CMF - Das Conscious Mental Field


Seit meiner außerkörperlichen "ICH-Geist"-Erfahrung 2009 lehre ich, dass der eigene Geist "noch VOR der Materie agiert". Etwas "sehr Bewusstes weiß schon, bevor du es weißt". Und dieses sehr bewusste Etwas ist nicht etwa Gott oder irgendein Nicht-Ich, sondern ein individueller geistiger Wesenszustand, ist dein eigener ICH-Geist.

 

Das bewusste "Mentalfeld" von Libet

Der Neurowissenschaftler Benjamin Libet nennt dieses Etwas "das bewusste Mentalfeld" (Conscious Mental Field; CMF). Mit seinem Team in San Francisco hat er die neuronale Aktivität des Gehirns gemessen und herausgefunden, dass den Testpersonen circa 200 Millisekunden vor der tatsächlichen Fingerbewegung bereits bewusst war, dass sie den Finger bewegen würden. Das verwundert zunächst nicht weiter: Der bewusste Impuls zur Entscheidung geht der körperlichen Aktion zeitlich voraus. Überraschend war jedoch, dass elektrische Veränderungen im Gehirn 300 Millisekunden VOR dem Moment der bewussten Entscheidung einsetzten (also 300 ms vor den 200 ms). Diesen Vorgang nannte Libet "das Bereitschaftspotenzial".

 

Jetzt nähern wir uns dem spannenden Punkt, dem Mysterium des aktiven und extrem bewussten ICH-Geistes. Doch wir müssen sehr genau hinschauen, und Libet tat dies glücklicherweise. Auf den ersten Blick bestätigt das Bereitschaftspotenzial scheinbar keine geistige, sondern eine materielle Kausalkette: Das Gehirn wurde zuerst aktiv ("Bereitschaftspotenzial"), etwa 300 ms später folgte die bewusste Entscheidung, weitere 200 ms später die Bewegung des Fingers. Naheliegendes Fazit: Nicht der eigene Geist, nicht der freie Wille, sondern unbewusste Körperprozesse (das Gehirn) "erzeugen" die bewusste Entscheidung.

 

Doch Libet deutete die Ergebnisse ganz anders. Denn er wußte durch weitere Tests, dass in den 200 Millisekunden zwischen dem Bewusstwerden des eigenen Impulses und der tatsächlichen Fingerbewegung die Person nicht nur die Möglichkeit hat, ihren Finger zu bewegen, sondern auch die Möglichkeit, die bereits bewusste Entscheidung rückgängig zu machen. Ihm war klar: Neben dem freien Willen muss es auch ein "freies Nichtwollen" geben. BEIDE Möglichkeiten existieren in den 200 ms - und BEIDE Möglichkeiten müssen daher auch durch das noch frühere Bereitschaftspotenzial 300 ms zuvor "erlaubt" worden sein. Doch wer oder was löste dieses Bereitschaftspotenzial aus? Welche Kraft aktivierte das materielle Gehirn 300 ms vor der ersten Bewusstwerdung? Und zwar so, dass BEIDE Optionen (Finger bewegen - Finger nicht bewegen) ab diesem Zeitpunkt real werden konnten?

 

Libet postulierte daraufhin die Existenz eines "Conscious Mental Field" (CMF), eines "bewussten Mentalfeldes". Achten Sie bitte darauf, wie vorsichtig er sprachlich versucht, den für Wissenschaftler leichter auszusprechenden Begriff des "Feldes" mit dem Begriff der "subjektiven Individualität" - also mit einem Ich-Begriff - zu verbinden. Zitat Libet:

"Das CMF würde ... auf bestimmte neuronale Aktivitäten einwirken können und die Basis des bewussten Wollens bilden. Das CMF wäre ein neues 'natürliches' Feld. Es wäre ein nichtphysikalisches Feld in dem Sinne, dass es nicht mit physikalischen Mitteln beobachtet oder gemessen werden kann. Das gilt bekanntlich auch für die bewusste subjektive Entscheidung, zu der nur das erfahrende Individuum selbst Zugang hat." (Quelle: Rupert Sheldrake, Der Wissenschaftswahn, Barth-Verlag 2012, S. 168)

 

In anderen Worten: Ein "nichtphysikalisches Feld" aktiviert die Gehirnmaterie 300 ms BEVOR uns der eigene Handlungsimuls bewusst wird. Und dieses Feld sei nur "subjektiv durch das erfahrende Individuum" erfahrbar: Hier haben wir alle Zutaten für das, was ich den hochaktiven, bewussten und erzeugenden ICH-Geist nenne - ein individueller Zustand, den wir durch geistiges Training tatsächlich erfahren und tatsächlich bemerken können. Mehr noch: Ein hochbewusster ICH-Zustand, zu dem wir selbst WERDEN können. Und das ist die eigentliche Sensation, die eigentliche "Bombe", die eigentliche Neuigkeit ...

 

Ich selbst durfte mich als "Feld", als "weiter, formloser, scheinbar grenzenloser bewusster Raum" erfahren. Ich erlebte, dass ich mir zum Beispiel meiner eigenen Gedanken bereits bewusst war, bevor ich sie erzeugte (!) - wer das nicht selbst erlebt hat, wird diese Beschreibung natürlich nicht glauben oder gar verifizieren können. Doch genau so war es: Gehirnmessungen haben bei mir extrem niedrige Frequenzen (das, was ich den "Ruhe-Geist" nenne) gezeigt - und in diesem Zustand nähert man sich einer seltsamen Art von "Bewusstheit vor der Bewusstheit", so möchte ich dies formulieren. Oder, was es auch trifft, man nähert sich dem ICH "über" dem normalen Ich.

 

Fasse ich alles zusammen, dann klingt das so: Unser materielles Gehirn ist ein Empfänger für geistige Impulse, wie ein Radio ein Empfänger von Radiowellen ist. Es empfängt die geistigen Impulse einer individuellen Wesenheit, die hier als "ICH" bezeichnet wird (das CMF bei Libet). Erst danach wird das Gehirn neuronal aktiv und erst dieser Vorgang kann physikalisch gemessen werden ("Bereitschaftspotenzial"). Diese erste Aktivierung des Gehirns führt dann zu dem, was wir 300 ms später als unsere Ich-Bewusstheit bezeichnen: Die Person bemerkt normalerweise erst hier ihren eigenen Impuls. Danach kann sie binnen 200 ms wählen, den Finger zu bewegen oder auch nicht. Und erst dann erfolgt die eigentliche körperliche Aktion.

 

Gesundheit, Lebensglück, innere Kraft - all dies sind GEISTIGE Aktionen oder Erzeugnisse, die einer Quelle entspringen, die selbst vollkommen gesund und voller Kraft ist. Diese Quelle nenne ich das "ICH", sie ist erfahrbar.

 

Du bist das.