IBA-Interviews mit mir selbst


Fiktive Interviews oder Gespräche, basierend auf vielen echten Dialogen, die ich mit Interessierten und Klienten über IBANETIK führte, hier in lockerer Form präsentiert - ich hoffe, diese Darstellungsform macht euch beim Lesen so viel Freude wie mir beim Schreiben. Sprechen werden immer ein "grauer" und ein "blauer" Mensch, okay?

 

Warnung für Zartbesaitete: Ich agiere hier ohne Tabus, ohne Scham, ohne konventionelle Grenzen, und so aufrichtig wie mir das möglich ist. Wem's zu viel wird, der möge woanders weiterlesen ... oder seine eigenen Konstrukte überprüfen. Ein unbewusstes Konstrukt "meldet" sich dann, wenn es scheinbar angegriffen oder in Frage gestellt wird, und du fühlst dich dann "gestört", juchhe ... 

 


Wer bist du, Carsten?

Carsten, wer bist du eigentlich? Mit wem rede ich hier gerade?

Ich bin für mich jemand anderes als für dich. Du redest mit dem, den du gerade konstruierst.

Hast du was gelutscht?

Ja, verrate ich aber nicht (lacht).

Du meinst das ernst, was ?

Ja sicher.

Ich sehe also einen anderen Carsten als den, den du siehst?

Gewiss doch.

Aber wir beide sehen doch deine alte Jeans, dein weißes Hemd, deinen Körper, deine Hände, deine Haare ...

Das hoffe ich doch. Sonst müssten wir zum Optiker.

Wieso sehe ich dann jemand anderen?

Wen siehst du denn?

Na ja, dich, blaue Augen, sportlich, groß, früher wohl mal blond, leicht faltig, etwa 60 Jahre alt, verheiratet mit Monika, und was ich noch weiß von dir, Ex-Fußballer, Ökonom, Unternehmer, Berater, geistiger Heiler, Mental-Coach, Lehrer für Meditation und IBANETIK-Begründer, ziemlich smart. Insgesamt ein ganz netter Typ ...

Danke für die Blumen. All das sehe ich auch. Und noch ein wenig mehr, natürlich.

Na prima, dann sehen wir ja doch den gleichen Carsten.

Du glaubst, dass ich all das bin?

Äh ..., ja. Wer sonst?

Nun, ich bin all das nicht. Ich bin nicht dieser "Carsten". Ich bin kein Mann. Ich bin nicht blauäugig, nicht 60 Jahre alt, nicht dies und auch nicht das.

Upps ... Wer dann?

Ich bin die für dich unsichtbare Quelle, die all das erzeugt, geformt und gelebt hat. Eine unsterbliche, unverletzliche geistige Wesenheit. Ich sagte ja, du siehst nicht mich, wenn du mich siehst. Du siehst deine Konstrukte, genauer: deine durch meine Konstrukte angeregten Konstrukte. Den "Unternehmer", den ich sehe, siehst du nicht; du siehst stets dein Bild vom Unternehmer Carsten. Nicht so schwer, oder?

Du hast was gelutscht ...

Nee, geraucht. Ich bin sozusagen "natur-stoned" (grins) ...

Du hältst dich für eine unsichtbare Qualle ... nee, Quelle, für eine Wesenheit?

Nein, ich halte mich nicht dafür, das wäre nur ein neuerliches Konstrukt. Ich bin das. Ich habe mich selbst so erfahren, eine Selbsterfahrung gemacht. Alles klar?

Okay, das muss ich erst mal verdauen ... (verdaut). Gut, sonst noch was Irres?

Ja, du bist auch eine Quelle.

Ich bin auch eine ... Nee, bin ich nicht. Ich bin der, der hier sitzt und dieses blöde Gespräch mit dir führt, weiß der Herrgott, warum?

Nun, da du weisst, warum du dieses Gespräch mit mir führen wolltest, weiß es auch der Herrgott, nehme ich an.

Wenn ich auch so eine komische Wesenheit bin, dann siehst ja auch du nicht mich, sondern nur - was sagtest du? - Konstrukte?

Ich sehe die von dir erzeugten Ich-Konstrukte ziemlich klar, ja, nicht umfassend, aber als Konstrukt oder geistiges Erzeugnis für mich klar erkennbar. Parallel sehe ich auch meine Bilder von dir. Und ich sehe dich als unsichtbare Wesenheit, als erzeugende Quelle.

Wie sehe ich da so aus?

Wie ein kleiner Lichtpunkt. Oder eine unendliches Feld, eine fein vibrierende Welle. Durchsichtig, ohne Form. Such dir was aus ...

Iss ja geil, ich bin ein Punkt oder eine Welle und auch noch durchsichtig.

Na ja, Haare hast du jedenfalls keine. Augen und Ohren auch nicht. Wobei: Wenn du zum ersten Mal deinen Körper verlassen hast, wirst du aus Gewohnheit einen menschenähnlichen Geist-Körper haben, denn du wirst ihn erschaffen. Er ist dir vertraut. Das lässt aber nach einer Weile nach. Du merkst, dass du diesen menschenähnlichen Geist-Körper gar nicht brauchst. Vielleicht entscheidest du dich dann für eine Lichtkugel oder eine pulsierende Wolke oder so ... wie es dir beliebt und wie du glaubst, am besten zu deiner neuen Umgebung zu passen.

Klar.

Sag ich doch.

Ich brauch jetzt mal ne Pause. Kaffee und Zigarette wäre auch ganz nett. Komisch, ich sehe gar nicht mehr den Carsten, den ich kannte ...

Dann hat unser kleines Gespräch ja schon Wirkungen angeregt in dir. Prima. Ich komme mit. Hast du Zigaretten?