Merkblatt für Hilfesuchende


Als sogenannter Geistheiler, der keinem anerkannten Heilberuf angehört und insbesondere nicht als Heilpraktiker zugelassen ist, bin ich nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 2. März 2004 (Az.: 1 BvR 784/03) dazu verpflichtet, Sie auf folgende Punkte aufmerksam zu machen, bevor unsere erste Sitzung beginnt (und ich tue dies gerne, weil auch ich diese Punkte für wichtig halte):

 

1. Ich führe an Ihnen keine Behandlung im medizinischen Sinne durch. Als Geistheiler versuche ich auf energetisch-spirituellem Wege Ihre Selbstheilungskräfte zu stärken – gelingt dies, so bin in unserer Beziehung nicht ich der eigentliche Heiler, sondern Sie selbst.

2. Ärztliche Maßnahmen kann und will ich nicht ersetzen. Ich arbeite nicht in Konkurrenz zu Ärzten, sondern komplementär, d.h. ergänzend. Ich kann und werde Sie nicht veranlassen, ärztliche Konsultationen und/oder Behandlungen hinauszuzögern oder zu unterlassen, zu unterbrechen oder abzubrechen. Ich empfehle Ihnen keine Arzneimittel und enthalte mich jeglichen Ratschlags, Arzneimittel abzusetzen oder anders einzunehmen als ärztlich verordnet.

3. Ich stelle Ihnen keine Diagnosen. Weder darf ich dies, noch ist es für Geistiges Heilen erforderlich.

4. Linderung oder gar Heilung kann und will ich Ihnen nicht versprechen.

 

Das Bundesverfassungsgericht hat Heilern ohne Heilpraktikerzulassung auferlegt, auf die Punkte 1 bis 4 „durch einen gut sichtbaren Hinweis“ in ihren Räumen „oder durch entsprechende Merkblätter, die zur Unterschrift vorgelegt werden“, aufmerksam zu machen.

 

Ihr

Carsten Rachow