IBA-Sichtweise auf ... Krankheit


Die erzeugte Erfahrung

"Krankheit",  so heißt es bei Wikipedia am 16.10.2020, "... teils synonym mit Gebrechen, ist ein Zustand verminderter Leistungsfähigkeit, der auf Funktionsstörungen von einem oder mehreren Organen, der Psyche oder des gesamten Organismus beruht.

Diese Störungen werden ihrerseits wahrscheinlich immer durch strukturelle Veränderungen von Zellen und Geweben hervorgerufen. Die Lehre von den Krankheiten ist die Pathologie ..."

 

Früher hätte ich sofort genickt und gesagt: "Ja, das ist eine gute Definition." Heute wird mir mulmig, wenn ich so etwas lese. Früher hätte ich obige Definition als "Wahrheit" oder als "gute Annäherung an die Wahrheit" verstanden. Heute sehe ich darin ein geistiges Erzeugnis, eine "erzeugte Wahrheit". Früher hätte ich diese Wahrheit als "vollständig" aufgefasst; heute sehe ich eine "partielle" Wahrheit. Da auch die Wikipedia-Definition nicht in ich-aktiver Sprache formuliert ist, verschweigt der Text, dass er erzeugt wurde. Daran ändert auch nichts der Umstand, dass weltweit vielleicht Milliarden Menschen dieser Definition zustimmen würden. Wir hätten es dann mit einer kollektiv geglaubten Konstruktion zu tun. Eine, die natürlich wirkend ist, wie alle geglaubten Konstrukte.

 

In beginnender ich-aktiver Sprache liest sich "Krankheit" (leicht gekürzt) etwa so: "Ich stelle mir vor, dass Krankheit (oder auch Gebrechen) ein Zustand verminderter Leistungsfähigkeit ist, der auf Funktionsstörungen ... beruht. Ich glaube, dass diese Störungen durch Veränderungen von Zellen hervorgerufen werden." Schon besser, jedenfalls in meinen Augen. Wenn viele Menschen sich Krankheit so "vorstellen", dann wird daraus schnell ein "wir stellen uns vor, dass ..." und vom kollektiven "Wir" ist es dann nicht mehr weit bis zur "objektiven" Wahrheit: "Krankheit ist ...". Doch das nur am Rande.

 

In fortgeschrittener IBA-bewusster Sprache würde es so klingen: "Ich erzeuge in mir die Vorstellung, dass ich mich mit Krankheit in einen Zustand veränderter Leistungsfähigkeit versetzen kann, um andere Erfahrungen zu erleben und für andere Menschen zu einer Erfahrung zu werden. Meine Krankheit beruht nicht auf Funktionsstörungen - sie zeigt sich als gestörte Funktionen. Diese Störungen werden nicht durch veränderte Zellen hervorgerufen, sondern meine Störungen verändern die Zellen." So etwa.

 

Das ist, was ich sehe und denke seit meinen AKEs. Ist mein Bild richtiger, wahrer, zutreffender? Keine Ahnung. Auch mein Bild ist eine Konstruktion (allerdings ohne massenhafte Verbreitung). BEIDE Konstruktionen wirken, wenn sie geglaubt werden - und BEIDE Konstruktionen bewirken andere ERFAHRUNGEN. Ich erzeuge mit meinem Bild eine andere Krankheitserfahrung als diejenigen, die - wie Wikipedia - an eine Verursachung durch "Zellen und Gewebe" glauben. Ich glaube, dass ich die "Störungen" geistig erzeuge - um Selbsterfahrungen machen zu können. 

 

Genetik, Kinder, Viren und Bakterien

Neugeborene können schwere Krankheiten haben. Kinder sind "unschuldig" und erzeugen doch nicht ihre Kinderkrankheiten. Genetische "Defekte" verursachen eindeutig Krankheiten, manche können deshalb sogar vorhergesagt werden. Lade ich mir das Virus etwa ein? Ich befehle doch nicht meinen Bakterien, die Körperzellen zu stören?

 

Mir ist bewusst, dass sind gute Einwände gegen mein Bild von der geistigen Verursachung, von den selbst-gewollten "Störungen". Doch für mich leben wir alle in einem schöpferischen Universum, und dort existieren konstruierte und geglaubte Wahrheiten, keine "umfassend richtigen" Wahrheiten. Ich kann nicht beweisen und auch durch wissenschaftliche Messungen nicht belegen, dass Neugeborene ihre schwere Erkrankung "gewollt" haben - nicht als unbewusstes Baby, sondern als extrem bewusste Wesenheit. Ich kann nicht beweisen, dass Kinder mit ihrem Körper wertvolle Erfahrungen sammeln "wollen" (für sich selbst, aber auch für die Stärkung der Abwehrkräfte ihres Körpers), wenn sie an Masern, Mumps oder Grippe erkranken. Völlig machtlos stehe ich auch der genetischen Verursachung gegenüber, wenngleich hier wenigstens schon von "Codes" und "Programmen" und "Informationen" gesprochen wird, nicht jedoch von Informationen, die den Genen "eingespeist" wurden von der Wesenheit. Das Virus "einladen"? Völlig undenkbar, nicht wahr? Doch warum ist das Virus bei einem aktiv und gefährlich, und beim Nachbarn nicht? Ebenso Bakterien.

 

Auf all das will ich mich hier nicht einlassen. Ich will lediglich die Idee der "erzeugten Vorstellung von Krankheit" vertiefen. Ach ja, und das der Zweck der ganzen Erzeugung in der "wertvollen Selbsterfahrung" liegen könnte. Könnte es sein, dass manche Wesenheiten beschließen, auf Erden nur deshalb krank werden zu wollen, damit andere Wesenheiten - verkörpert als Menschen - ihrerseits wertvolle Selbsterfahrungen machen können?

      

Die erzeugte Heilung

Niemand, der sich selbst außerkörperlich erfahren hat, hat sich "krank" erfahren. Leidend schon eher, doch dieses geistige Konstrukt wurde schnell nicht mehr erzeugt angesichts der neuen Umgebung. Die Schilderungen des "außerkörperlichen Körpers" umspannen ein großes Spektrum: Manche glaubten, gar keinen Körper zu haben, nur ein Punkt oder eine Wolke zu sein, andere bemerkten einen "feinstofflichen" Körper, der ihrem irdischen ähnelte usw. Doch alle diese Körperformen waren "gesund". Keine Störung weit und breit. Sie alle bemerkten sich selbst als "heil".

 

Ich habe lange und intensiv über Krankheiten nachgedacht, doch noch intensiver über Heilungen. Als "geistiger Heiler" behandelte ich Menschen mit Krebs, Tumoren, Sklerose, Sterbende wie frisch Diagnostizierte. Zu mir kamen körperlich gesunde, aber psychisch "gestörte" Menschen, mit multiplen Angststörungen, mit Wahnvorstellungen, mit neurotischen "Ticks" und tiefen Depressionen. Manchen habe ich recht schnell und nachhaltig helfen können, bei manchen folgte auf die "Heilung" später wieder die Krankheit, bei vielen konnte ich wenig bis gar nichts bewirken. Ich stand abends oft weinend und tief verzweifelt da (bestes Selbstmitleid) und verstand ... überhaupt nichts.

 

Wieso ist ein Wesen mit einem "feinstofflichen" Körper - gleich welcher Form - gesund und wieso wird das Wesen in Verbindung mit seinem irdischen Körper krank? Falsche Frage: Das Wesen wird ja nicht krank, der Körper wird es. Anders formuliert: Wieso wird der Körper funktionell gestört? Und wer oder was ist der "Störer"?

Bis heute habe ich keine bessere Antwort in mir finden können als die, die ich oben skizzierte. Ich glaube, dass die Wesenheit der "Störenfried" ist, diejenige, die SICH SELBST erfahren möchte in einem gestörten Körper. Daraus folgt natürlich: Es sollte auch ein körperliches Leben OHNE Störungen möglich sein, also gesund von der Wiege bis zur Bahre. Gibt es solche Leben? Sicher, nur wir berichten kaum darüber, wie viele Wesenheiten ihren eigenen Körper NICHT mit nennenswerten Störungen versorgen, wie viele auf diese Erfahrung bewusst verzichten (und sich dafür in andere Abenteuer stürzen).

 

Da ich ein inneres "Feedback" zwischen ICH-und-Ich kenne, zwischen Wesenheit und Identität, glaube ich (wie übrigens auch Natalie), dass von der ICH-Wesenheit bereits arrangierte Lebensereignisse (wie Krankheiten) neu konzipiert und verändert werden können. Ein fixer, determinierter Lebensplan existiert nicht. Dies bedeutet, dass ich als irdischer Mensch durch meine irdischen Entscheidungen an das eigene ICH "melden" kann, dass ich bestimmte Erfahrungen, die eigentlich vorgesehen waren, nicht machen möchte. Ich habe keine Ahnung, wie dieser innere Austausch funktioniert, nur dass er funktioniert, ist mir bewusst. Der Punkt ist nun, dass wir als geistige Wesenheiten mit negierenden Gedanken oder Ideen weniger anfangen können als mit bejahenden. Denke jetzt bitte nicht an rosa Elefanten? Was tust du? Du denkst an rosa Elefanten. Gedanken, die etwas nicht wollen, sind weniger wirkend als Gedanken, die positiv etwas wollen, die etwas bejahen. Deshalb glaube ich, dass wir mehr über Heilungen nachdenken sollten als über Krankheiten. Ich glaube, wir sollten lernen, Heilung zu wollen.

 

Dazu gehören dann "geglaubte Positiv-Erzeugnisse". Innere Bilder oder Imaginationen, in denen man sich lachend, lebendig, aktiv sieht. Gesund. Natürlich kollidieren diese neuen Heilungsbilder mit den gewohnten und verfestigten Krankheitsbildern, die man schon hat. Die "innere Positiv-Meldung" an das eigene ICH lautet dann: "Ich will mich gesund erfahren. Ich habe Lust auf dieses und jenes. Ich will das. Hier sind meine Bilder dazu. Ich will dazu einen gesünderen Körper. Heile das. Ich glaube daran." So etwa.

 

Tatsächlich gibt es weltweit Berichte von Menschen, die sich selbst auf diese oder ähnliche Weise heilten. Der komplette "Placebo-Effekt" funktioniert in etwa so, nur dass er unbemerkt, unbewusst abläuft. Ein weites und interessantes Forschungsfeld für zukünftige Erden-Generationen, wie ich meine. Was wir auch immer herausfinden werden, eines wird auch zukünftig so sein wie es schon heute ist: "Jede Erfahrung ist wertvoll".