Kap. 9: Wie ein Konstrukt (das Internet) Erzeuger und Konstrukte sichtbarer macht


Erzeugte Fülle

Im Internet werden nicht so sehr Wahrheiten oder Unwahrheiten verbreitet, sondern vielmehr Erzeugnisse. Ich sehe überall erzeugende Quellen ("Wesenheiten") und deren Konstrukte. Auch ich verbreite hier erzeugte Wahrheiten. Beginnen wir gerade kollektiv, unsere schöpferische Natur zu entdecken? Vielleicht wird allmählich eine neue Bewusstheit entstehen, eine kollektive I-B-A-Bewusstheit. Ihr Credo könnte lauten: "Mehr respektvolle Gemeinsamkeit, mehr bewusstes schöpferisches Miteinander." 

 

Natürlich macht "das Internet" keine Erzeuger und ihre vielen Konstrukte sichtbar. Nur eine Sicht, die "Erzeuger" und "Konstrukte" sehen kann, sieht genau das im Internet. Es ist der Geist oder die Bewusstheit, der bzw. die diese Sicht ermöglicht. Menschen, die sich andere Sichtweisen konstruiert haben, sehen anderes im Internet (und was sie sehen, ist auch für sie stets wahr und wirklich). So weit zum wahrnehmenden Aspekt von verschiedenen Bewusstheiten. 

Nun zum erzeugenden Aspekt: In dem, was im Internet transportiert wird, sehe ich nicht nur den sichtbaren Ausdruck von menschlicher Fülle und Vielfalt, sondern vor allem von "erzeugter Fülle" und "erschaffener Vielfalt". Jedes Wort, jedes Bild, jeder Text, jede Studie, jedes Video - ein Konstrukt, ein Erzeugnis. Und wo ein Konstrukt, da auch ein Konstrukteur - wo ein Erzeugnis, da auch eine erzeugende Wesenheit. Das ist, wie ich das Internet erlebe: Individuell erschaffene Konstrukte, die alle auf ihre Weise "wirken" - und kollektiv geglaubte, verstärkte oder abgelehnte Wirklichkeiten.

 

Mit meiner IBA-Botschaft möchte ich Menschen helfen, sich selbst als eine solche schöpferische Wesenheit zu erkennen und lieben zu lernen. Um sich selbst so "sehen" zu können, ist es unter anderem erforderlich, die eigenen Glaubenskonstrukte zu überprüfen und allmählich zu ersetzen. Siehst du dich als "Mann" oder als "Frau"? Als "Akademiker" oder als "Rebell"? Als Verkünder wissenschaftlicher Wahrheiten oder als Schöpfer von Erzeugnissen? Was siehst du dann im Internet? Tobt dort ein Kampf "um die Wahrheit"? Oder eine gigantische "Verschwörung"? Ist das Netz nicht ein Überwachungs- und Unterdrückungsinstrument übelwollender Kräfte? Oder eine Gelddruckmaschine? Vielleicht auch eine ökonomisch motivierte Vernichtungsmaschine, die menschliche Arbeit durch Algorithmen ersetzen will? Oder eine riesige digitale Bibliothek?

Nichts davon nenne ich "falsch" oder "richtig". Nichts von dem, was du siehst, nenne ich "Wahrheit" oder "Irrtum" oder gar "Lüge". Aber alles, was du siehst, nenne ich deine Konstruktion. Prüfe das. Dann wirst du erkennen, wie du dir nicht nur eine eigene Realität erschaffst, nur mit diesem einen Blick auf das Internet, sondern auch dich selbst, deine aktuelle Ich-bin-dies-oder-das-Identität.

 

Ken Wilber und andere Vertreter von "Stufenkonzepten des Bewusstseins" haben versucht, eine an der jeweiligen Bewusstseinsstufe orientierte "Hierarchie" sichtbar zu machen. Danach soll es vor allem "niedere" und "höhere" Sichtweisen oder Blicke geben. Die gibt es auch - wenn man dieser Konstruktion folgt und sie nicht als solche erkannt hat. Dann sehe ich plötzlich "überall" gestufte Perspektiven und entwickle vielleicht einen Ehrgeiz, den Menschen auf den "niederen" Stufen irgendwie zu helfen, möglichst gesund und schnell "nach oben" zu surfen. Ich sortiere dann die gigantische Internet-Fülle nach "Stufenzugehörigkeit" (oder "Farbenzugehörigkeit", weil Ken und andere jeder Stufe eine Farbe zugewiesen haben). Dagegen habe ich keinerlei Einwände - nur tue dies, wenn du es tust, aus der Bewusstheit heraus, die Welt durch ein Konstrukt hindurch wahrzunehmen. In dem Maße, wie du an gestufte Hierarchien glaubst, wirst du sie sehen.

 

Meine hoffentlich konstruktive Kritik an diesen und anderen Autoren ist im Kern natürlich, dass sie ihre eigenen Konstrukte nicht als Konstrukte sehen (sondern vielleicht als wissenschaftliche Wahrheiten) und kennzeichnen - und deshalb auch in ihrer Sprache kaum "ich-aktiv" formulieren. Ich halte das zwar nicht für gefährlich, aber für eine verpasste Gelegenheit, um auf unsere schöpferische Natur aufmerksam zu machen. Stell dir einfach vor, jeder Internet-Beitrag, egal ob Text oder Bild, würde beginnen mit der Einleitung: "Schaut mal, liebe Leute, was ich heute konstruiert habe ..."

 

Dann wären nicht nur die Konstrukte als solche gekennzeichnet, sondern auch die Tatsache, dass hinter jedem Konstrukt ein schöpferisches Wesen sitzt. Vielleicht würde diese Erkenntnis unser globales Miteinander verändern, was meinst du? Ich hätte dann nicht die geringste Absicht, irgendwelche Internet-Inhalte verbieten, zensieren oder korrigieren zu wollen. Wenn allen Menschen klar wäre, dass wir ein kollektives Schöpfungsspiel miteinander spielen, wäre das auch nicht nötig. Von "falschen" Texten würde keine Gefahr ausgehen - sie wären Erzeugnisse, mehr nicht. Doch so ist unsere Welt nicht gebaut und deshalb hätte die totale Internet-Freiheit schlimme Folgen: Konstrukte wirken und Gewaltvideos, Kinder-Pornos, Holocaust-Lügen usw. wirken vor allem auf diejenigen Menschen, deren IBA-Unbewusstheit noch relativ groß ist. Und Menschen, die solche Wirkungen "für bare Münze" nehmen, für wahr halten, sich davon begeistern oder erschrecken lassen, die zu Nachahmern und gläubigen Jüngern werden, kurz: IBA-unbewusste Menschen, gibt es in Massen. Und mit jeder Geburt wächst ein neuer Unbewusster heran ... 

 

Ich bin deshalb ein wenig besorgt: Ich sehe immer mehr Menschen ("Wesenheiten"), die ihr persönliches Wohl auf Kosten anderer Menschen "retten" wollen. Sie schrecken nicht zurück vor persönlichen Beleidigungen, Diffamierungen, vor absichtlichen Lügen, vor Gewaltandrohungen. Sie konstruieren "die Bösen" und dann bekämpfen sie die so "erkannten" Gegner. Dieser "Ungeist" hat Einzug gehalten bis in die hierarchischen Spitzen der Weltpolitik - und von "dort oben" ausgehend kommuniziert, werden diese Konstrukte noch wirkender. 

Natürlich verbreiten sich im Internet auch die anderen Konstrukte, diejenigen, die aufklären, informieren, überzeugen wollen, diejenigen, die "Spaltungen heilen" wollen, die sich für kooperierendes Miteinander statt kriegerischem Gegeneinander einsetzen. Ich könnte also eigentlich recht gelassen hier in Frankfurt sitzen und glauben, dass sich die besseren Argumente und die mitfühlenden Herzen schließlich durchsetzen werden. Doch ich erzeuge Sorgen, weil ich die riesige Masse an unbewusst konstruierenden Menschen weltweit sehe. Eine Masse aus Individuen, die sichtbar in den letzten 10 Jahren an politischem Gewicht gewonnen hat, die sich organisiert und finanziert (!) hat. Hier wächst eine netz-basierte "Gemeinschaft" heran, die sich nur wegen des Internets überhaupt zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte als eine so große, so globale Gruppe sehen kann. Nennen wir sie "die Unzufriedenen", besser: die unbewusst erzeugenden Unzufriedenen. Wer mit sich nicht im Frieden ist, ist es auch nicht mit der Gesellschaft, mit der Welt. Ich fürchte eine lange, zunehmend härter werdende Auseinandersetzung, eine holprige, unruhige Zukunft, die wir alle - jeder und jede auf seine/ihre Weise, gerade kollektiv erschaffen. - Und ich trage ein klein wenig dazu bei mit diesem Text.      

 

Globales Wachstum durch Leid und Schmerz?

Wie Natalie Sudman habe ich in meinen beiden AKEs einen für mich ungewöhnlichen und völlig neuen Blick nehmen können auf den möglichen Sinn unseres irdischen Abenteuers. Wie Natalie habe ich den Wert der Selbsterfahrung und unserer schöpferischen Kräfte besser verstehen dürfen. Und wie Natalie habe auch ich zuerst eine Phase der Angst und des Schreckens durchlaufen müssen, um danach köstlich "belohnt" zu werden. Meine "rotbraune Hitzewolke" ist sicher nicht vergleichbar mit dem Sprengstoffattentat bei Natalie und vergleichbar sind auch individuelle Angstgefühle nicht. Doch ohne Leiden und Schmerzen, so scheint es mir, wäre unser persönliches "Wachstum" wahrscheinlich nicht erfolgt. Ich will daraus keine allgemeine Regel machen für Wachstum, Entwicklung und Bewusstseinserweiterung - doch jeder Psychologe wird mir vermutlich zustimmen, wenn ich sage, dass es nicht der schöne Sonnenschein ist, der uns zu Veränderungen anregt, sondern zumeist das krachende Unwetter.

 

Deshalb befürchte ich, dass wir alle, als globales Kollektiv relativ unbewusst agierender Wesenheiten, ausgestattet mit einem irdischen "Raumanzug" namens Körper, in unserer Selbstbewusstheit (oder Selbstbemerkung) erst durch globale Leid- und Schmerzerfahrungen wachsen werden. Mit "globaler" Erfahrung meine ich kein weltumspannendes Ereignis, dass alle Kontinente gleichermaßen betrifft (fast könnte man an Corona denken), sondern eher viele lokale Ereignisse, die global berichtet werden: Soziale Unruhen hier, Massenarbeitslosigkeit dort, schwere Epidemien da, so etwa. Hinzu könnten klima- und umweltbedingte Leiderfahrungen kommen. "Kleinere" Kriege an mehreren Orten, vielleicht noch wegen der globalen Verschuldung eine geldpolitische Krise, gestürzte Regierungen, religiöse Anfeindungen - der Möglichkeiten sind da viele, um das globale Kollektiv mit Leid und Schmerz zu "versorgen". Vielleicht lernen wir erst dann. Vielleicht wachsen wir erst dann. Vielleicht beginnen wir erst dann, öfter und genauer "nach innen" zu schauen. Und vielleicht entdecken wir erst dann, wie schöpferisch wir sind.

 

Meine IBA-Botschaft ist keine Heilsbotschaft. Ich habe nicht vor, die Welt zu retten. Ich schaffe es ja noch nicht einmal, dich zu verändern - weil, wie ich hier zeigte, nur du selbst dies verursachen kannst. Und wie lange brauchte ich, um mich zu verändern, oh je. Nein, keine Weltmission, keine Heilsbotschaft - und dennoch erwarte ich, dass meine Erzeugnisse "wirken" werden, auf die eine oder andere Weise.

 

Mehr globales, kreatives Miteinander

Ich habe außerkörperlich ein unfassbar kreatives Miteinander vieler "Wesenheiten" erleben dürfen. Zu den Eindrücken, die ich im goldgelben Licht des Diamanten gewinnen konnte und die ich nur noch unscharf erinnere, zählt dieses schöpferische Miteinander. Überall in mir und außerhalb von mir "pulsierte" es, funkelte das Leben, aus Trilliarden erzeugender Quellen - ein unbeschreibliches Gefühl, welches aber leider auch zu den verblassten Elementen gehört und sich mir nicht so einbrannte wie die Elemente, von denen ich berichtete. 

 

Natalie hat da stärkere Erinnerungen mitgebracht. Als ich las, wie sie da außerkörperlich auf ihrer "Lichtbühne" steht und ihrem aus tausenden "Lichtwesen" bestehenden Publikum eine fast 100 %ige Kopie ihrer persönlichen Daten in Form einer "Daten-Matrix" übermittelt (einige sehr private Daten wollte sie nicht preisgeben), und fast alle ihre Gedanken, Erlebnisse, Gefühle und Erfahrungen aus der "irdischen Dimension" mit großem Dank, Wertschätzung und Anerkennung von ihrem Publikum angenommen wurden (einige Lichtwesen hatten noch keine irdischen Erfahrungen gemacht und waren sehr begeistert), da erinnerte ich mich sofort an meine Diamant-Erfahrung: nur war ich dort der dankbare Empfänger und weniger der liefernde Absender (jedenfalls fiel es mir nicht auf). Ich glaube, wir beide haben hier ein sehr wesentliches "Verhalten" in geistigen Welten und zwischen geistigen Wesenheiten erleben dürfen: Offenheit, Transparenz, Aufrichtigkeit, Austausch, Bereicherung. Dies ist, was ich mir für die Welt wünsche. Genau dies: schöpferisches Miteinander, globale Zusammenarbeit, globale Kreativität, erzeugende Selbstbewusstheit.

 

Vielleicht wird das von mir erwartete und schon jetzt heranziehende globale Leid uns helfen, diese "spirituelle" Richtung einzuschlagen. Die schöpferische Kraft und die wesenhafte Neigung dazu besitzen wir, und zwar alle Menschen, weltweit. Und ein kleiner, ein ganz kleiner Schritt in diese wunderschöne Richtung könnte sein, das im Internet Dargebotene auf eine neue Weise zu sehen, etwa so, wie ich es oben beschrieben und vorgeschlagen habe: Erzeugnisse, Miteinander, Austausch - und überall erzeugende Wesen. 

 

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In der Einführung zu IBANETIK sagte ich, dass ich keine "Männer" mehr sehe, keine "Frauen", keine "Kinder" und keine "Erwachsenen" - sondern Wesenheiten. Natürlich sehe ich auch Körper und Geschlecht und Alter, ich bin ja nicht blind - doch all das ist unwesentlich (im wahrsten Sinne des Wortes). Zu meinem 60. Geburtstag sagte ich den IBA-Kundigen: "Nicht ich werde 60, sondern mein Körper. Ich altere nicht." Und das meine ich auch so. Hautfarbe, Herkunft, Religion, Bildungsstand, Beruf, Gesundheit, Reichtum - diese vielen "irdischen" Merkmale, die so viele Menschen in ihren Ich-Identitäten beschäftigen, spielen alle nur noch eine nachgelagerte, relativ unwichtige Rolle, wenn du "geistige Wesenheiten" siehst. Warum? Nun, all das sind aus meiner Sicht selbstgewählte und selbst-erzeugte Konstrukte: real, wirkend, Erfahrungen bewirkend, aber nicht wesenhaft.

 

IBANETIK aber soll eine Botschaft eines ICH-Wesens an andere ICH-Wesen sein. Im letzten Kapitel will ich noch ein wenig mehr eingehen auf meine geistige Herkunft, meine spirituelle Natur und unser aller göttliche Gemeinschaft.