IBA-Sichtweise auf ... den Körper


Das lebendige Fleisch

"Mein Körper hebt den Arm, weil ich die Absicht habe, ihn zu heben."

 

Dieser harmlose Satz enthält eine völlig andere Sicht auf den materiellen Körper. Ich will damit sagen, dass mein Körper niemals seinen Arm heben würde ohne einen geistigen Impuls. Er würde sich als Ganzes niemals bewegen ohne eine geistige Wirkung. Mein Körper ist "empfänglich" für meine geistigen Impulse. Doch er soll ja aus Materie bestehen, aus Atomen und Molekülen. Wie kann er dann für geistige Impulse "empfänglich" sein?

 

Nun, eine naheliegende Antwort könnte lauten: "Weil er aus lebendigen, empfänglichen Atomen und Molekülen zusammengesetzt ist." Und in dieser Antwort entzünden sich alle weiteren Diskussionen natürlich mehr am Adjektiv "lebendig" als an "empfänglich". Dass die Materie "empfänglich" ist, ist trivial, weil es zunächst nur bedeutet, dass sie "wechselwirkt" mit äußeren Einflüssen. In der Quantenphysik erkannten unsere Forscher zum ersten Mal, dass auch subatomare Teilchen mit den Messgeräten wechselwirkten, dass also die Messung oder die "Beobachtung" das Messergebnis beeinflusst. Vereinfacht gesagt: Die Messung "vernichtet Resonanz" und aus der Wellen- oder Wahrscheinlichkeitsnatur von Quantenobjekten entsteht eine Teilchen- oder Partikelnatur. Und die Messung des Teilchens verändert entweder seinen Ort oder seinen Impuls - wir können das Teilchen niemals exakt beschreiben (die Heisenbergsche "Unschärferelation").

 

Nicht so trivial ist die Frage, ob und wie die Materie auch mit geistigen Effekten wechselwirkt, also etwa mit unseren Gedanken, Absichten und sonstigen Erzeugnissen. Nun, dass umgekehrt der körperliche Zustand einen Einfluss auf unsere geistigen Fähigkeiten hat, scheint mir unbestritten: Du denkst anders (wenn überhaupt noch), wenn du deinen Körper mit Alkohol oder Drogen abgefüllt hast. Doch wie sieht es andersherum aus? Wirken geistige Erzeugnisse auf den Körper?

 

Mein Arm hebt sich nicht "von allein" und er hebt sich auch nicht, weil der Körper den Arm heben "will". Er hebt sich als direkte Folge eines vom Geist ausgehenden Impulses (der zumeist unbemerkt bleibt, aber bewusst erlebt werden kann). Forschungsbereiche wie die "Psychosomatik" oder die "Placebo-Forschung" interessieren sich für diese geistigen Wirkungen. Ich glaube, heute stimmen viele Menschen der Aussage zu, dass Gedanken auf den eigenen Körper wirken. Der Punkt ist, nur dass sie damit auch dem Satz zustimmen müssten, dass der eigene Körper für "Energie + Information" empfänglich sein muss. Denn was immer wir auch unter "Gedanken" verstehen wollen, auf diese beiden Phänomene werden wir bei unserem Verständnis für das, was ein Gedanke sein könnte, nicht verzichten können.

 

Wenn wir heute ein "Elektroenzephalogramm" (EEG) erstellen und die von der Gehirnaktivität ausgehenden "Gehirnwellen" messen (eingeteilt zumeist in Delta-, Theta-, Alpha-, Beta- und Gammawellenbereiche), dann messen wir keine Gedanken, Absichten, Ideen oder Wünsche. Wir messen "Energie" (in Form von elektromagnetischen Frequenzen), aber keine "Information". Wir können von außen dem Gehirn nicht (!) beim Denken zuschauen (ein weit verbreiteter Irrtum) - wir können von außen nur sehen, welche Aktivitäten und Frequenzen das Denken im Gehirn verursacht. Nicht das Gehirn aktiviert den Gedanken - der Gedanke aktiviert das Gehirn. Doch welche "Information" der Gedanke transportiert, kann durch rein energetische Messungen niemals dekodiert werden. Ein messender Neurologe wird dir sagen können, dass du wohl geträumt haben musst, aber er wird dir niemals sagen können, was du geträumt hast. Wie ein Gedanke nun die Gehirnmaterie aktivieren kann, kann er auch den Arm aktivieren. Wie also "weiß" der Arm, dass es Zeit wird, sich zu heben? Antwort: Er muss für "Energie" empfänglich sein und er muss "Information verstehen" können. 

 

Wer eine Musik-CD hört, wechselwirkt ebenfalls körperlich und geistig mit "Energie + Information". Im Raum breitet sich wellenförmig eine bestimmte Energie aus ("Schall"), und diese Energie transportiert Information (die Musik). Den Schall können wir rein energetisch messen - die Musik-Information nicht. Um die Melodie "verstehen" zu können, braucht es neben einem Detektor für Energie auch ein Empfangsgerät für Information: nach allem, was wir heute wissen, muss dieses "Gerät" geistiger Natur sein. Ich sage daher: Wir können mit unseren Körpern nur deshalb Musik hören, weil "Geist im Körper ist" - andernfalls könnten wir die Information nicht aufnehmen. Wenn "Geist im Körper" ist, ist Geist auch im Arm - und deshalb reagiert er auf die geistige Absicht und hebt sich.  

 

Pim van Lommel („Endloses Bewusstsein - Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung", Knaur 2013) drückt es so aus: „Der Mensch ist offenbar mittels seines Bewusstseins in der Lage, die anatomischen Strukturen und die damit zusammenhängenden Funktionen des eigenen Gehirns zu verändern. <The mind can change the brain.> ... Daher ist es wohl nicht richtig zu behaupten, das Bewusstsein wäre allein das Produkt der Gehirnfunktionen". (S. 242) Nun, ich spüre, wie selbst er noch mit sich und seinen Glaubenssätzen ringt, sonst würde er etwas genauer und mutiger formulieren, denn sein ganzes Buch ist ein einziger Hinweis auf "geistige Verursachung". Meine kleine IBA-Korrektur: Nicht "mittels seines Bewusstseins" ist der Mensch in der Lage, das eigene Gehirn zu verändern, sondern "mittels seiner erzeugenden Kräfte", mittels seiner schöpferischen Natur. "Bewusstsein" ist keine "Kraft" im eigentlichen Sinne, Bewusstsein erzeugt nicht - Bewusstsein ist eine Fähigkeit, sich selbst dabei zu bemerken. Wie ich an anderer Stelle ausführte, wurde und wird Bewusstsein fast immer nur als "wahrnehmend" beschrieben, nicht jedoch als "aktiv erzeugend". Damit formuliere auch ich etwas ungenau: Was ich meine, ist, dass Bewusstsein die erzeugenden Fähigkeiten des eigenen Wesens bislang kaum bemerkt hat - und mit einer erweiterten IBA-Bewusstheit verwandelt man diese "erzeugende Unbewusstheit" in die Selbstbemerkung als schöpferische Wesenheit.   

 

Informationen aktivieren Nerven

In meiner Diamant-AKE habe ich erlebt (am eigenen Geist-Körper), wie meine Gedankenformen mit mir wechselwirkten, wie ich sie erzeugte, wie sie Formen und Farben annahmen, wie sie sich als energetische "Nebel" bewegten und mit meinem geistigen Körper "verschmolzen", wie ich also meine eigenen Erzeugnisse am eigenen "Leibe" spürte. Exakt so spüren wir unsere Gedanken im irdischen Körper, nur nennen die meisten Menschen diesen Einfluss dann "Gefühl" (und ich sagte, dies nur, weil ihnen die ursprüngliche Gedankenform nicht bewusst ist). Der eigene Körper ist die erste "Echo-" oder Resonanzstation für unsere geistigen Erzeugnisse. Viele Menschen glauben irrtümlich, dass ihre Gefühle "vom Körper kommen", also dort verursacht würden, weil ihnen nicht bewusst ist, dass sie mittels des Körpers die energetische Stärke ihrer Gedanken fühlen.

 

Der Arm hebt sich daher nicht, weil das aktivierte Gehirn irgendwelche energetischen Reize über die Nervenbahnen an den Arm weiterleitet. Dieses Modell ist zwar ein hilfreiches mechanisches Konstrukt, doch es hat nur "Energie" oder "Reize" im Blick, nicht jedoch "Information". Information aber fließt nicht wie Wasser hübsch brav durch fest verlegte Rohre. Ähnlich wie bei der Musik, die sich mit ihrer Information im ganzen Raum ausbreitet, breitet sich auch ein Gedanke oder eine Absicht "überall" aus, in alle Richtungen, wellenförmig und mit ihrer Information. Der Gedanke fließt nicht nett verdichtet als Informationspaket die Nervenbahnen entlang. Der Gedanke wechselwirkt im Moment seiner Entstehung mit dem gesamten Körper; die geistig erzeugte Information erreicht ihn überall gleichzeitig (ähnlich wie laute Musik den ganzen Körper "packen" kann). Alle Körperzellen sind fähig, die Informationen aufzunehmen - doch nur der gewollte Arm hebt sich, das linke Bein nicht. Dies bedeutet: Jede Zelle ist, was immer sie sonst noch ist, "geistig", ist empfänglich nicht nur für Energie, sondern vor allem für Informationen. Es liegt auf der Hand, dass dann auch die Atome und Moleküle, die die Zelle bilden, empfänglich für Informationen sind. Wenn ein Arm sich bewegt, ist es eine Information, die die entsprechenden körperlichen Vorgänge auslöst (Nerven, Muskeln, Sehnen etc.).  

 

Ich kenne also ein "lebendiges" Fleisch, einen "geistigen" Körper. Das ist meine IBA-Sicht auf den Körper. Und sie kann, wenigstens teilweise, überprüft werden. Ich weiß, dass viele Menschen nicht zufrieden sind mit ihrem Körperbild: Sie glauben, zu dünn oder zu dick zu sein. Ich schlage daher ein interessantes "Geist-Ganzkörper-Experiment" vor (welches ich selbst, neugierig wie ich nun mal bin, natürlich schon erfolgreich gemacht habe): Verändere dein Körperbild nur mit der Kraft deiner Gedanken.

    

Geist formt Körper.

Ich habe in 8 Wochen ca. 10 Kg Gewicht abgebaut (von 107 runter auf 97 Kg bei 189 cm Größe). Ich tat dies mühelos, ohne strenge Disziplin, ohne spezielle Diät, ohne intensiven Sport (den ich als ehemaliger Leistungssportler liebend gerne gemacht hätte). Was nicht so mühelos war, war der innere Prozess, der mich einige Wochen geistige Arbeit kostete. Was tat ich? Ich erzeugte ein neues Körperbild in meiner Vorstellungskraft.

 

Was sich so leicht anhört, ist nicht so leicht. Das aktuelle Körperbild (bei mir die üppige 107 Kg) war ja kein Zufall, sondern der optimale Ausdruck innerer Bilder durch meinen Körper. Mit meinem füllig gewordenen Körper signalisierte ich nach außen einen Teil meiner selbst-erzeugten Innerlichkeit. Die von mir im Körperbild versteckten Botschaften waren: "Ich will mich nicht mehr groß bewegen und im Leben aktiv sein. Der Buddha-Bauch ist gut. Ich stehe für Ruhe und Gelassenheit. Nichts ist mehr wirklich wichtig. Meine aktiven Zeiten sind vorbei." So etwa. Ich rede hier nicht von einem Gedanken, sondern von einem Bündel miteinander verwobener und sich gegenseitig stützender Bilder und Glaubensinhalte - und ich musste sie alle neu ordnen und musste neue Stimmigkeiten erzeugen, um mir ein anderes Körperbild glaubhaft vorstellen zu können. Wozu schlanker werden? Wozu beweglicher? Wozu aktiver? Was willst du im Leben mit dem neuen Körper? Hätte auch nur eine Komponente nicht gepasst, das ganze Bild wäre nicht lebendig, nicht kraftvoll und nicht wirkend geworden.

 

Dazu brauchte ich mehrere Wochen. Im Juli, mitten im Ungarn-Urlaub, war es dann soweit: Das neue Körperbild ("So will ich zukünftig sein ...") war nicht nur ein Körperbild, es war ein "Seins-Bild" - und dieses neue Bild "leuchtete" nun in mir, ich konnte es fühlen und es kaum erwarten, mich so zu sehen. Ich sagte zu meiner Frau mitten im Urlaub: "Wenn wir wieder zu Hause sind, werde ich abnehmen und meinen Körper verändern. Am 18. September, also in 9 Wochen, beginnt meine Tennis-Saison in der Halle. Dann werden die Jungs aber Augen machen, dann werde ich nur noch 97 Kg wiegen." Ich war mir "absolut" sicher, dass es genau so kommen würde. - Und es kam genau so.

 

Ohne dieses starke, gewollte und erhoffte neue Seinsbild wäre ich den vielen Versuchungen durch leckeres Essen, gemütliche Sofas und meditative Passivität sicher erlegen. Die alten Gewohnheiten hätten sich gemeldet - ich hätte die alten Gedankenformen erneut erzeugt. So aber fing ich an - geführt durch das neue Bild - meine Ernährung ein wenig zu verändern. Mühelos, ohne Pläne oder Diäten. Fast schien es mir so, als ob das innere Bild zu mehr Obst, Salaten und Gemüse griff - und nicht ich (lacht). Schon nach einer Woche schmeckte mir keine Schokolade mehr, Süßes wollte auch nicht mehr zu mir passen usw. - das innere Bild "wirkte". Nach 14 Tagen verspürte ich Lust auf ein wenig Hanteltraining und gönnte mir 30 Minuten täglich. Mehr nicht. Die Kilos purzelten. Heute, wo ich dieses hier schreibe, stehe ich bei 95,6 Kg und verspüre Freude, bei 92 Kg zu landen. Ich werde keinen Jojo-Effekt erleben. Das erleben nur Menschen, die ohne stabiles und freudiges inneres Bild eine Diät beginnen - und dann wissen sie in aller Regel schon nach zwei Tagen, dass sie eigentlich keinen Bock darauf haben.

 

Ich finde interessant an diesem geistigen "Ganzkörperbild"-Experiment, dass die im Bild steckenden geistigen Informationen nicht an einzelne Organe oder Körperteile gerichtet waren, sondern an den Körper als Ganzes. Wie der Arm fähig ist, die für ihn bestimmte Information umzusetzen (während das Bein sich glücklicherweise nicht hebt), hätte ich alternativ Informationen etwa nur für den Bauchbereich erzeugen können: Nicht "hebe dich", sondern "verschlanke dich" (lacht). Das tat ich nicht. Kein "Bauch-Bild". Das hätte bei mir nicht funktioniert (bei anderen vielleicht). Ich "sprach" mit dem ganzen Körper, erzeugte ein neues Bild für ihn als Ganzheit - und er folgte diesen Informationen wie der Arm nur der für ihn bestimmten Bewegungsabsicht folgte. Wo die Grenzen dieser geistigen Wirkungen liegen und welche noch unerschlossenen Möglichkeiten hier versteckt liegen, wird die Zukunft uns hoffentlich zeigen.  

 

Der Geist wirkt und formt, von innen nach außen, mittels Information und Energie. Wie man diese geistige Wirkkraft etwa im Leistungssport einsetzen kann, will ich im Essay "... auf Leistungssport" beschreiben.