IBA-Merksätze


Die Reihenfolge ist zufällig. Die Nummerierung soll Dialoge über einzelne Merksätze erleichtern. Fast alle IBA-Merksätze sind "zwei-sprachig" formuliert, zunächst in einer verallgemeinernden Es-Sprache, in der das sprechende Subjekt sich selbst verschweigt, darunter in der wichtigeren erzeugenden Ich-Sprache.

Willst du gesunden und deine Selbstbewusstheit stärken, nutze die Ich-Sprache. Viel Freude beim Spüren und Denken:  

  1. Wo Leid ist, ist ein erzeugendes Ich. Wo Heilung ist, ebenso.
    • "Wenn ich leide, habe ich es erzeugt. Wenn ich heile, ebenso."
  2. Alle Formen sind bedingtes Eigenes, sind agentisch, tun Eigenes.
    • "Ich bin eine bedingte Form, bin agierend, erschaffe Eigenes." 
  3. Ohne Würdigung dieses bedingten Eigenen verkümmert jedes Heilungsverfahren zu magischen Interventionen, metaphysischem Gemurmel und schmerzenden Dualismen.
    • "Wenn ich mich selbst nicht würdige, verkümmern meine Heilungsverfahren zu magischen Interventionen, metaphysischem Gemurmel und schmerzender Distanz zu meinem Körper."
  4. Wer nicht Ich sagt, bleibt krank.
    • "Wenn ich mich aus dem Spiel nehme, bleibt mein Körper krank."
  5. Die Seele sagt Ich und Du, nicht man und Sie.
    • "Ich sage Ich und Du, nicht man und Sie."
  6. Je mehr Vertrauen, desto mehr "heilender Geist" ist anwesend. 
    • "Je mehr ich mir vertraue, desto mehr "heilender Geist" ist in mir anwesend."
  7. Wo zwei von euch vertrauend zusammen sind, ist der Geist Gottes anwesend und spürbar.
    • "Wenn wir einander vertrauen, spüre ich eine zusätzliche Kraft in meinem Wesen."
  8. Ohne Subjekt ist der Kósmos halbiert, ist ohne Geist, ohne Liebe, ohne Bewusstheit, grausam gespalten in zwei unverbundene Hälften.
    • "Wenn ich mich unterdrücke, verneine oder verschweige, erschaffe ich mir selbst eine halbierte Welt, ohne Geist, ohne Liebe, ohne Bewusstheit, grausam abgespalten von mir und ohne mich geschehend".
  9. Behauptungen, die ohne Beweise daherkommen, sind nicht das Problem. Ohne Subjektivität daherzukommen, ist das Problem.
    • "Wenn ich Behauptungen ohne Beweise ausspreche, ist das für mich kein Problem. Wenn ich verschweige, dass ich die Behauptungen erschaffen habe, bin ich das Problem." 
  10. Wie viele Buddhisten können erkennen, dass ihre Devas und Halbgötter nur deshalb existieren, weil sie intersubjektiv erzeugt wurden, nicht aber, weil sie in einer transzendenten Welt "objektiv und unabhängig vom Beobachter" auf den meditierenden Mönch warten?
  11. Wie viele Christen haben schon erkannt, dass ihr Jesus nicht DER Jesus gewesen ist? Wenn Jesus sie im christlichen Himmel umarmen wird, wird sie nicht DER Jesus umarmen, sondern ihr Jesus.
  12. Ich wünsche Jesus genügend Bewusstheit, um Projektionen als Projektionen zu erkennen und genügend Ich-Bewusstheit, um sie nicht zu Eigenem zu machen. Wozu? Damit der arme Kerl endlich einmal zu sich finden kann, ungestört von den Millionen Wünschen, Anfragen und Forderungen, die Gläubige ständig auf ihn projizieren.
  13. Jeder Mensch, jeder Denker, jeder Philosoph, der glaubt, eine vom Denken unabhängige Welt vor sich zu haben, hat die "Bedingtheit der Phänomene" (Nagajurna) nicht verstanden und sich selbst noch nicht als Teil dieser Welt der Relativität.
    • Wenn ich glaube, dass meine Gedanken nicht in die Welt hinein wirken, habe ich die "Bedingtheit der Phänomene" nicht verstanden und mich selbst noch nicht als Teil dieser Welt der Relativität akzeptiert." 
  14. Ein Gehirnscan beweist nichts Geistiges, erkundet es nicht und kommt noch nicht einmal in seine Nähe.
    • "Wenn mein Gehirn gescant wird, werde nicht ich gescant, werde nicht ich erkundet und kommt niemand auch nur in meine Nähe."
  15. Ontologie ohne Subjektivität existiert nur als geglaubtes Konstrukt. Lustig, nicht?
    • "Wenn ich glaube, die Welt ist so oder so, dann existiert diese Welt nur deshalb so, weil ich an meine Konstruktion glaube."
  16. Wer ontisch spricht ("Es ist so und nicht anders"), hat sich schon vergessen.
    • "Wenn ich ontisch spreche, habe ich vergessen, dass ich erzeuge."
  17. Ontischer Druck schmerzt.
    • "Dann tut mir mein eigenes Sprechen weh."
  18. Heilung endet immer beim Ich. Immer wird "jemand" geheilt. Vielleicht beginnt sie ja auch dort.
    • Ich erlebe immer nur meine Heilung. Ich erlebe meine Wirkungen.
  19. Gott ist ICH-plus und ICH bin Gott-minus. ICH bin Ich-plus und Ich bin ICH-minus.
    • "Gott ist mehr als ICH und ICH bin weniger als Gott. ICH bin mehr als meine Ichs und meine Ichs sind weniger als ICH."
  20. Erzeugung geht vor Wahrheit, vor Wahrnehmung, vor Objektivität, vor Wirklichkeit, vor Ich.
    • "Ich erzeuge meine Wahrheit, meine Wahrnehmung, meine Objektivität, meine Wirklichkeit, mein aktuelles Ich."
  21. Gutheit geht vor Erzeugung.
    • "Bevor ICH erzeuge, bin ich gut. So auch du."
  22. Gott geht vor Gutheit. 
    • "Bevor ICH gut bin, ist Gott."
  23. Ohne erzeugende Quellen gäbe es keine Wirklichkeit.
    • "Ohne MICH und DICH gäbe es keine Wirklichkeit."
  24. Ich bin, und ich bin nicht nur wahrnehmend, sondern vor allem erzeugend aktiv.
  25. Erzeugung beeinflusst Wahrnehmung und Wahrnehmung beeinflusst Erzeugung.
    • "Meine Wahrnehmung ist ein Erzeugnis und meine Erzeugnisse nehme ich wahr." 
  26. Wenn du mich siehst, siehst du nicht mich, sondern deine Konstrukte über mich. So auch ich.
  27. Erzeuger und Erzeugnis sind nicht identisch.
    • "ICH bin nicht, was ich erzeuge. ICH bin der Erzeuger."
  28. Ich bin nicht meine Gedanken, nicht meine Gefühle, nicht mein Körper. Kannst du mich sehen?
  29. Du erzeugst deine Gefühle. Wieso sagst du dann, ich hätte dies getan?
  30. Wenn es regnet, wird mein Körper nass. Ich nicht.