IBA-Sichtweise auf ... die Evolution


Die erzeugte Zeit

"Als geglaubte Konstruktion großartig, als wahres Abbild realer Prozesse jedoch nicht" - so möchte ich hier beginnen. Wie alle Modelle oder Theorien, ist auch die Evolutionstheorie genau das, eine Theorie und als solche eine Konstruktion, eine erzeugte Wahrheit. Vielleicht gibt es DIE Evolutionstheorie nicht, vielleicht existieren viele ähnliche Modelle - doch das spielt hier keine Rolle, denn sie alle haben gemeinsam, dass sie "temporalisierte Prozesse" beschreiben, also Veränderungen und Entwicklungen in der uns bekannten Zeit. Ohne Zeit sind die gängigen Evolutionstheorien, gleich welchen Inhalts, nicht konstruierbar. Dies gilt sowohl für die Evolution der Materie wie auch für die Evolution des Geistes oder der Bewusstheit.

 

"Zeit" wird damit zu einer Konstruktionsbedingung. Nicht nur ich habe aber außerkörperlich eine "andere Zeit" erlebt, eine Art von "Gleichzeitigkeit", sondern viele andere auch. Wie ich gleich zu Beginn der "IBA-Botschaft" sagte, möchte ich hier auf Phänomene wie Außerzeitlichkeit oder Multidimensionalität nicht eingehen, um meine Botschaft nicht unnötig zu verkomplizieren. Deshalb hier nur der Hinweis, dass unsere wohlbekannte Zeit nicht DIE Zeit ist, sondern eine konstruierte Zeit. Selbst unsere Spezialisten, die Physiker, wissen nicht, was Zeit (und Raum) eigentlich ist (siehe ".. auf Physik und Kosmos").

 

Wenn die universelle Zeit nicht "universell" ist, sondern nur eine spezielle Zeit in unserem Universum, dann ist auch sie direkt an das schöpferische Subjekt gekoppelt. Das dürfte der Grund dafür sein, dass wir als Kind ein anderes Zeitgefühl haben als später im Leben. Und diese "Koppelung" dürfte auch der Grund dafür sein, dass wir in veränderten subjektiven Zuständen plötzlich so etwas wie "Gleichzeitigkeit" oder "sehr langsam fließende Zeit" bemerken können. Auch außerkörperlich scheint es nicht DIE Zeit zu geben, sondern ein an die jeweilige Wesenheit gebundene Zeitbemerkung. Ich persönlich glaube, dass Zeit direkt an die Weite und Tiefe unserer Bewusstheit gebunden sein könnte. Wenn wir "bewusstlos" sind, fließt subjektiv überhaupt keine Zeit, alles scheint stillzustehen.

 

Deshalb will ich hier zeigen, dass auch Zeit ein Erzeugnis, eine schöpferische Konstruktion ist. Nicht erschaffen von mir, nicht von dir, nicht von uns allen, sondern von ko-agierenden schöpferischen Kräften, von denen ich mir auch nach meiner Diamant-Erfahrung in meinen kühnsten Vorstellungen kein Bild machen kann. Die jeweilige Zeit scheint mir irgendwie dem Bewusstsein "eingewoben" zu sein. Wie dem auch sei, wenn alle Evolutionstheorien abhängig sind von der Zeit, dann sind sie abhängig von einer "erzeugten Zeit" - und insofern offenbart uns die Evolution nicht temporalisierte reale Prozesse von Veränderung und Entwicklung, sondern unsere eigenen Konstruktionen entlang einer "erzeugten Zeit". Auch hier gilt also: Wir sehen "durch" unsere geglaubten Konstrukte unsere Realität. Damit erschaffen wir sie teilweise mit. Und ich versuche, unser "Sehen" ein wenig zu weiten.

        

Die große Kette: Materie - Leben -Geist

Ohne hier auf "garstige evolutionäre Details" eingehen zu müssen, reicht es völlig aus, die großen Linien zu betrachten, um einige der Inhalte unserer Konstrukte als solche zu erkennen. Die erste große Linie ist die Zeit, denn evolutionäres Denken folgt immer einer einfachen zeitlichen Abfolge: zuerst war Materie, aus der heraus sich das Leben entwickelte, aus dem heraus sich Geist oder Bewusstsein entwickelte. Die "große Kette des Seins" von Materie über Leben zu Geist. Wir haben noch nie eine andere oder gar eine umgekehrte Abfolge beobachtet: Leben - Materie - Geist? Nein. Materie - Geist - Leben? Auch nein. Wie wäre es mit Geist - Materie - Leben? Funktioniert auch nicht.

Die zweite große Linie ist, das Evolution oder Entwicklung ganz offenbar einer "Richtung" folgt. Da ist nicht nur ein Zeitpfeil, sondern auch ein Richtungspfeil, eine Orientierung "irgendwohin". Damit bekommt Evolution ein Ziel, einen Zweck, einen Sinn, ein Wozu. Eine ziellose, chaotisch mäandernde Evolution passt nicht zum Begriff der "Entwicklung" - und wo keine Entwicklung, da auch keine Evolution. Welchem großen Ziel könnte die Evolution entgegenstreben? Nun, bei der großen Kette scheint es eine Bewegung von der unbewussten Materie über das teilbewusste pflanzliche und tierische Leben hin zu dem bewussteren, geistigeren Leben des Menschen zu geben. Demnach "steuert" die Evolution "auf uns zu". Fügt man nun noch den Gedanken hinzu, dass Evolution vermutlich mit uns nicht einfach so aufhört, dann könnte einem die Idee kommen, dass auch wir nur ein vorläufiges Stadium sind. Wie auch immer, die allgemeine Richtung scheint klar: hin zum Geist, zu mehr Bewusstheit. Und deshalb scheint auch für die individuelle, persönliche Entwicklung das "hin zu mehr Bewusstheit" eine gute Empfehlung zu sein - schließlich würde sie dem evolutionären Pfad folgen.

 

Doch was, wenn nicht nur unsere Zeitwahrnehmung eine erzeugte Wahrnehmung ist, sondern auch die von uns vermutete evolutionäre Richtung sich als eine Konstruktion herausstellen würde? Was, wenn wir der Wirklichkeit nicht nur "Evolution" als gedankliches Konstrukt hinzufügen, sondern auch die Richtung, die Orientierung, das Wozu? Was, wenn "Entwicklung" etwas ganz anderes wäre als "hin zu mehr Geist, mehr Bewusstheit"? 

Aus meiner Sicht ist sie das. "Entwicklung" habe ich außerkörperlich als eine "schöpferische Selbsterfahrung" verstanden. Das Ziel: Jedes schöpferische Wesen soll sich selbst in zunehmender Weise als kreativ, erzeugend und wirkend erfahren - und dies nicht nur individuell, sondern auch kollektiv, als Teil einer ko-erzeugenden Gemeinschaft. Etwas irdischer formuliert: ERFAHRUNG ist das Ziel, nicht Bewusstseinserweiterung. Genauer: Die Selbsterfahrung als schöpferisches Wesen ist das Ziel - und diese Erfahrung können wir auf Erden nur und ausschließlich innerhalb zweier "Pole" machen: Wir können - der eine Pol - total unbewusst für unser schöpferisches Wesen agieren (Geburt, Kindheit) und wir können - der andere Pol - extrem bewusst für unsere schöpferische Natur agieren. Deshalb sagte ich mit IBA: "Ich glaube, dass meine (und unsere) Entwicklung von IBA-unbewusst hin zu IBA-bewusst verläuft".

    

Wichtiger als Bewusstheit ist die schöpferische Selbsterfahrung.

Doch diese Entwicklung entlang des Spektrums "IBA-unbewusst zu IBA-bewusst" ist nicht das eigentliche Ziel, wie ich in Kap. 10 zu sagen versuche. Meine Botschaft an alle lautet nicht: "Werdet alle IBA-bewusster", auch wenn ich das hier oft genug betone. Warum nicht? Nun, weil ich erlebt habe, dass Bewusstheit - gleich welcher Ausprägung - gewissermaßen nur Mittel zum Zweck ist. Der Zweck aber ist die schöpferische Selbsterfahrung.

Diese Erfahrung machen wir aber nun alle, egal, ob wir unbewusster oder bewusster agieren. Selbst die Erfahrung als komatöser Patient gewinnt so ihren Wert. Auch die Erfahrung, mit "schweren genetischen Defekten" geboren zu werden, wird dann eine kostbare Selbsterfahrung (und gleichzeitig zu einer Erfahrung für andere Wesen). Wir ehren das Genie und missachten den Idioten - und mit IBA will ich sagen, dass beide Lebensformen zu wertvollen Selbsterfahrungen der innewohnenden Wesenheiten führen. Wie Natalie sagte: "Jede Erfahrung ist wertvoll".

 

Deshalb ist meine "große Kette" eine andere. Schöpferische Einheiten, schöpferisches Bewusstsein, schöpferische Wesenheiten erfahren sich hier in der irdischen Dimension, und sie tun dies aus einer außerzeitlichen Bewusstheit heraus ko-erzeugend. Sie erfahren SICH in der scheinbar unbelebten Materie, in der Pflanze, im Tier, und im Menschen. Sie erfahren sich "wirkend", sowohl individuell wie als diverse Kollektive. Auch das könnte "Evolution" sein.

 

Wer einem "Stufen-Konzept" vom evolutionären Bewusstsein folgen möchte, soll dies gerne tun - er wird damit seine Erfahrungen machen (lacht). Doch er könnte wissen, dass er einem erzeugten und von ihm geglaubten Konstrukt folgt. Vielleicht gewinnt das eigene Bemühen und das eigene Leben dann eine leichtere, spielerische, freudigere Note. Es spielt wirklich keine Rolle, auf welcher "Stufe" du zu stehen glaubst - deine Selbsterfahrungen sind viel wichtiger, ob nun bewusst oder unbewusst herbeigeführt. Bewusster scheint mir jedoch besser zu sein, denn dann nimmt das Selbsterfahrungsspiel eine noch leichtere und freudigere Note an.