IBANETIK: Heilung und das Ich


IBANETIK ist die Botschaft von der erzeugenden ICH-Aktivität.

IBANETIK ist ein neues Wort, noch nie dagewesen, eine Verbindung aus "ICH-bin-aktiv" (abgek.: IBA) und "Noetik" (hier neu geformt als "Netik"). Das Wort Noetik ist abgeleitet vom griechischen Wort noētós (deutsch: geistig wahrnehmbar) und bedeutet "Lehre vom Denken, vom Erkennen geistiger Gegenstände". Ergänzen wir "Netik" mit "ICH-bin-aktiv", erhalten wir das, was IBANETIK bedeutet:  IBANETIK – Botschaft vom geistigen ICH, das sich selbst als aktiv erzeugend wahrnehmen kann.


Einführung: Geistige Perspektiven

Wenn Sie beginnen, sich mit IBANETIK zu befassen, beginnen Sie, sich mit einer Lehre "vom aktiven ICH, das sich selbst wahrnehmen kann", zu befassen. Sie lernen, sich mit Ihrer eigenen Innerlichkeit zu befassen. Dabei werden Sie vieles entdecken, unter anderem das hier: verschiedene geistige Perspektiven. "Perspektiven" sind wie geistige Fensterscheiben, aus denen heraus Sie selbst die Welt und sich wahrnehmen. Perspektiven hat man nicht einfach so - Perspektiven erzeugt man (weshalb sie auch verändert werden können, was unmöglich wäre, würde man eine Perspektive einfach so "haben" wie man, sagen wir, seine Füsse "hat").

Wer sich bereits darüber bewusst ist, stets aus einer (oder mehreren) erzeugten Perspektive heraus die Welt zu betrachten (und sich selbst), der wird mit der folgenden geistigen Lockerungsübung vermutlich nicht viele Probleme haben. Hier ist sie:  

A sagt: "Die Sonne dreht sich um die Erde."

B sagt: "Nein, umgekehrt: Die Erde dreht sich um die Sonne."

 

Zwei scheinbar nicht zu verbindende Perspektiven oder Sichtweisen oder "Wahrheiten", nicht wahr? Entweder - oder: Entweder A hat Recht oder B. Beide können nicht richtig liegen. Was, wenn doch? Fügen wir "Perspektive" hinzu, löst sich das Rätsel: Aus der Perspektive eines Beobachters auf der Erde dreht sich die Sonne - aus der (gedachten) Perspektive eines Beobachters auf der Sonne dreht sich die Erde. Beide Perspektiven liegen richtig - doch wir erhalten zwei verschiedene Antworten, weil beide Perspektiven verschieden sind. Nun frage ich:

 CR: "Was ist die Bewegung der Sonne OHNE Perspektive?"

 

Wie lautet nun Ihre Antwort? ... Tja, und in dieser Sekunde der Sprach- und Gedankenlosigkeit hätten Sie IHN bemerken können, den unsichtbaren GEIST, von dem ich sage, ER existiert als individualisierte und aus sich heraus erzeugende Perspektive (ICH-GEIST) in jedem Menschen (und darüber hinaus in jeder Form).

 

"Ich" statt Perspektive

Ersetzen wir "Perspektive" durch "Ich", wird alles noch ein wenig klarer: Was ist die Bewegung der Sonne ohne Ich? Ohne einen erkennenden, subjektiven Ich-Geist? - Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, dass die Bewegung der Sonne nicht ohne Ich-Geist (nicht ohne wahrnehmende Perspektive) existiert - also Sonne, Ich und Perspektive (oder allgemeiner: Objekt, Subjekt & Bewusstheit) nicht unabhängig voneinander existieren, weshalb ich auch sagen könnte: "Die Sonne bewegt sich, wenn der Ich-Geist sich bewegt." Ohne geistige Bewegung keine Sonnenbewegung ...

 

Existiert Heilung ohne Ich?

Wenden wir diese Beobachtungen nun auf Krankheit und Heilung an. Auch diese Begriffe deuten auf "reale" Ereignisse hin, auf tatsächlich beobachtbare Phänomene. Existieren diese Phänomene ohne eine wahrnehmende, fühlende, geistige Perspektive - ohne bewusste Ichheit?:

 

A: "Der Heiler heilt mich."

B: "Nein, du heilst dich selbst."

C: "Iwo, nur wenn beide zusammenpassen, geschieht Heilung."

 

Wird Ihnen allmählich etwas bewusster? Richtig, auch hier erleben Sie "sprechende Perspektiven", in diesem Falle drei (eigentlich vier, um genau zu sein, denn Ihre wahrnehmende Perspektive ist jetzt auch dabei, oder etwa nicht?). Wer hat Recht? Nun, auch hier liegen alle Drei richtig, weil sie exakt das wiedergeben, was sie aus ihrem jeweiligen Ich-Geist heraus erkennen. Doch auch hier meine hinweisende Frage:

 

CR: "Was ist nun Heilung OHNE Perspektive?"

 

Antwort: "Heilung" per se IST NICHT. Heilung ist nur dann, wenn auch eine Perspektive ist. Heilung ist nur dann, wenn ein Ich-Geist sich bewegt. Ein Heilungsgeschehen ohne wenigstens eine wahrnehmende, fühlende, geistige Perspektive existiert nirgendwo. Und das, was dann jeweils Heilung für ein bestimmtes Ich ist, ist das nun eine Wahrnehmung dieser Ich-Perspektive - oder ein Erzeugnis eben dieser Ich-Perspektive?

 

Ist Heilung ein geistiges Erzeugnis?

Es ist diese Frage, die uns mitten in das Mysterium des GEISTES und seiner Möglichkeiten führt. Nehme ich meine Heilung bloß wahr - oder erzeuge ich, was ich dann wahrnehme? Heilt der Heiler oder der vom Patienten erzeugte Glaube an den Heiler? Heilt das Medikament oder der erzeugte Glaube des Patienten an das Medikament? Heilen beide nur zusammen, weil beide genau diesen Glauben erzeugen? Oder heile ich mich selbst, wenn ich "Heilendes" geistig erzeuge? - An dieser Stelle könnten Ihnen die Begriffe "Placebo-Effekt" oder "Autosuggestion" oder auch "Hypnose" einfallen, nicht wahr?

 

Natürlich sind alle obigen Optionen "real" und richtig: Der Arzt heilt, der Heiler heilt, das Medikament heilt, nur zusammen geschieht Heilung, ich heile mich selbst. Warum? Noch einmal und immer wieder: Weil das, was "Heilung" ist, ohne Ich-Perspektive einfach nicht existiert. Hier, zum Merken, die geistige Kurzformel: Heilung = Perspektive = Ich = Perspektive = Heilung. Und bereits Kinder und Kleinkinder haben eine Innerlichkeit, eine fühlende, wahrnehmende Geistigkeit, ein aktives ICH. Wird also Heilung (oder Nicht-Heilung) zuerst (unbewusst) erzeugt, deshalb geglaubt - und dann wahrgenommen? Finden sich deshalb - bei Heilungsprozessen - also stets diejenigen, die Ähnliches erzeugen und dies auch glauben? Finden sich Arzt und Patient, weil beide ein ähnliches "Glaubensspiel" spielen, aus ähnlichen Ich-Perspektiven heraus? Würden sie sich finden, wenn sie völlig verschiedene Glaubensspiele erzeugen würden? Ich vermute, Sie erahnen eine mögliche Antwort, nicht wahr? Eine Antwort, die Sie übrigens gerade selbstständig erzeugt haben ...

 

CR: "Was ist Krankheit ohne erzeugende Ich-Perspektive?" 

 

Ist Krankheit ebenfalls ein geistiges Erzeugnis?

Wird "Krankheit" zuerst (unbewusst) erzeugt, deshalb geglaubt und dann real wahrgenommen? Noch einmal: Auch "Krankheit" kann nicht existieren OHNE Perspektive, nicht ohne Ich-Geist, nicht ohne erzeugenden Ich-Geist. Positiv formuliert: "Krankheit" existiert, weil ein erzeugender Ich-Geist ebenfalls existiert. Ob es da wohl eine unsichtbare Verbindung gibt, ist also gar nicht mehr die Frage. Die Frage ist, von welcher Art diese Verbindung ist? Und meine Antwort lautet: Diese Verbindung hat viel, sehr viel mit bewusster und unbewusster Erzeugung oder Aktivität zu tun.

 

CR: "Was ist Angst, Trauer, Wut, Gefühl, Traum, Schmerz und Körper

- ohne erzeugende Ich-Perspektive?"

 

All das existiert ebenfalls nicht ohne erzeugende Ich-Geistigkeit. Deshalb sollten Sie sich langsam darauf vorbereiten, dass der erzeugende Geist in Ihnen - also SIE selbst - sehr viel "mächtiger" sein könnte, als Sie zu glauben wagen. ... "Glaube" wagen, hmmh?

 

Existiert ein Glaube "hinter" dem Glauben?

Nun, auch "Glaube" hängt direkt ab von derjenigen Quelle, die diesen Glauben erzeugt. Ich meine hier nicht irgendeinen religiösen (oder wissenschaftlichen oder philosophischen) praktizierten und geäußerten Glauben - ich meine hier den vollkommen vertrauenden und zumeist unbewussten "Glauben" des Erzeugers an die Realität seiner eigenen Erzeugnisse (Angst, Krankheit, Gefühle, Gedanken, Absichten usw.). Ein "Glaube", der so eng, so fest, so unzertrennlich mit diesen Erzeugnissen verbunden ist, dass selbst die erzeugende Quelle nicht bemerkt, dass sie und ihre eigenen Erzeugnisse nicht identisch sind - und (unbewusst, nicht-wissend) deshalb an die Existenz ihrer Erzeugnisse glaubt. Prüfen Sie bitte dieses hier: Sind Sie ein Mann - oder glauben Sie, ein Mann zu sein? Sind Sie eine Frau - oder glauben Sie, eine Frau zu sein? Glauben Sie, "männlich/weiblich" zu sein, weil sie genau diesen fest sitzenden "Glauben" erzeugen? Was ist, wenn Sie eines schönen Tages feststellen sollten (etwa während des Sterbens oder durch eine außerkörperliche Erfahrung), dass Sie weder Mann noch Frau sind - sondern eine transgeschlechtliche erzeugende Geistigkeit? Was dann? - Sehen Sie, so fest, so eng, so unzertrennlich können Erzeuger und Erzeugnisse einander vertrauen - und so fest kann ein unbewusst erzeugendes Ich auch an Krankheit und an Nicht-Heilung glauben ...

 

Verändert sich das Ich, verändern sich Krankheit und Heilung. Erkennt das Ich, dass es selbst ein geistiges Erzeugnis ist, ahnt es erstmals, dass dies auch für seine geglaubten Erzeugnisse ("Krankheit") gelten könnte. Erinnern Sie sich noch, woran Sie als Kind alles glaubten? Wo ist dieser Glaube heute? Ist der Glaube "weg" - oder das erzeugende Kind-Ich? Bitte halten Sie für möglich: Wird aus einem erzeugten Ich das erzeugende ICH, wird aus Krankheit, Angst und Gefühl ein geglaubtes Erzeugnis, eine bewusste Absicht, ein gewolltes Wozu. Und aus "Mann" oder "Frau" wird ein geistiges Wesen, das all dies jederzeit bewusst erzeugen und bewusst glauben kann ...

 

CR:"Was ist ein Heiler ohne erzeugendes Ich?"

 

Wann existiert ein Heiler?

Ein "Heiler" existiert ebenfalls nicht ohne erzeugende Ichheit. Niemand ist ein Heiler, eine Heilerin - ausgenommen, er oder sie erzeugt diese Form von Ichheit. Auch ein "Patient" existiert nicht unabhängig von Ich, Geist und erzeugender Perspektive. Ein Heiler oder eine Heilerin ist ein geistiges Erzeugnis: mehr oder weniger fest geglaubt, mehr oder weniger bewusst manifestiert. Ebenso ein Patient: Manche von uns sind im Erzeugen von Krankheiten wirklich fleißig ...

 

Ich empfehle jedem Heiler und jeder Heilerin, niemals zu glauben, genau dies zu sein - sondern zu derjenigen erzeugenden Quelle zu werden, die den "Heiler" erzeugt: zum ICH. Solange eine Heilerin aus der selbstgeglaubten Identität als eben diese Heilerin agiert, wird sie nicht umfassend genug erkennen, was eigentlich im Patienten geschieht: Erzeugung - und sich selbst eine direkte und unmittelbare Wirkungskraft zuschreiben, die nicht existiert, weil der Patient selbst ein erzeugendes ICH ist. Sobald eine Heilerin jedoch als erzeugendes ICH agiert und ihre eigene Heilerinnen-Identität als ein eigenes Erzeugnis erkannt hat, ist sie befähigt, dasjenige besser zu erkennen, was das ICH gegenüber in der geglaubten Form "ICH-als-Patient" tut: Krankheiten erzeugen - weil dieses Ich bereits unzufrieden ist mit seiner aktuellen Identität.

 

Ist Heilung also eine erzeugte und geglaubte Identität?

"Heilung" nimmt dann einen völlig neuen Geschmack an. Nicht mehr Bio-Energie, nicht mehr heilende Steine, nicht mehr positives Denken, nicht mehr Engel, Jesus oder irgendein erzeugter Gott - sondern neue Ich-Identität, neue geglaubte Erzeugnisse. Ein Therapeut ist dann nicht nur ein "Glaubenssatzwandler", sondern ein "Ich-Wandler" - ein meisterhafter Magier, wenn es ihm gelingt, den Patienten zu ermutigen, behutsam eine neue, eine bessere Ich-Identität zu erzeugen: "Was willst du sein? Und wer erzeugt all das in dir?" Ein kraftvoller Prozess, der viel Zeit braucht, weshalb "Patient" ja auch "Geduldiger" bedeutet.

 

"Heilung ist nur mit Ich. Anderes Ich, andere Heilung.

Wo ein ICH ist, ist keine Krankheit und keine Heilung.

 

Nur gewusste Erzeugnisse ..."