IBA-Sichtweise auf ... die Philosophie


Der vom Körper unabhängig existierende Geist

"Ich glaube, alle prämodernen, modernen und postmodernen Philosophen haben ihre jeweiligen Weltbilder erschaffen aus einer Position innerhalb des Körpers heraus, aus einer innerkörperlichen Geistigkeit und Bewusstheit. Diejenigen Selbsterfahrungen und Einsichten, die man aus einer außerkörperlichen Position heraus gewinnen kann, waren ihnen persönlich nicht bekannt. In gewisser Weise fehlt somit jeder epochalen Philosophie dasjenige Erfahrungswissen, was uns heute vor allem durch tausende von Nahtodberichten angeboten wird. IBANETIK integriert dieses außerkörperlich erlangte Wissen und ist daher eine Botschaft oder Philosophie, die prämodernen, modernen und postmodernen Konzeptionen etwas Wichtiges hinzufügt: das ganz klar und eindeutig formulierte Wissen, dass der menschliche Geist unabhängig vom leiblichen Körper existieren und schöpferisch agieren kann." (Carsten Rachow)    

 

Philosophische Einordnung von IBANETIK: Prämoderne, Moderne, Postmoderne

Was ich hier kurz ausführen möchte, ist wahrlich nicht Gegenstand des täglichen Nachdenkens von Milliarden Menschen, sondern lediglich einer kleinen Gruppe, die sich selbst Denker, Geisteswissenschaftler, Akademiker oder Philosophen nennen (und sich gerne auch unwidersprochen als „intellektuelle Elite“ bezeichnen lassen). Ich will mich hier mit der nicht-elitär gemeinten Selbstbezeichnung „philosophierender Geist“ begnügen. Allgemein kann gesagt werden, dass philosophisches Denken sich mit Erkenntnistheorie befasst („Was kann ich wissen? Was ist wahr?“), mit Ontologie („Lehre vom Sein: Was ist real, was existiert?“) und natürlich mit Ethik und Moral („Was soll ich tun? Was ist richtig und falsch? Was ist gut?“). Manche zählen auch noch die Ästhetik dazu („Was ist das Schöne?“). Bekannt geworden ist all dies durch die philosophische Formel (die auf Platon zurückgeht), wonach es den Philosophen um „das Wahre, das Schöne und das Gute“ ginge. 

 

Zu allen Zeiten ist allerdings der jeweilige philosophische und intellektuelle Diskurs nicht nur das geistige Sondergut einer kleinen Gruppe von sozial "isolierten" Denkern gewesen, sondern ist - zeitverzögert - auch zu einer konkret wirkenden Kraft hinein in die „Welt der Massen“ geworden. Irgendwann, so könnte man sagen, „sickert“ elitär beginnende Philosophie durch und beeinflusst das Leben vieler Menschen. Dass es einen solchen Mechanismus gibt, kann am Beispiel der Weltreligionen leicht erkannt werden: Zuerst war es eine kleine Gruppe religiöser Denker, die außerhalb ihres Umfeldes keiner kannte – doch Jahrhunderte später wirkten ihre Gedanken (und die ihrer Nachfolger) auf Milliarden Menschen weltweit. Ähnliches gilt auch für philosophisches Denken.

 

Philosophische Zeitalter

Ein in der aktuellen Philosophie gern benutzter Ordnungsrahmen für bestimmte "Denkströmungen" wird mit den Begriffen „Prämoderne, Moderne, Postmoderne“ konstruiert. Mit diesen drei Begriffen werden „Epochen“ oder Zeiträume bezeichnet, die von einem bestimmten Typus oder Modus des Denkens wesentlich bestimmt waren. Etwa so, als ob sich ein „geistiger Faden“, bestehend aus Vermutungen, Annahmen, Einsichten usw. durch jede Epoche gezogen habe – und dieser geistige Faden dann irgendwann ersetzt oder abgelöst wurde durch neue Fäden. Schauen wir uns kurz an, was einige heutige Philosophen unter diesen drei Epochen verstehen wollen: 

  1. Prämoderne: mythisches, archaisches, animistisches, vor-antikes und antikes Denken, vor-wissenschaftlich. Beispiel: Die Aussagen „Mose hat mit Gottes Hilfe das Meer geteilt“ oder „Zeus ist für Blitz und Donner verantwortlich“ sind typische prämoderne Behauptungen, die von der Moderne in Grund und Boden gestampft und zurückgewiesen wurden. Prämoderne ist das Zeitalter der Mythen.
  2. Moderne: Beginnt etwa mit der Aufklärung, mit naturwissenschaftlichem Denken, mit Galileo, Newton, Descartes, Spinoza, mit der Erforschung der Welt, mit der Loslösung von religiösen Behauptungen. Die modernen Wissenschaften forderten von der Prämoderne: „Deine Behauptungen genügen uns nicht. Bring Beweise. Empirische Daten. Ansonsten schweige.“ Moderne ist das Zeitalter des Wissens.
  3. Postmoderne: Beginnt mit Kant, der das Subjekt als unüberwindbare Grenze bei jeglicher Form von Wissens- oder Erkenntnisgewinn einführte. Niemand könne sagen, wie die Welt ist, weil jede Wahrnehmung und jede Erkenntnis subjektgebunden sei. Setzt sich fort mit der Einführung von „Kultur“, „Intersubjektivität“ und „Konstruktivismus“ und warf der Moderne vor, es gäbe keine Wissenschaft, die völlig frei von kulturellen Einflüssen oder subjektiven Kontexten sei. „Objektivität“ ohne Subjekte sei unmöglich. Postmoderne ist das Zeitalter des konstruktiven intersubjektiven Relativismus.

Der Einfluss dieser Epochen oder Denkströmungen auf die Menschheit war enorm, weil er zunächst die Eliten prägte und in Folge der hierarchischen Ordnungen "von oben" auf die Massen wirkte (Tempel, Kirchen, Schulen, Universitäten, Literatur etc). In der Prämoderne beherrschten Götter, Religionen und ihre Schamanen und Priester nahezu alles. In der Moderne beherrschten Wissenschaft, Empirie, Logik, Vernunft, Mathematik und Objektivität nahezu alle Bereiche (Lehrer, Doktoren, Professoren). Die Postmoderne lockerte Hierarchien, führte die Dekonstruktion ein, bestritt Objektivität, sprach von sozialen Konstrukten, kultureller Prägung und subjektiven Perspektiven und davon, dass alle Wahrheit „relativ“ sei, niemals absolut und wahr, und wenigstens teilweise konstruiert. 

 

Diesen Monat (Januar 2021) stürmten empörte „Trumpisten“ das Capitol in Washington; vor geraumer Zeit deutsche „Querdenker“ beinahe den Reichstag. Im Internet ist fast jede Meinung erlaubt. Autoritäten und Hierarchien wirken kaum noch. Das „aktive Subjekt“ zeigt sich mehr und mehr im öffentlichen Raum. Fakten und wissenschaftliche Behauptungen werden kritisiert; Wahrheiten ignoriert, alternative „Fakten“ ausgesprochen. Wir leben in turbulenten geistigen Zeiten (in "erzeugenden" Zeiten) – und das, was die Philosophen als „postmodernes Denken“ bezeichnen und was zunächst nur in den Köpfen einiger Denker begonnen hatte, beeinflusst mittlerweile die Massen. Es ist "durchgesickert" ...

 

IBANETIK ist prämodern, modern, postmodern und ... ?

Wo steht nun IBA? Bei IBA ist fast nichts prämodern (oder: „metaphysisch“), außer der Behauptung, es gäbe eine schöpferische Gottheit. IBA widerspricht der Moderne, wonach es eine vorgegebene Realität oder Welt gäbe, die „abbildend“ oder „repräsentativ“ erkannt werden könne ohne subjektive und kulturelle Konstruktionen (IBA: „Erzeugung geht vor Wahrheit und Objektivität“). IBA unterstützt die Moderne im Streben nach mehr Wissen und Erkenntnis und damit alle forschenden Wissenschaften, insbesondere den so wichtigen interdisziplinären Austausch, doch wegen der unvermeidbaren Subjektgebundenheit ohne jeden Anspruch auf Absolutismen oder endgültige Wahrheiten. IBA kontextualisiert und relativiert Erkenntnis und Wissen mit dem Hinweis auf das schöpferische Subjekt (vergleichbar mit Kant) und nennt gemeinsame Übereinkünfte (etwa bei Moral und Wissen) „ko-konstruierte Erzeugnisse“. Damit enthält IBA – zusammenfassend – kaum prämodernes Gedankengut, viel modernes Denken und noch mehr postmoderne, insbesondere konstruktivistische Einsichten.

 

Ein Beispiel soll helfen: In der wissenschaftlichen Sicht der Moderne existiert ein „Baum“. Der Baum ist ontologisch real. Er existiert auch ohne uns. Er existiert nicht nur in unserer Wahrnehmung. Er ist nicht subjektiv konstruiert oder sozial-kulturell konstruiert. Wir können ihn "wahrnehmen", ihn geistig "abbilden" oder "repräsentieren". Postmoderne Denker bestreiten das: „Nein, der Baum wird subjektiv und intersubjektiv konstruiert, durch unsere Wahrnehmungsorgane.“ Wir sehen nicht EINEN Baum (vorgegeben, real existierend) – wir sehen jeweils individuelle Bäume, wir "bringen sie hervor". Schon Kant fragte, ob sich unsere Erkenntnisse nach den Dingen oder die Dinge nach unseren Erkenntnissen richten würden. Unsere geistig "hervorgebrachten" Baum-Bilder überlagern sich dann irgendwie, so dass wir intersubjektiv scheinbar über "einen" Baum reden können. Dabei sieht dann niemand den Baum auf die gleiche Weise. Die äußere beobachtete Welt ist mithin eine individuelle und intersubjektive Konstruktion des Geistes. Was stimmt nun, was ist wahr?

 

IBA kritisiert beide Positionen, die Moderne wie die Postmoderne. IBA sagt der Postmoderne, dass es ein „bedingtes Eigensein“ aller Phänomene oder Objekte gibt unabhängig von einem menschlichen Beobachter. Ein Baum existiert „aus sich und seinen Bedingungen heraus“ auch dann, wenn niemand hinguckt. Er ist in seinem Sein nicht von uns konstruiert. Das sagt auch die Moderne. Doch die Moderne übersieht, dass unsere Wahrnehmungsorgane „konstruiert“ sind – und ergo auch alle Wahrnehmungen. Der Baum, den wir sehen und erforschen, existiert tatsächlich (was die Postmoderne verneint) – doch in der Form und Art und Weise, wie wir ihn wahrnehmen, ist er unsere geistige Konstruktion (was die Moderne ablehnt).

 

IBA kann beide Positionen kritisieren, weil IBA eine "außerkörperliche" Perspektive berücksichtigt, die weder die Moderne noch die Postmoderne im Gepäck hat. Denn: Aus einer außerkörperlichen Perspektive heraus kann noch immer ein irdischer Baum gesehen werden (weil er ein bedingtes Eigensein hat), doch erscheint der Baum dann nicht mehr in der gewohnten "irdischen" Form: Er gleicht dann eher einem "durchlässigen Schwingungsmuster in Baumform", so etwa. Er wird als "feinstofflich" und "durchlässig" wahrgenommen (das geistige Wesen kann durch ihn hindurchgehen) und oft mit zusätzlichen Effekten ("leuchtende Aura, Töne, Farben"), die unsere irdische Wahrnehmung nicht erfassen kann.

 

Das meine ich, wenn ich sage, IBANETIK fügt prämodernem, modernem und postmodernem Wissen etwas hinzu. Wie könnte dieses "Etwas" bezeichnet werden? Irgendetwas mit "Geist" sollte es schon sein, vielleicht "transzendentes Wissen" oder "geistiges Wissen" oder "außerkörperliche Perspektive". Da dieser "Geist" jedoch in hohem Maße schöpferisch und insofern tatsächlich "erzeugend" ist, zugleich aber auch "individualisiert", also "ICH" zu sich sagt, könnte man auch "schöpferisches ICH-Geistwissen" sagen, welches IBA hinzufügt. Klingt irgendwie schräg, weshalb ich bis auf Besseres gerne bei "IBA-Bewusstheit" oder "erzeugender ICH-Aktivität" oder eben "IBANETIK" bleiben möchte. – Das alles ist ziemlich diffizil, doch es könnte wichtig werden (bedenke die zeitverzögerten Wirkungen auf die Massen).

 

Beginnt nun philosophisch das "schöpferische Zeitalter"?

Das  neue geologische Zeitalter soll "das Anthropozän" heißen. Eine Kommission aus führenden Geologen gab bekannt: Mitte des 20. Jahrhunderts begann das Anthropozän, das Zeitalter des Menschen (die Anthropologie ist die "Menschenkunde", die "Lehre vom Menschen").

Jeder Erdzeit ordnen die Geologen ein typisches Merkmal zu. Dies können Besonderheiten in der Zusammensetzung des Steins sein, eingeschlossene Partikel oder auch Fossilien. Am 16. Juli 1945 explodierte die erste Atombombe der Welt auf dem Testgelände in New Mexiko. Das dabei freigesetzte Plutonium kennzeichnet jetzt den Beginn des Anthropozän. In der Begründung der Geologen heißt es, dass der Mensch durch sein Handeln in den letzten Jahrzehnten unwiderrufliche Spuren in der Erdschicht hinterlassen hat, die noch nach Jahrhunderten sichtbar sein werden.

 

Bricht nun auch ein neues philosophisches Zeitalter an? Könnten die vielen Nahtodberichte und die Erforschung von außerkörperlicher Bewusstheit das "freigesetzte Plutonium" in der Philosophie sein? Noch nie zuvor haben menschliche Erfahrungsberichte über einen vom Körper unabhängig agierenden Geist so viele Spuren hinterlassen wie heute. Immer mehr materialistisch geschulte Wissenschaftler beschäftigen sich mit dem Bewusstsein und halten es immerhin für möglich, dass "da noch etwas ist". Doch wie könnte ein solches neues philosophisches Zeitalter heißen? Sicher nicht "IBANETIK-Zeitalter", doch in diese Richtung sollte es schon gehen.

Vielleicht das "schöpferische Zeitalter"? Gemeint wären damit nicht nur die handfesten irdischen Taten der Menschheit, sondern vor allem ihre geistigen Aktivitäten, ihre geistigen Konstrukte oder Erzeugnisse - und damit eine sich entwickelnde und ausweitende "Denkrichtung", die wir als "schöpferische Selbstbewusstheit" bezeichnen könnten. Das "schöpferische Zeitalter" würde vor allem durch eine neue Identität des Menschen gekennzeichnet sein, durch ein neues Selbstverständnis, ein neues Menschenbild. Ich glaube in der Tat, dass wir Menschen uns allmählich als "geistige Wesenheiten", die auch unabhängig vom Körper existieren werden, erkennen könnten - und dann eben auch als erzeugende Wesenheiten, deren geistige Konstrukte reale Wirkungen hervorrufen. Dieses aufkeimende "schöpferische Zeitalter" müsste dann nur noch eine geistige Bewegung hin zu mehr BEWUSSTER Erzeugung durchlaufen - und, schwupps, schon wären wir bei IBANETIK. - Ob Träume wahr werden?

   

IBA: Die Fülle ko-operierender schöpferischer Geister

Vielleicht kann das Bild vom „lebendigen Kino“ helfen, dieses schöpferische Zeitalter zu erahnen: Nach IBA sind wir alle schöpferische Wesen, die das Bühnenbild betreten und verändern. Doch wir haben - als irdische Verkörperungen - das Bühnenbild nicht erschaffen (was die Postmoderne für möglich hält). Wir verändern das Bild, wir verändern die Drehbücher, wir "wirken". Wir erschaffen nicht DIE Realität, sondern unsere Realitäten INNERHALB einer vorgegebenen Realität. Wer erschafft dann das lebendige Bühnenbild? Woher kommt die größere Realität, in der wir schöpferisch wirkend herumlaufen? 

 

Auch hier versucht IBA Antworten zu geben. Prämoderne religiöse Antworten waren da eindeutig: „Gott hat alles erschaffen, in 7 Tagen“. Solche Antworten sind nichts für IBA. Auch moderne Antworten („der Urknall, die Evolution“) sind nichts für IBA wegen der radikalen Ausklammerung von wirkender Geistigkeit und Bewusstheit. Mit Blick auf den schöpferischen Geist und die von der Postmoderne gelieferte „Intersubjektivität“ oder „kooperative Konstruktion“ führt IBA die Idee ein, dass „viele“ geistige Wesenheiten gemeinsam das Bühnenbild erschaffen. „Viele“ soll hier stehen für vermutlich „Trillionen“ bewusster und schöpferischer Wesen (oder "Einheiten"), die alle geistig kooperieren und interagieren - und zwar außerkörperlich und außerhalb der uns bekannten "Raumzeit" (!). Unsere Welt, unser Universum, wird dann nicht durch geistige Kräfte innerhalb dieses Universums erschaffen, sondern durch "außerkörperliche" Vorgänge, jenseits von Raum, Zeit und Materie. IBA schlägt also ein gigantisches „geistiges Netzwerk“ vor, eine gigantische „gemeinsame Schöpfung“, die von Moment zu Moment am Werk ist. Nicht mehr Gott alleine erschafft alles, sondern Myriaden schöpferischer Einheiten. Natalie Sudman und andere Nahtodler berichten Vergleichbares.

 

IBA: Außerkörperliche Perspektiven betonen den Wert der ethischen Selbsterfahrung

IBA ergänzt die Postmoderne, die an die Stelle des von ihr kritisierten Wahrheitsbegriffs der Moderne nichts Eigenes setzen konnte (außer: "Alles ist konstruiert.") und fügt dem postmodernen Konstruktivismus und ihrer Werte-Relativität (viele sagen auch: Beliebigkeit) den Wert der „schöpferischen Selbsterfahrung“ hinzu. Das ist - neben der außerkörperlichen Perspektive - ein zweites wesentlich neues Element von IBA, gewonnen aus außerkörperlichen Selbsterfahrungen : „Erkenne deine von dir selbst erzeugten Wirkungen, denn sie werden zu deiner Realität. Du erfährst dich in deinen Erzeugnissen, in deinen Wirkungen. Du erfährst die Wirkungen anderer und wirst selbst zu einer Erfahrung für andere. Nicht, ob es wahr oder unwahr, richtig oder falsch ist, ist bedeutsam, sondern wie es wirkt.“ 

 

"Wie es wirkt ..." - wie du auf dich und andere und die Realität einwirkst. Doch wie bewerten wir unsere Wirkungen? IBA ist hier eindeutig: Wir bewerten mittels eines Maßstabes, der in unser aller Wesen liegt. Wir bewerten "subjektiv" - wir sind uns selbst der bewertende Maßstab. Außerkörperliche Berichte schildern immer wieder, dass die Wirkungen der eigenen Gedanken, Worte und Taten auf andere Wesen "gewusst und gefühlt" wurden - und bewertet. Sofort, so die Berichte, konnte unterschieden werden in gute und schlechte Gefühle, in gute und schlechte Wirkungen. Folge: Alle außerkörperlichen Wesen berichten darüber, dass wir doch bitte schön mehr Liebe, mehr Mitgefühl, mehr Rücksicht, mehr Anerkennung und Wertschätzung an den Tag legen sollten. Eine eindeutige ethische Rangordnung, nicht wahr? Keine postmoderne Werte-Beliebigkeit ("Alles ist erlaubt, weil ja nur konstruiert ..."). Sie berichten aber auch: "Nimm das irdische Leben nicht so ernst. Übe dich in Nachsicht, Verzeihung und Vergebung. Alles halb so schlimm ..." 

 

Hier wird eine "wesenhaft" begründete Ethik mitgeteilt, auf Selbsterfahrungen gründend, die gewusst und gefühlt und gelebt werden kann - und soll. Postmoderne Konstruktivisten können aus ihrem relativistischen Denken keine Ethik ableiten und kohärent begründen. Ernst von Glasersfeld, Mitbegründer des "Radikalen Konstruktivismus", sagt dazu: "Der Konstruktivismus kann keine Ethik produzieren“. Dennoch ergäben sich aus dem radikalen Konstruktivismus ethische Konsequenzen, wie etwa, dass die Verantwortung für alles Tun und Denken demjenigen zugerechnet werden muss, der sie tut und denkt: dem einzelnen Individuum (ein IBA-Element). Das Individuum selbst könne also durchaus ethisch handeln. Glasersfeld betont, ihm sei keine Erkenntnistheorie bekannt, aus der Ethik ableitbar wäre.

 

IBANETIK könnte ihm vielleicht geholfen haben, nicht wahr? Für mich liegt noch keine Ethik vor, wenn lediglich erkannt wird, dass "alles Tun und Denken dem Individuum zugerechnet werden muss", weil hier keine Aussagen über die Qualität dieses Tuns und Denkens gemacht werden. Welches Tun, welches Denken? Ich kann dich erschießen oder umarmen, beide Taten können mir zugerechnet werden  - doch die eine soll nicht schlechter als die andere sein? IBA fügt dieser konstruktivistischen Werte-Beliebigkeit "das Wesen selbst" hinzu, das Individuum, und hier insbesondere die außerkörperliche Perspektive, die ein Wesen einnehmen kann. Und dann hören wir klare ethische Rangordnungen, ethische Unterschiede, ethische Bewertungen und Qualitäten: "Dieses ist besser als jenes, und du selbst kannst dies wissen, denn der Maßstab dafür ist bereits in dir, in deinem Wesen." So also führt die wesenhafte Selbsterfahrung direkt zu einer schon in uns allen wirkenden Ethik. Das Gute ist schon in uns. Wir sind wesenhaft "gut".  

 

Ausblick und Abschluss: IBA-Bewusstheit setzt das wesenhafte Gute frei.

Im prämodernen Denken konntest du ein „falsches“ Leben führen (es konnte dir eingeredet werden, mit hierarchischer Kraft und priesterlicher Autorität). Deine Taten und Gedanken konnten „Sünde“ sein, deine Opfergaben an die Götter nicht ausreichend, dein Schicksal die Folge direkter göttlicher Interventionen. In der Moderne konntest du auch ein falsches Leben führen, weil du als unwissend, als ungebildet, als „nur-subjektiv“, als zu emotional bezeichnet wurdest, weil man dir falsches Denken, falsches Verhalten, falsches Fühlen und mangelnde Unterordnung unter die Autoritäten vorwerfen konnte. Die Postmoderne bestraft dich auch, wenn du „Recht haben willst“, auf Wissenschaft und Fakten vertraust, Multi-Kulti und Regenbogen-Fülle ablehnst und auf die Dominanz bestimmter Werte und Prinzipien pochst. Sie bestraft dich, wenn du zu logisch, zu real, zu vernünftig daherkommst und Gefühle nicht wertschätzen willst. Sie redet nicht mit dir, wenn du nicht auch für Harmonie, Verbundenheit, Gleichheit und Einheit bist, wenn du nicht auch alles tolerierst und möglichst nichts bewertest. Nun ja …

 

Bei IBA gibt es kein falsches Leben. Punkt. Keine Verurteilung, keine Ausgrenzung auf Basis bevorzugter Werte oder Wahrheiten. Bei IBA bist und bleibst du „wesenhaft gut, richtig, wahr und schön“ – und erzeugend (lacht). Bei IBA bist du mit-verantwortlich für deine Erfahrungen und mit-verantwortlich für die Erfahrungen, die andere mit dir machen. Bei IBA bist du ein großer Stern, ein göttliches Wesen, eine schöpferische Erfahrung, auch wenn du dich selbst als hässlich, fett, krank, strunzdoof, grottenarm und abgrundtief „böse“ empfindest - oder von anderen so genannt wirst. DU BIST VOLLER WERT - egal, was du tust, wie du bist, wie du aussiehst. Doch IBA ruft dir zu, dass du auf zwei grundlegende Weisen schöpferisch oder erzeugend unterwegs sein kannst: unbewusster oder bewusster FÜR DICH als "verantwortliches Ich". IBA ruft dir zu, dass IN DIR ein moralischer Maßstab existiert, dem du lernen kannst zu folgen - wenn du DIR näher kommst, also deinem Wesen. Menschen, die hier auf Erden für grässliche Taten verantwortlich oder mit-verantwortlich sind, begründen ihre Worte und Taten fast immer (!) mit einem "göttlichen Auftrag", mit einer ihnen "auferlegten Mission", also NICHT MIT SICH. Sie agieren dann IBA-unbewusst. Und ich habe gute Gründe zu der Annahme, dass unsere Welt ein besseres Miteinander und weniger Grausamkeiten erleben wird, je mehr Menschen IBA-bewusst agieren, also mit der wachsenden Erkenntnis, dass SIE SELBST ihre Gedanken, Gefühle, Worten und Taten erzeugen.

 

Das ist IBA, die schöne Botschaft vom schöpferischen Wesen, welches ein Kind Gottes ist, von Gott in eine schöpferische Freiheit entlassen, die schier grenzenlos ist. Sollte sich IBA eines fernen Tages „auf die Massen auswirken“, wie es prämodernes, modernes und postmodernes Denken getan haben und aktuell tun, so stellt sich die interessante Frage: Inwieweit? Ich will hier nicht lange spekulieren, doch ein Wort fällt mir sofort ein: mehr Liebe! Mehr Verständnis! Mehr Wertschätzung! Mehr Miteinander! Mehr Nachsicht! Mehr ICH! Weniger Angst, Furcht, Ohnmacht, Ausreden und Schuldprojektion auf andere. So etwa …