Unselig sind die, die ...


... Glückseligkeit nicht spüren, weil sie selbst dies nicht sind.

Diese sind auf Erden dem Himmel ferne.

Diese sind anders als die, die schon sind -

denn die, die noch unselig sind, sind die, die ...


 

... nach ihrem Geist erblühen, nicht nach ihrem Wesen.

Denn ihr Geist verformt, was ihre Liebe will.

 

... die geistig kompliziert sind, nicht einfach.

Denn das Komplizierte belastet das einfache Wesen.

 

... die sich an einem Bild festhalten, statt es weinend loszulassen.

Denn im Klammern verkümmert das Wesen, im Weinen bewegt es sich.

 

... die ohne Maß leben, statt sich zu bemerken.

Denn ohne das eigene Wesen keine Mitte, keinen Halt.

 

... die sich nach Recht und Richtigkeit sehnen, statt nach ihrer Liebe.

Denn das Richtige ist nicht die Liebe.

 

... die Vernunft walten lassen, statt zu vergeben.

Denn was Vernunft sieht, ist nicht Vergebung.

 

... die glauben, Geist zu sein, nicht aber Herz.

Denn der Geist erzeugt in Schuld, das Wesen in Unschuld.

 

... die im Unfrieden mit sich und anderen sind, nicht im Frieden.

Denn sie fühlen Abgetrenntheit und fühlen Gott nicht.

 

... die um ihretwegen leiden, nicht um der Liebe willen.

Denn diese sind noch weniger als ihr eigenes Wesen.


"Tiefer kann ich nicht schauen in mir, Höheres kann ich nicht finden in mir.

Außer: Das, was in mir noch tiefer und noch höher ist, das ist auch in dir."

 

Friede sei in dir.

(Carsten Rachow)