Information ist Selbstausdruck


Wikipedia: Information (von lateinisch in-formare = formen, bilden, gestalten, ausbilden, unterrichten, darstellen, sich etwas vorstellen) ist in der Informationstheorie eine Teilmenge an Wissen, die ein Sender einem Empfänger mittels Signalen über ein bestimmtes Medium vermitteln kann. - IBANETIK: Im Raum des GEISTES ist Information der Selbstausdruck des erzeugenden Wesens durch Formen (oder Symbole).


Information = Ich bin in der Form aktiv.

Eigentlich haben uns die alten Lateiner schon längst den spirituellen Weg ausgeleuchtet: "Informieren" bedeutet, sich etwas vorzustellen, etwas zu formen, zu bilden, zu erzeugen. Beachte: In dieser Definition kommen alle relevanten Begriffe der modernen Informationstheorie (siehe oben) nicht vor

 

Weder ist von einem Sender, noch von einem Empfänger, noch von einem Medium, noch von Signalen die Rede. Auch von einer "Teilmenge an Wissen" hören wir nichts. Stattdessen lesen wir, dass "jemand sich etwas vorstellt". Und dieser kleine Hinweis deutet direkt in die geheimnisvolle Welt des GEISTES. Schauen wir uns das doch mal genauer an ...

 

Zunächst einmal muss es ganz offensichtlich eine geistige Kraft oder eine Quelle geben, die fähig ist, sich etwas vorzustellen. Nehmen wir einfach mal an, diese Quelle sei eine individuelle geistige Wesenheit, die "Ich" zu sich selbst sagen würde. Um dies tun zu können, muss diese Wesenheit eine weitere Fähigkeit besitzen: die der Selbstbemerkung oder Selbstreflexion. Nur ein Wesen, das sich selbst bemerkt, kann überhaupt "Ich" sagen.  Dieses selbstreflexive Wesen kann "sich etwas vorstellen", kann etwas formen, ausbilden, erzeugen. Wenn es das tut, so die alten Lateiner, dann "informiert" es, dann erzeugt es "Informationen". Doch wie soll das gehen? Was genau macht ein solches geistiges Wesen?

 

Wie es scheint, erschafft dieses Wesen mit geistiger Kraft eine Vorstellung. Doch woher stammt der Inhalt dieser Vorstellung? Woher nimmt das erzeugende, formende Wesen die Inhalte, die es sich vorstellt? Nun, ich schlage vor, es schöpft AUS SICH SELBST. Dies scheint logisch zu sein. Könnte ein Wesen sich etwas vorstellen, was nicht in ihm wäre? Wohl kaum. Wenn es also eine Vorstellung erzeugt, dann muss das Vorgestellte zuvor in diesem Wesen gewesen sein - andernfalls könnte es nicht "vor-gestellt", nicht heraus-gestellt, nicht ausgeformt, nicht gebildet werden.

 

Dieser Gedanke führt uns, leicht erkennbar, zur nächsten Erkenntnis: Wenn das geistig Vorgestellte IM WESEN SELBST liegt, was genau wird dann vorgestellt? Anders gefragt: Wer stellt SICH vor - und zwar über seine Informationen, seine Vorstellungen, seine Ausformungen? Es liegt auf der Hand, dass dies nur das geistige Wesen selbst sein kann, was sich mit dem jeweils Vorgestellten selbst vorstellt. Wenn ein geistiges Wesen "informiert", dann stellt es sich selbst vor ...

 

Um dies tun zu können, benötigt der geistige Inhalt offensichtlich eine Form. Der ICH-Ausdruck des erzeugenden Wesens benötigt eine Form - ohne Form kein Selbstausdruck. Die uns allen bestens bekannte Form des Selbstausdrucks nennen wir "Sprache". Ihre Formen sind die von uns benutzten Symbole, also Buchstaben und Ziffern. In der Sprache drückt sich das erzeugende Wesen selbst aus. Doch bevor wir zum symbolhaften Ausdruck mittels Sprache greifen, haben wir bereits eine andere Form gewählt: unsere Gedanken.

 

Im Raum des GEISTES ist jeder Gedanke bereits eine Form, eine Ausbildung, ein geformtes Erzeugnis. Der Inhalt des Gedankens IST DAS WESEN SELBST - die Form des Selbstausdrucks ist der Gedanke. Zusammen ergeben Inhalt + Form die vorgestellte Information.

 

Nun zu Sender und Empfänger: In der modernen Informationstheorie wird stets die Vermittlung von Informationen von A nach B mitgedacht. Doch im Raum des GEISTES braucht es keinen Zweiten: Das erzeugende Wesen kann jederzeit beides zugleich sein, Sender und Empfänger. Die allermeisten Gedanken, die wir als Menschen denken, denken wir für uns. Wir erzeugen Gedankenformen - und nur wir empfangen sie auch. Nur dann, wenn wir sie aussprechen oder aufschreiben, senden wir unseren Selbstausdruck an andere empfangsfähige Wesen.

 

Das geistige Wesen teilt auch kein "Wissen" mit. Es teilt SICH mit, was ein himmelweiter Unterschied ist. Selbst dann, wenn wir glauben, uns nur nüchtern und sachlich über Fakten zu unterhalten, senden wir uns selbst aus. Wieso? Nun, weil allein schon die Auswahl der ausgetauschten Fakten darüber informiert, was diesem Wesen wichtig ist und was nicht. Das "Wissen", welches wir austauschen, enthält stets wesenhafte Anteile und damit ICH-Ausformungen.

 

Fassen wir all das etwas zusammen, dann ist jedes Gefühl, jeder Traum, jeder Gedanke, jedes Bild, jeder Wunsch, kurz: alles, was mit geistiger Kraft ERZEUGT werden kann, ein geistiges Erzeugnis oder eine geistige Form. Zugleich sind alle geistigen Formen der Versuch der Wesenheit, sich selbst zu zeigen, sich selbst zu bemerken und bemerkbar zu machen. Information ist Selbstausdruck.

 

Dieser wesenhafte Selbstausdruck kann sehr gut gelingen - kann aber auch atemberaubend schlecht ausfallen. Den Maßstab für diese Bewertung erzeugt das Wesen selbst. Er existiert bereits in ihm. Unsere selbsterzeugten Gefühle zeigen uns im Körper an, wie wir selbst unsere Ausdrucke bewerten.

 

Wer Angst fühlt, teilt SICH mit. Wer wütend ist, teilt SICH mit. Wer sich selbst für ein Nicht-Ich hält, teilt SICH mit. Das geistige Wesen bildet Formen, überall, andauernd, denn es ist seine Natur, pulsierend und erschaffend und lebendig zu sein.

 

IBANETIK schult die erkennende Bewusstheit für diese Dinge. Wer fähig geworden ist, die eigenen geistigen Erzeugnisse BEWUSST wahrzunehmen, der spaltet keine Form mehr von sich ab, der leugnet nicht, der schiebt nichts mehr auf andere Wesenheiten ab. Wer diese erzeugende ICH-Bewusstheit erlangt hat, hat zugleich SICH erkannt, denn alle geistigen Erzeugnisse (oder Formen oder Symbole oder Selbstausdrucke) werden als "Erzeugnisse" erkannt. Erzeugnisse aber sind NIEMALS identisch mit ihrer erzeugenden Quelle. Die Wesenheit IST diese Quelle.

 

Wer dies "sehen" kann, ist frei von jeglicher Bindung oder Anhaftung an seine Erzeugnisse, leugnet sie aber niemals. Wer SICH SELBST als Quelle erkannt hat, erzeugt eher spielerisch, aus großer Freude heraus, ein geistiges Erzeugnis nach dem anderen (oder besser: sehr viele Erzeugnisse gleichzeitig ...)

 

Das geistige Wesen ist "größer" als seine Erzeugnisse. Egal, was du jemals getan oder gesagt oder gedacht oder gefühlt hast: DU BIST DAS NICHT - DU bist größer. Egal, welche Formen des Selbstausdrucks du jemals gewählt hast - DU bist größer, weiter, umfassender, fülliger. Deine Erzeugnisse künden von DIR, sie sind von DIR, sie sind Facetten oder Aspekte oder Formen von DIR - doch sie sind niemals identisch mit DIR.

 

Die Wesenheit, die es DIR überhaupt ermöglicht, Formen zu bilden und dich selbst auszudrücken, diejenige Wesenheit, die alle deine Formen für dich und für andere Wesen bemerkbar macht, diejenige Wesenheit, die einfach überall ist, die nenne ich die Gottheit. Unfassbar lebendig, erschaffend, alle Erzeugnisse akzeptierend ...

 

Trenne dich niemals ab von deinen "Informationen". Glaube niemals, du könntest dich irgendwo verstecken. DU wirst DICH SELBST stets bemerken. Ein kleiner Gedanke, und du bemerkst DICH. Ein schwaches Gefühl, und du bemerkst DICH. Lerne, dich an deinen Erzeugnissen zu erfreuen. Dazu solltest du bewusster werden. FÜR DICH als ein erzeugendes Wesen ...

 

Mit Dank für dein Interesse.