eine Art unsichtbarer Mehltau mich verlassen hätte, ein unsichtbarer grauer Nebel. Meine Bewusstheit - und damit zugleich ich selbst - ist heute feiner, klarer, wacher, ungetrübter, zugleich erweitert gegenüber früher. Sie fühlt sich irgendwie "leichter" an - ich fühle mich leichter an.

 

Ich will hier gar nicht groß versuchen, diese seltsamen feinen Unterschiede genauer zu beschreiben, dafür fehlen mir einfach die passenden Worte. Vielleicht fällt es geübten Meditierenden leichter, mir zu folgen, weil sie Ähnliches erlebten. Doch es gibt einige sehr erfreuliche Nebenwirkungen, die ich gerne erzählen möchte: Ich "leuchte" innerlich (so fühlt es sich an) und deshalb lachen meine Augen fast immer. Meine Stimme ist deutlich weicher und tiefer geworden. Mein Körper dient mir seit 20 Jahren ohne jede Erkrankung, kein Husten, kein Schnupfen, nichts. Dabei rauche ich sehr gerne, trinke Unmengen Kaffee und esse so ziemlich alles, was essbar ist. Meine Ängste sind wie weggeblasen. Ich erfreue mich an mir und am Leben um mich herum. - Diese "Nebenwirkungen" führe ich zurück auf meine intensiven Meditationen, die ich ihrerseits als ursächliche Aktionen für die Veränderung meiner Bewusstheit betrachte.

 

Als ich 2008 und 2009 einige "bio-energetische" Testreihen zur Messung meiner energetischen Kräfte machte, fielen die Ergebnisse durchweg positiv aus, um nicht zu sagen: außergewöhnlich und überdurchschnittlich (siehe: "Liegt das Geheimnis der Geistheilung im Wasser?" und folgende Seiten). Seit dieser Zeit ist mein Körper fast pausenlos von Wärme erfüllt (und ich habe keine Ahnung, woher das kommt, vermute aber einen stärkeren oder subtileren Energiefluss, welcher rein geistiger Natur ist, als Ursache dafür). Diese Wärme stört mich nicht; ich schwitze nicht oder fühle mich geschwächt - sie ist jedoch für die wenigen Menschen, die an meiner Brust liegen dürfen, so deutlich spürbar, dass sie sich manchmal schon nach wenigen Minuten von mir entfernen, weil es ihnen zu warm geworden ist ... (lacht).

 

Ich nenne hier diese Veränderungen, weil ich sicher sagen kann, dass sie alle erst eintraten in Folge der so schwer beschreibbaren Veränderung meiner Bewusstheit. Ich glaube, dass die Veränderung meiner Bewusstheit die Ursache für diese Effekte gewesen ist. Und noch einmal: Ich meine damit nicht, dass ich mir irgendein spezielles Wissen angeeignet oder kluge Bücher gelesen hätte - mit Veränderung meiner Bewusstheit meine ich eine "stoffliche" Veränderung. Das, was früher mein "Ich" war, fühlt sich heute ganz anders an - als ob ich innerlich aus neuem Stoff gemacht wäre.

 

Ich möchte gerne diese einleitenden Bemerkungen vorausschicken, um nun besser beschreiben zu können, was ich unter einem "heilenden Theta-Zustand" verstehe. Die dazu passende Meditation nenne ich "Theta-Lichtpunkt-Meditation", und auch diese möchte ich gleich näher beschreiben. Wichtiger als alle technischen Details ist mir jedoch, dass Sie hier wenigstens erahnen, worauf es hinausläuft: auf eine deutlich spürbare Veränderung Ihres Selbstgefühls oder Ihrer Selbstwahrnehmung. Tritt diese Veränderung nicht ein, dann haben Sie den heilenden Theta-Zustand nicht erlebt, dann SIND SIE dieser Zustand nicht gewesen.

 

Eine Veränderung der Bewusstheit, wie ich sie erfahren habe, läuft hinaus auf eine Veränderung der IDENTITÄT. Zuerst ahnte ich nur, dass ich wesenhaft etwas ganz anderes sein könnte als ein "männlicher Mensch"; mit zunehmender Veränderung der Bewusstheit wurde aus der anfänglichen Ahnung später dann sichere Gewissheit: Ich bin nicht nur Mensch. Ich bin schöpferisches Bewusstsein. Ich bin kein "irdisches Ich". Ich bin "geistiges ICH", hier agierend mit einem menschlichen Körper (den ich wieder verlassen werde), identifiziert mit einem Geschlecht, mit Geschichte, Familie, Nation, Herkunft, Status, Religion, Erfolgen und Misserfolgen usw. - und nichts davon ist "real", dafür aber geistige Konstruktion (und wird erst dadurch "real"), hilfreich für bestimmte Zwecke und Erfahrungen, die allesamt als geistige Schöpfungen oder "Erzeugnisse" erkannt und damit "abgelegt" werden können (nicht müssen).  

 

Im nun folgenden Theta-Zustand beginnt man, sich dieser anderen Identität bewusster zu werden. Ein wahrlich aufregender, erregender, auch schreckhafter Prozess, der jedenfalls mich reich beschenkt hat, weil ich ihn nicht abbrach, sondern neugierig zugelassen habe.

   

Die Theta-Lichtpunkt-Meditation

Als Theta-Wellen wird das Frequenzband von 4 - 8 Hz bezeichnet. Diese Frequenzen tauchen auf, wenn der Mensch sich dem Schlafzustand nähert. Man bezeichnet Theta-Wellen daher auch als das "Tor zum Unbewussten". Doch "unbewusst" ist eine relationale Bezeichnung: Was dem irdischen "Ich" unbewusst ist, kann einem anderen "ICH" durchaus bewusst sein. Und genau das passiert auch im Theta-Zustand: Man geht hinein als "Ich", streift alle irdischen Identifikationen ab und "erwacht" mit einer neuen Selbstidentität, als geistige Wesenheit, als erzeugendes "ICH". Nicht die Ichheit oder Individualität als solche "stirbt", sondern die fest geglaubten Identifikationen verblassen, weil sie allesamt als schöpferische Konstruktionen, als Glaubenssätze, erkannt werden. Und der oder die Erkennende ist das individuelle geistige Wesen selbst, die erzeugende Quelle, das schöpferische ICH ... 

 

Der Theta-Zustand ist niederfrequent, also eher von geringer Energie. Nur im Schlaf erzeugt das Gehirn noch weniger Energie (0-4 Hz); alle anderen bekannten Zustände wie Alpha, Beta oder Gamma gehen mit deutlich höheren Frequenzen einher. 

 

Wer meditiert, erreicht recht bald und ziemlich mühelos den Alpha-Zustand: aufmerksame Wachheit und eine entspannte innere Ruhe sind seine typischen Merkmale. In dieser Komfortzone halten sich die meisten Meditierenden auf. Konzentriert man sich im Alpha-Zustand auf ein bestimmtes Problem oder Thema, kommen die höherfrequenten Beta-Wellen hinzu - und man bemerkt auch, dass man dazu mehr Energie aufbringen muss. Die noch höheren Gamma-Wellen erreichen nur wenige Meditierende, denn hier muss noch mehr konzentrierte und gerichtete Energie über einen gewissen Zeitraum aufgebracht werden.

 

Theta-Wellen dagegen sind von geringer Frequenz, weshalb man kaum Energie verbraucht. Die Folge davon ist leider, dass Ungeübte regelmäßig einschlafen. Sie verlieren Wachheit und Bewusstheit. Genau darin liegt nun das meditative Übungsziel: Wach und bewusst bleiben - und zugleich sehr tief entspannt und ohne irgendwelche Gedanken präsent sein. Die meisten Erwachsenen können diesen Theta-Zustand nur für wenige Sekunden halten; Geübtere vielleicht für 30 Sekunden (ich halte ihn 30 Minuten und länger).

 

Wer Theta halten kann, der erfährt sich selbst "wach" und zugleich ohne jedes Körpergefühl. Es ist, als ob der irdische Körper gar nicht existieren würde (ähnlich wie im Traum oder im Tiefschlaf). Die eigene Wachheit nimmt dann nur noch die eigene Bewusstheit wahr ("Selbstbemerkung") sowie die eigene Anwesenheit als geistiges Etwas ("Individualität"). Ein Selbstgefühl von "raumloser Raum" stellt sich ein. Es ist, als ob man selbst zu einer "durchsichtigen Membran" werden würde, zu einer "formlosen Unendlichkeit". Die wache Bewusstheit ist während dieses Prozesses auf nichts gerichtet außer auf sich selbst.

 

Im Theta-Zustand werden nur geringe Frequenzen und damit Energie gemessen - doch je geringer die Frequenz, desto größer die Wellenlänge. Dies bedeutet, dass die vom Gehirn ausgehenden Wellen sich mit Lichtgeschwindigkeit über extrem große Entfernungen ausbreiten - und damit Kontakt aufnehmen können zu Phänomenen, die extrem weit entfernt passieren. Bei einer Frequenz von 4 Hz beträgt die elektromagnetische Wellenlänge sage und schreibe ca. 74.500 Kilometer (!), was - gelinde gesagt - ziemlich groß ist. Im Theta-Zustand können Sie also mit Lichtgeschwindigkeit Verbindung aufnehmen mit elektromagnetischen Phänomenen, die 74.500 Kilometer von Ihnen entfernt sind, also zum Beispiel mit anderen Gehirnen. Sagen Sie also bitte nie wieder, geistige Fernwirkungen seien nicht möglich, okay?! 

 

Die von mir entwickelte Theta-Lichtpunkt-Meditation ist diejenige Methode, die ich selbst jahrelang benutzte. Sie verbindet Wachheit oder Bewusstheit mit gerichteter Achtsamkeit, indem man immer wieder übt, sich bei geschlossenen Augen auf einen frei gewählten Punkt innerhalb der Schwärze vor den Augen zu konzentrieren. Nach einer Weile wird die Schwärze "heller" und einige Lichtpunkte erscheinen. Bleibt man nun entspannt und wach und gerichtet bei einem dieser Punkte, wird er irgendwann immer größer und heller. Dabei stellt sich ein neues Selbstgefühl ein, erst langsam, dann immer heftiger werdend. Freude und Leichtigkeit stellen sich ein; man vergisst den eigenen Körper; man fühlt und bemerkt nur noch etwas Geistiges.

 

Und man selbst ist immer noch weitgehend passiv, ohne Gedanken, ohne Konzepte, ohne Fragen. An diesem Zustandspunkt schlafen nun viele Menschen ein und verlassen dadurch den Theta-Zustand. Ihr energetischer Schwerpunkt sinkt dann ab in den Deltabereich (0 - 4 Hz). Ziel der Theta-Lichtpunkt-Meditation ist es, diesen Verlust von Wachheit und Bewusstheit zu verhindern und stabil im Theta-Zustand zu verweilen. Denn jetzt soll es erst richtig losgehen ...

             

Heilung bewusst erzeugen im Theta-Zustand.

Ich brauchte eine Weile, um zu lernen, dass ich im Theta-Zustand nicht nur passiv wahrnehmen kann, sondern auch aktiv erzeugen (!). Ein aktives Erzeugnis ist zum Beispiel ein einziger Gedanke - doch im Unterschied zu unseren alltäglichen Gedanken (welche wir zumeist im Alpha- oder Beta-Zustand erzeugen), hat ein Gedanke im Theta-Zustand einen anderen "Geschmack". Man bemerkt ihn ganz anders. Man bemerkt zum Beispiel seine allmähliche Entstehung, seine Formung. Man bemerkt, wie der Gedanke AUS EINEM SELBST heraus entsteht, WEIL man ihn erzeugt. Man bemerkt, dass der Gedanke irgendwie gekoppelt oder verbunden ist mit zahlreichen Qualitäten; er kommt nicht "nackt" daher. Es ist, als ob man seine Gutheit, seine Kraft, seine Wirkung, seine Absicht und noch einig andere Qualitäten gleichzeitig mit dem eigentlichen Gedanken fühlen, schmecken, bemerken kann. Fast so wie ein luzider Traum, in dem man gleichzeitig ganz verschiedene Gefühle und Ereignisse wahrnehmen kann.

 

Wer im Theta-Zustand einen Gedanken, ein Bild oder eine Idee erzeugt, weiß 100%ig, woher diese geistige Form stammt: Man hat sie selbst erzeugt. Und dieser schöpferische Vorgang wird in keiner Weise blockiert oder gebremst oder unterbrochen durch innere Zweifel, durch gegenläufige Glaubenssätze oder gar durch Ängste. Man erlebt innerlich eine "Reinheit", die atemberaubend ist und völlig mühelos passiert. Wer nun in diesem Zustand eine heilende Absicht erzeugt oder ein heilendes Bild oder einfach eine heilende Gewissheit, der wird SOFORT - ohne jede zeitliche Verzögerung - eine entsprechende Wirkung bemerken. Diese "Wirkung", dieser Effekt oder auch diese Energie wird zunächst NICHT im Körper gespürt, denn das eigene Körpergefühl ist während des Theta-Zustandes nicht anwesend. Es handelt sich um eine rein geistige Wirkung, die nur in der eigenen Bewusstheit gespürt und "gewusst" wird.

 

Anmerkung: Auch Hypnotiseure kennen diesen zunächst rein geistigen Effekt. Der hypnotisierte Mensch setzt geistig den Anweisungen des Hypnotiseurs keine Widerstände entgegen, sondern lässt geschehen - und macht dann tatsächlich das, was der Hypnotiseur wollte. Diese Fremdbeeinflussung ist aber nur scheinbar eine Fremdbeeinflussung. Jeder Hypnotiseur wird Ihnen sagen, dass der Hypnotisierte innerlich immer zustimmt und damit letztlich seinem eigenen Willen folgt (welcher natürlich unbewusst bleibt) - hört er eine Anweisung, die er tief innerlich nicht befolgen will, wird er sie auch nicht ausführen. Ähnliches passiert im heilenden Theta-Zustand: Keine Widerstände, aber wirken wird nur das, was der Akteur wirklich will.

 

Diese Beschreibungen sollen hier genügen. Wer mehr erfahren will, muss die Erfahrung machen und den Theta-Zustand einüben. Das Theta-Selbstgefühl gleicht übrigens dem Selbstgefühl in einer außerkörperlichen Erfahrung: Man hat praktisch alles Gewohnte abgelegt, inklusive Köpergefühl, man nimmt sich nur noch als geistige Bewusstheit (oder bewusste Geistigkeit) wahr - und man bemerkt sein erzeugendes Wesen sehr viel klarer, feiner und intensiver.

 

Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, Ihnen ein wenig Appetit auf diesen Zustand gemacht zu haben. Beginnen Sie mit meditativen Übungen, trainieren Sie regelmäßig und Sie werden besser verstehen können, was ich Ihnen berichten will. Sollten Sie körperlich schon erkrankt sein oder starkes seelisches Leiden fühlen, werden Sie einige Zeit benötigen, um die immer wiederkehrenden "kranken" Gedanken und Gefühle zu beruhigen. Doch Sie werden das schaffen - und allein schon das Bemühen oder Ihre feste Absicht wird hilfreich sein.

 

Rufen Sie mich an, wenn Sie Fragen haben oder weitere Hinweise haben möchten. Oder besuchen Sie meine Kurse, um sich selbst mit dem Theta-Zustand vertraut zu machen. Einmal "geschmeckt", werden Sie wissen, was gemeint ist und dann auch erste Verbesserungen in Seele und Körper bemerken können.

 

Ihr

Carsten Rachow

 

Hinweis:

Heilende Impulse, die im Theta-Zustand erzeugt wurden, können durch die alltägliche Bewusstheit konterkariert und in ihren Wirkungen geschwächt werden. Der geistige Grund dafür sind anderslautende Überzeugungen und Glaubenssätze, die im Alltag eine starke Rolle spielen. Solche fest sitzenden geistigen Muster und Gewohnheiten müssen dann ebenfalls BEWUSST erkannt und verändert werden. Dazu benötigen Sie einen kompetenten Gesprächspartner oder Therapeuten.