Kontraste - was IBANETIK nicht ist


"IBANETIK ist eine Liebesbotschaft der gewollten Machtlosigkeit über andere Menschen.

Die Liebe zeigt sich im gleichwertigen, bewussten schöpferischen Miteinander.

Sobald du keine Macht mehr über andere haben möchtest, wirst du voller Eigenmacht sein.

IBANETIK ist keine esoterische "Geheimwaffe" zur bewussten Kontrolle der Welt.

IBA lehrt dich erzeugende Eigenmacht -

und wenn du diese besitzt, wozu dann noch Macht über andere Menschen haben wollen?

Du weisst doch, dass auch sie erzeugende Wesen sind, und nur sie selbst sich verändern können, oder?"

(CR)  

 

Unterschiede zu erkennen, hat mir stets geholfen, bewusster zu werden. Ohne Nicht-ICH gäbe es kein ICH, ohne hell kein dunkel und umgekehrt. Bedeutetes braucht Andersbedeutetes, um bemerkt zu werden wie das Sinnvolle die Sinnlosigkeit braucht (die eben darum ihren Sinn gewinnt, ergo nicht sinnlos sein kann). Deshalb möchte ich hier einige Bedeutungen von IBANETIK im Vergleich mit anderen Konzepten, Ideen und Konstruktionen noch etwas sichtbarer machen. Ich sage nicht, dass IBANETIK bedeutend ist und andere Konzepte unbedeutend - das ist nicht meine Sicht. Ich sage: "Hier ist die Bedeutung von IBA und dort sind andere Bedeutungen". Diese Aussage möchte ich nicht als relativierende Beliebigkeit oder als "multikulturellen Relativismus" missverstanden wissen. Denn wenn ich bestimmten "Bedeutungen" folge und anderen nicht, dann folge ich bestimmten Konstruktionen - und diese sind es, die "wirken" und mich verschiedene Erfahrungen machen lassen. Ich achte also auf die von mir geglaubten Konstruktionen und auf diejenigen Bedeutungen, die ich selbst erschaffe - denn damit erschaffe ich mir tatsächlich einen spürbaren Teil meines Lebens. Und das ist nicht beliebig, nicht wahr? Also: Bedeutungsunterschiede zwischen Konzepten zu erkennen, hilft dir, BEIDE besser zu verstehen - und dich gleich mit. Viel Vergnügen ...    


Verallgemeinernde Wir-Sprache

"Vom Gedanken zum Denken - Gedanken über das Denken. Wir wissen ebenso wenig, wie wir denken, wie wir beim Sprechen eine Bewusstheit über die Tätigkeit der Sprachorgane haben. Was uns bewusst wird, ist der fertig-gedachte Gedanke, das Wie seines Zustandekommens ist uns verborgen. Das kann zweierlei Gründe haben. Wir sind im Prozess des Denkens nicht bewusst - das wäre schon Grund genug, über sein Wie im Dunkeln zu bleiben. Der andere Grund könnte sein, dass wir im Denken so aufgehen, so identisch mit dem Prozess sind, dass keine beobachtende Instanz übrig bleibt. Besinnung 1: Wir wachen im Bewusstsein auf, wenn das Denken schon vorbei und in Stillstand ist: im Gedachten." (von mir nicht genannter Autor)

 

Mein Kommentar: Diesen Text empfinde ich als Hemmnis für die Entwicklung der Bewusstheit, weil ich glaube, dass viele Menschen ihn lesen mit dem Gedanken: "Ah, so ist das ..." - Doch so ist es nicht. So ist es für diesen Autor. Das ist, was er erzeugt.

 

Erste Übersetzung in ich-aktive IBA-Sprache (das "Ich" spricht)

"Meine Gedanken über mein Denken. Ich weiß ebenso wenig, wie ich denke, wie ich beim Sprechen eine Bewusstheit über die Tätigkeit meiner Sprachorgane habe. Was mir bewusst wird, ist der fertig-gedachte Gedanke, das Wie seines Zustandekommens ist mir verborgen. Dafür kann ich zweierlei Gründe finden. Ich bin im Prozess des Denkens nicht bewusst - das wäre schon Grund genug, über mein Wie im Dunkeln zu bleiben. Der andere Grund könnte sein, dass ich im Denken so aufgehe, so identisch mit dem Prozess bin, dass ich mich dann nicht mehr beobachten kann. Besinnung 1: Ich wache im Bewusstsein auf, wenn mein Denken schon vorbei und in Stillstand ist: im Gedachten."

 

Mein Kommentar: Diesen in Ich-Sprache formulierten Text empfinde ich als hilfreich für die Entwicklung der Bewusstheit, weil er mir "Spielräume" lässt. Ich denke: "Ah, so geht ihm das. Bei mir könnte es anders sein ..." Der Text "zwingt" mir keine Schablone auf; er ermutigt mich, meine eigenen Beobachtungen zu machen und diesen zu vertrauen.

 

Zweite Übersetzung in ICH-aktive IBA-Sprache (das "ICH" spricht)

"So erlebe ICH mein Denken: ICH weiß mehr darüber, wie ich denke, als darüber, wie ich beim Sprechen meine Sprachorgane betätige. MIR ist nicht nur der fertig-gedachte Gedanke, sondern auch das Wie seines Zustandekommens bewusst. Dafür finde ich in mir zwei Gründe: ICH bin während des Prozesses meines Denkens bewusst - das wäre schon Grund genug, um das Wie beobachten zu können. Der andere Grund ist, dass ICH im Denken nicht aufgehe, nicht identisch mit dem Denk-Prozess bin, so dass ICH auch meine erzeugende Aktivität bemerke. Besinnung 1: ICH bin bewusst, während ICH meine Gedanken erzeuge - ICH bin zu MIR erwacht." 

 

Mein Kommentar: Diesen in ICH-Sprache verfassten Text empfinde ich als völlig selbstverständlich. Aus meiner früheren Bewusstheit heraus hätte ich ihn vermutlich verstanden als eine Ermutigung, dass "da noch mehr geht" - schließlich beschreibt dieser komische Typ genau das.


Empowerment

Mit Empowerment (von engl. empowerment „Ermächtigung, Übertragung von Verantwortung“) bezeichnet man Strategien und Maßnahmen, die den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben von Menschen oder Gemeinschaften erhöhen sollen und es ihnen ermöglichen, ihre Interessen (wieder) eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten. Empowerment bezeichnet dabei sowohl den Prozess der Selbstbemächtigung als auch die professionelle Unterstützung der Menschen, ihr Gefühl der Macht- und Einflusslosigkeit (powerlessness) zu überwinden und ihre Gestaltungsspielräume und Ressourcen wahrzunehmen und zu nutzen. Voraussetzungen für Empowerment innerhalb einer Organisation sind eine Vertrauenskultur und die Bereitschaft zur Delegation von Verantwortung auf allen Hierarchieebenen, eine entsprechende Qualifizierung und passende Kommunikationssysteme. Der Begriff Empowerment wird auch für einen erreichten Zustand von Selbstverantwortung und Selbstbestimmung verwendet; in diesem Sinn wird im Deutschen Empowerment gelegentlich auch als Selbstkompetenz bezeichnet. (Quelle: Wikipedia, Stand: 21.09.2020)

 

IBANETIK vs. Empowerment

Empowerment (EPM) setzt ein Defizitbewusstsein voraus, welches durch Stärkenbildung kompensiert werden soll. Was ein "Defizit" ist, wird dabei oft von den Experten (in guter Absicht) definiert und von psychisch schwachen Menschen selten problematisiert. Der angeblich "defizitäre" Klient übernimmt gerne diese Bewertungen, wie er auch die gesellschaftlich definierten Defizite akzeptiert.

 

IBA kennt keine psychischen oder verhaltensbasierten Defizite, sondern wirkende, selbst-erzeugte und IBA-unbewusste Konstrukte, an die nicht nur der Klient glaubt, sondern auch Experten und Gesellschaft. Bei IBA verbietet dir niemand, schwach oder stark, faul oder fleißig, dick oder dünn oder was auch immer zu sein. Im Gegenteil: Du wirst aufgefordert, diese Phänomene bewusst zu erzeugen (!).

 

EPM sagt pointiert: "Sei nicht mehr defizitär, verwandle alles in Stärken." IBA sagt: "Sei bewusst defizitär, dann bist du stark. Willst du das, was du erzeugst und als defizitär bewertet hast, behalten, dann behalte es - nur ab jetzt bewusst. Willst du es nicht mehr behalten, versuche, ein neues Konstrukt zu erzeugen."

 

Mehr Unterschied geht kaum. IBA spricht Defizite nicht als Defizite an, sondern als sinnvolle, berechtigte und geglaubte Konstruktionen. Da sie als eigene Konstruktionen (oder Glaubenssätze) weitgehend unbewusst blieben ("IBA-unbewusst"), bleibt auch weitgehend unbewusst, dass der angeblich defizitäre Mensch mittels seiner Konstruktionen intensive Selbsterfahrungen macht - Erfahrungen, die Wesen mit anderen Konstruktionen nicht machen. Wird ein Defizit erst einmal als "stehende Wahrheit" anerkannt, werden andere Fähigkeiten dieser Menschen oft nicht mehr gewürdigt. So haben etwa bei IBA autistische Menschen keine Defizite (emotionale, soziale), sondern sie gewinnen wertvolle Erfahrungen zu Lasten anderer Erfahrungsbereiche - und werden durch ihre "Spezialisierung" zur wertvollen Erfahrung für andere.  


NLP, Reframing (Umdeutung) 

Das Neuro-Linguistische Programmieren (kurz NLP) ist eine Sammlung von Kommunikationstechniken und Methoden zur Veränderung psychischer Abläufe im Menschen, die unter anderem Konzepte aus der klientenzentrierten Therapie, der Gestalttherapie, der Hypnotherapie und den Kognitionswissenschaften sowie des Konstruktivismus aufgreift. Die Bezeichnung selbst soll ausdrücken, dass Vorgänge im Gehirn (Stichwort: „Neuro-“) mit Hilfe der Sprache (engl. linguistic = „sprachlich“) auf Basis systematischer Handlungsanweisungen änderbar sind ...

 

Unter Reframing wird im NLP die Darstellung eines Sachverhalts vor dem Hintergrund eines neuen oder veränderten Rahmens verstanden. ... Häufig verändert sich die Bedeutung oder die Bewertung, die Menschen einem Sachverhalt geben, wenn Sie den Sachverhalt vor einem neuen Hintergrund wahrnehmen. Wenn ein Ereignis oder ein Erlebnis als negativ oder belastend empfunden wird, kann ein Rahmen hilfreich sein, vor dessen Hintergrund sich zusätzliche, positive Aspekte ableiten lassen. So kann ein gebrochenes Bein ausschließlich als Einschränkung gesehen werden. Die nicht zu verändernde, gewonnene Immobilität kann jedoch auch genutzt werden, um negativen Verpflichtungen zu entgehen.

 

Bei einer Angstsituation kann Reframing eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit von der angstbeladenen Vorstellung abzuwenden und die positiven Aspekte der Angstsituation zu betonen. Manche Menschen zum Beispiel befürchten, wenn sie lachende Menschen hören, dass diese sie vielleicht auslachen. Ein hilfreiches Reframing könnte sein, gemeinsam zu entdecken: „Menschen lachen manchmal auch dann, wenn sie einfach gut gelaunt sind.“ Der als unangenehm empfundene Sachverhalt ist hier „lachende Menschen“. Der Rahmen ist „Lachen vor dem Hintergrund (m)einer Person“ oder „Lachen vor dem Hintergrund einer allgemeinen guten Laune“. (Quelle: Wikipedia, Stand: 21.09.2020) 

 

IBANETIK vs. NLP

Vorgänge im Gehirn im Sinne kausaler Faktoren ("Das Gehirn macht ...") spielen bei IBA keine Rolle. IBA richtet die Bewusstheit zu 100 % auf den schöpferischen Geist ("spirit over matter"). Gehirn und Körper werden als materielle "Empfangsstationen" für geistige Akte gesehen, als erster und sehr persönlicher Resonanzraum für die eigenen Erzeugnisse. 

 

Bei IBA sind alle im eigenen Körper bemerkten Gefühle "hinausbewegte Erregungen" (mithin "Emotionen"). Gefühle werden nicht durch den Körper verursacht, sondern im Körper und mit Hilfe des Körpers besser bemerkt. Bemerkt wird nicht nur die energetische Intensität des geistigen Konstrukts (schwaches Gefühl - starkes Gefühl), sondern auch die erzeugte Qualitätsinformation (Hass, Wut, Liebe, Trauer usw.). Fast allen Gefühlen gehen Gedanken, Bilder oder Vorstellungen voraus - pointiert: "Ohne Gedanke kein Gefühl". 

 

Beim Reframing oder Umdeuten sollen andere Kontexte helfen, negative Erfahrungen zu verändern, was auch relativ gut funktioniert, da der Klient tatsächlich neue Bedeutungen und Bewertungen erzeugt - jedenfalls während des therapeutischen Settings. Die "alten" Bedeutungen können dadurch "übermalt" werden, bleiben aber als vertraute Konstruktionen zumeist IBA-unbewusst erhalten. Viele Klienten aktivieren außerhalb des Settings in ihrem gewohnten Alltag daher recht bald wieder die gewohnten Erzeugnisse.

 

Bei IBA wird auch neu gedeutet und neu bewertet - aber der Klient tut dies aus eigenem Antrieb zu seiner Zeit. Bedeutungen, die von außen angeboten oder nahegelegt werden, haben regelmäßig keine geistige Tiefenwirkung. Bei IBA muss (!) der Klient freiwillig und selbstständig "Rillen im eigenen Geist erzeugen". Nur das, was wirklich von innen und von ihm kommt, hat verändernde Kraft.

 

Die gewohnten Konstruktionen werden durch die ständige Aufforderung, sie bewusst zu erzeugen, schwächer ("Bewusstheit heilt"). Ängste verschwinden nicht durch Umdeutung; sie lassen nach durch bewusstes Erzeugen. Ab einem bestimmten Grad erlangter IBA-Bewusstheit beginnt der Klient von ganz alleine, neue Konstrukte zu "schreiben". Es braucht Zeit, bis die neuen Erzeugnisse stabil werden und zu neuen situativen Erfahrungen führen. Erst dadurch aber, durch neue Erfahrungen, können alte Konstrukte wirklich verblassen. Menschen "verlassen" ihre gewohnten Erzeugnisse erst dann, wenn sie sich von der Wirkung ihrer neuen Konstrukte selbst überzeugt haben.          


Stufen des Bewusstseins, Spiral Dynamics, Integrale Theorie

In jüngerer Zeit sind verschiedene Konzepte recht populär geworden, die sich mit "evolutionärem Bewusstsein" befassen, also von der Idee ausgehen, dass es nicht nur eine naturhafte Evolution gäbe, sondern auch eine geistige. Im Mittelpunkt steht die Auffassung, dass menschliches Bewusstsein sich entlang erkennbarer "Stufen" oder "Ebenen" entwickle. Führend sind hierbei wohl "Spiral Dynamics" und die "Integrale Theorie" von Ken Wilber.

 

Beide Theorien sind zu komplex, als dass ich hier näher auf sie eingehen könnte. Für Einsteiger in "Spiral Dynamics" empfehle ich "Gott 9.0" von Marion Küstenmacher, Tilmann Haberer und Werner „Tiki“ Küstenmacher; Untertitel: „Wohin unsere Gesellschaft spirituell wachsen wird“, Gütersloher Verlagshaus 2010. In Ken Wilbers Werk kann man sich gut bei Wikipedia oder auf der Homepage des deutschen Integralen Forums einlesen: "https://www.integralesforum.org/. 

 

Ich schätze beide Werke sehr. Ken Wilber war 1995 mit seinem opus magnum "Eros Kosmos Logos" heilender Balsam für meine suchende Seele. Für unsere Zwecke hier ist nur wichtig zu wissen, dass beide Werke mit einer "Hierarchie aus Bewusstseinsstufen" arbeiten - und beide Werke stellen diese Hierarchien als "erkannte" Hierarchien, als "wahrgenommene" Ordnungen, als "wissenschaftlich nachgewiesene" Stufenmodelle hin. Von "erzeugten Modellen" oder "subjektiven Konstruktionen" ist kaum die Rede. Die Autoren verschweigen, dass sie selbst erzeugend und konstruierend tätig waren. Sie betonen "Wahrnehmung" (weil sie dadurch auf "objektive Wahrheit" zusteuern können) und verschweigen "Erzeugung" (und damit ihre eigene schöpferische Rolle). 

 

Allen hierarchischen Stufenmodellen ist gemein, dass sie "höhere" oder "weitere" Stufen oder Ebenen kennen, die jeweils auf den "niederen" aufbauen und sich zeitlich erst nach diesen entwickeln können. Ein Autor, der nun ein solches Ebenenmodell bis "hinauf" zu den "höchsten" Stufen beschreibt, wird dazu nur fähig sein, wenn er selbst diese "höchsten" Ebenen "sehen" und verstehen kann (andernfalls würde er sie kaum beschreiben können) - wenn er also selbst von dieser "höchsten Bewusstheit" heraus die Welt betrachtet. Diese leicht erkennbare Selbstüberhöhung (die natürlich nach selbstgesetzten Kriterien erfolgt) ist ein unangenehmer, wunder Punkt für die Autoren, denn von nun müssen sie den "höheren" Ansprüchen dieser Ebene genügen. Schwierig!      

 

IBANETIK vs. Bewusstseinsstufen

Bei IBA ist eine Hierarchie nicht etwas, was in der Natur "wahrgenommen" wird, sondern was ihr durch erzeugende Akte hinzugefügt wird. Hierarchien oder Ordnungen oder Naturgesetze sind geistige Konstruktionen (wie alle Denksysteme). Wer "evolvierende Stufen des Bewusstseins" sieht, sieht seine eigenen Erzeugnisse - und ist sich offensichtlich genau darüber nicht bewusst, agiert also IBA-unbewusst.

 

Um nicht missverstanden zu werden: Hierarchien existieren, sie sind "real" - doch sie existieren allesamt als "geglaubte Konstrukte". Von vielen Hierarchien oder Ordnungen ist allgemein bekannt, dass wir sie erschaffen haben, aus guten Gründen, etwa Unternehmensorganisationen oder militärische Strukturen. Könige und Kaiser dachten früher noch, dass sie quasi "naturhaft" von Gott berufen wurden - wir Heutigen wissen, dass dem nicht so war. Diese offensichtlichen Hierarchien existieren, sind real, und sie alle wurden - leicht erkennbar - von uns erschaffen. Solange wir an ihre Bedeutung glauben, funktionieren sie auch. Verlieren wir den Glauben an diese Konstruktionen, verblassen sie.

 

Doch viele Ordnungen oder Hierarchien werden auch heute noch als "wahrgenommene" Ordnungen "verkauft". Die Autoren glauben, eine akkurate Beschreibung der Natur abzuliefern ("objektive Repräsentation"), ein gutes Abbild naturhaften Geschehens. Bei IBA hingegen ist schon unsere "Wahrnehmung" ein Erzeugnis. "Wahrnehmung beeinflusst Erzeugung und Erzeugung beeinflusst Wahrnehmung"  - mit diesem IBA-Merksatz will ich ausdrücken, dass niemand eine "reine" Wahrnehmung besitzt, sondern stets "partielle" und subjektiv "gefärbte" Wahrnehmungen. Beispiel: Noch nie hast du einen Baum gesehen. Was du gesehen hast (dir aber nicht bewusst ist), ist "Baum plus Hintergrund plus deine Perspektive".

 

Es gibt sie also, die Bewusstseinsstufen - aber nur als individuell und kollektiv geglaubte geistige Erzeugnisse. IBANETIK arbeitet mit bewusst konstruierten Hierarchien (weshalb sie jederzeit fallengelassen oder geändert werden können) und nennt diese auch "konstruiert". Die wichtigste Hierarchie oder Ordnung bei IBANETIK ist die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins von IBA-unbewusst hin zu IBA-bewusst. Doch diese IBA-Hierarchie kennt keine Stufen (weshalb sie eigentlich keine Hierarchie im klassischen Sinne ist), weshalb die Entwicklung des Bewusstseins auch keinen Stufen, Ebenen oder levels folgt - sie folgt Erfahrungen. Die Fülle möglicher Selbsterfahrungen kann natürlich geordnet, typisiert oder auch gestuft werden, doch all das wären geistige Konstrukte. Ohne hinzugefügte Hierarchie bleibt einfach die Fülle möglicher Erfahrungen - und jede (!) Erfahrung in dieser Fülle werden wir dann als sinnvoll und wertvoll erkennen können. Erst dann, denn jede hinzugefügte konstruierte Hierarchie macht einige Erfahrungen "wertvoller" und andere "wertloser". All das ist okay, kann man machen und wird ja auch dauernd gemacht - mit IBA wünsche ich mir lediglich, dass wir dies bewusst tun, dass wir unsere Hierarchien als erzeugte Konstrukte erkennen und hinstellen. Folge ich dann einer bestimmten Hierarchie, werde ich andere Erfahrungen machen als wenn ich anderen Systemen folge - oder, wie bei IBA, einfach der Fülle meiner Selbsterfahrungen.  


So, diese wenigen Kontraste sollen genügen, um IBA noch etwas sichtbarer zu machen. Wer mehr erfahren möchte, kann "IBA-Mitglied" werden und dann im geschützten Downloadbereich zahlreiche weiterführende Impulstexte studieren und herunterladen.

 

Vielen Dank für dein Interesse!