IBA-Sichtweise auf ... Bewusstsein


Bewusstsein erzeugt nicht und ist nicht wahrnehmend.

"Bewusstheit heilt", "Bewusstsein erschafft die Realität", "Bewusstsein tut dies und das ..." - derartige Behauptungen überfluten das Netz und die moderne spirituelle Szene.  Auch ich habe oft vom "wahrnehmenden" und vom "erzeugenden" Bewusstsein gesprochen und damit den ungenauen Eindruck verstärkt, das Bewusstsein sei das fundamentale agierende Etwas. In aller Deutlichkeit hier meine sprachliche Korrektur: Nicht das Bewusstsein tut irgendetwas, sondern die geistige Wesenheit.

 

Wer sich selbst spirituell entwickeln möchte, sollte irgendwann den fundamentalen Unterschied zwischen Wesen und Bewusstsein (oder: zwischen Wesenheit und Bewusstheit) erkennen, überprüfen und bestätigen können. Bewusstsein ist nicht die wahrnehmende Instanz - Bewusstsein ist die Fähigkeit, sich selbst als wahrnehmend zu bemerken. Bewusstsein ist auch nicht die erzeugende Instanz - Bewusstsein ist die Fähigkeit, sich selbst als erzeugend bemerken zu können. Bewusstsein ist nicht das aktive Wesen - Bewusstsein ist die dem Wesen eigene Fähigkeit, sich selbst zu bemerken. Bewusstsein ist Selbstbemerkung. In IBA-Sprache: Bewusstsein ist ICH-Bemerkung.

 

Lebendig, aktiv, schöpferisch, erzeugend, wahrnehmend ist nicht das Bewusstsein, sondern die geistige Wesenheit, das ICH des Menschen. Das ICH ist wahrnehmend. Das ICH ist erzeugend. Das ICH ist geistig aktiv. Und dieses ICH-Wesen kann SICH SELBST dabei bemerken; es kann sich seiner geistigen Aktivitäten bewusst sein.

 

Bewusstsein heilt daher nicht, sondern das ICH-Wesen heilt. Bewusstsein erschafft nicht die Realität, sondern bemerkt, wie Realitäten erschaffen werden. Bewusstsein nimmt nicht wahr, sondern die geistige Wesenheit nimmt wahr. Bewusstsein ist die wesenseigene Fähigkeit der Selbstbemerkung. Wer sein Bewusstsein entwickeln möchte, sollte also diese Fähigkeit trainieren, erweitern, vertiefen, schärfen. Wer bewusster FÜR SICH SELBST wird, wird selbst-erkennender. Er erkennt immer mehr VON SICH. Und wen erkennt er da? Richtig, sich selbst als wahrnehmende und erzeugende Wesenheit.

 

Die Schulung der Selbstbewusstheit bewirkt zunächst ... nichts. Nichts ändert sich, wenn ich selbstbewusster werde. Denn Bewusstsein "bewirkt" nichts. Vom Bewusstsein gehen keine Wirkungen aus. Trainiertes oder erweitertes oder geschultes Bewusstsein bemerkt jedoch immer besser, klarer, genauer, feiner und umfassender, von wem Wirkungen ausgehen und von wem nicht. Der geschultere Blick auf das eigene Wesen führt dazu, dass man dann auch das Wesen gegenüber immer besser erkennt. Der Blick auf mich verbessert meinen Blick auf dich. Wenn ich mir besser in die Seele schauen kann, kann ich auch besser in deine Seele schauen: erkennender, wissender, mitfühlender, verstehender.

 

Der IBA-bewusstere Mensch eignet sich daher vorzüglich als seelischer Begleiter, als spiritueller Wegweiser und Ratgeber für diejenigen, die SICH SELBST noch nicht so genau und fein erkannt haben. All das wird dem spirituell Suchenden jedoch verborgen bleiben, solange das Bewusstsein fälschlicherweise als aktive Instanz beschrieben wird - denn dann bleibt die eigentliche Instanz unerkannt. Lerne also, zwischen dir und deiner Selbstbewusstheit zu unterscheiden. Bei IBA trainieren wir beides: das erkennende Bewusstsein und die fundamentale aktive Kraft, die geistige Wesenheit, das wahrnehmende und erzeugende ICH. Wer sich nur auf das Bewusstsein konzentriert, wird keine nennenswerten Fortschritte im eigenen Dasein machen. 

 

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