Kap. 6: Wenn ich meine Gefühle verursache, kannst du sie nicht verursacht haben.


Gefühle sind Emotionen und umgekehrt.

"Menschen leiden an ihren Gefühlen. Beziehungen scheitern wegen der Gefühle. Als ich noch nicht erkannt hatte, dass ich meine Gefühle aktiv erzeuge, suchte ich zwangsläufig nach "Schuldigen" außerhalb von mir. Heute erlebe ich eine "Regenbogen-Welt ohne Schuld" - aber voller IBA-Unbewusstheit."

 

In diesem Kapitel möchte ich therapeutischer werden, lebenspraktischer, helfender. Deshalb beginne ich zunächst für alle diejenigen, die sich stärker mit ihren Gefühlen und ihrem Leiden beschäftigen, mit einer hoffentlich helfenden Klärung der von mir benutzten Begriffe. Wer sich heute mit Psychologie beschäftigt (oder krankheitshalber damit berührt wird), dem ist sicherlich schon aufgefallen, dass auch in den psychologischen Wissenschaften ein ziemliches Angebot an Begriffen und Bedeutungen herrscht. Nachvollziehbar für vielleicht für Experten und Theoretiker, nicht jedoch für Laien und Patienten. Nach meiner Erfahrung wünschen sich Menschen (insbesondere von Ärzten, Psychologen und Therapeuten) in aller Regel klare, einfache und verständliche Begriffe - und keine "ausdifferenzierten Theorien". Oder kannst du jetzt die Unterschiede zwischen Gefühl, Affekt und Emotion beschreiben und verstehen?

 

Nach den fünf ersten Grundlagenkapiteln muss ich wohl nicht mehr betonen, dass auch diese psychologische Begriffs- und Bedeutungsvielfalt nicht das Resultat "objektiver Wissenschaft" ist, sondern von geistigen Konstrukten. Diese vielen "erzeugten Wahrheiten" künden von den vielen Sichtweisen ihrer Erzeuger. Hier bei IBA wollen wir die Dinge etwas vereinfachen. Die Begriffe und Bedeutungen, die ich verwende, werden überschaubar und verständlich zugleich sein.

 

Ich unterscheide bewusst nicht zwischen Affekt, Emotion und Gefühl. Bei IBA gibt es nur das Gefühl. Dieses gibt es in verschiedenen Qualitäten (Hass, Freude, Trauer usw,) und Intensitäten (von sehr stark bis kaum spürbar). Fertig. Fügen wir noch die bisherigen Erkenntnisse hinzu, dann handelt es sich bei jedem Gefühl um ein "Erzeugnis". Auch nicht weiter kompliziert, oder? Da ein Erzeugnis jedoch ein geistiges Erzeugnis ist, bedeutet dies hier, dass jedes Gefühl nicht vom Körper (oder etwas anderem) verursacht wird, sondern einzig vom eigenen erzeugenden Geist.

 

Viele Menschen spüren ihre Gefühle - ab einer hinreichenden Stärke oder Intensität - vor allem im eigenen Körper. Viele glauben daher, dass ihre Gefühle vom Körper kämen und dort irgendwie verursacht würden. Moderne neuro-wissenschaftliche oder physiologische Untersuchungen scheinen das zu bestätigen: Da heißt es immer, "das Gehirn erzeugt ..." oder "die Hormone verursachen ..." und schließlich behandelt unsere Schulmedizin ja zumeist auch diesen Körper mittels Tabletten oder Spritzen. Alles in allem ein schlüssiges Bild, nicht wahr? Doch genau das ist es: ein Bild, ein Konstrukt, eine von vielen möglichen Sichtweisen auf Gefühle, die wir einnehmen können. Und auch hier gilt: Ich sehe die Welt durch die Brille meiner geglaubten Konstruktionen - und was sehe ich dann? Ärzte, Therapeuten und Patienten teilen oft ähnliche Glaubenskonstrukte und "spielen" daher ein gemeinsames Spiel. Sie bestätigen sich gegenseitig in der "Richtigkeit" ihrer Erzeugnisse - und Erzeugnisse "wirken", wie wir gesehen haben.

 

Seltsam nur, dass Menschen mit außerkörperlichen Erfahrungen regelmäßig berichten, dass sie "fühlen" konnten - ohne ihren Körper. Der lag oft genug sogar auf irgendeinem Operationstisch und war im medizinischen Sinne "tot". Unsere Fähigkeit zu fühlen ist nicht an den irdischen Körper gebunden. Dieser Körper verursacht nicht unsere Gefühle: Er reflektiert sie, wie ein erstes Echo, er ist unser nächster Resonanzraum. Im Körper spüren wir unsere geistigen Erzeugnisse - als Gefühl.

     

Gefühle sind geistig verursachte Erzeugnisse.

Bei IBANETIK folgen wir einer anderen Konstruktion: Gefühle werden geistig verursacht und im eigenen Körper gespürt (ab einer gewissen Intensität). Ist die Gefühlsintensität gering, spürt man körperlich kaum etwas, dennoch bemerkt man sein Gefühl - es scheint dann eher "geistig" zu sein. Korrekt. Doch das ist es auch bei hoher Intensität. Die Intensität eines Gefühls informiert uns über die "investierte Energie". Wer ist der Investor und wohin hat er investiert? Auch das wissen wir mittlerweile: Der Investor ist das erzeugende Wesen, das ICH, die geistige Quelle - und das Gefühl ist das Investment, das geistige Erzeugnis, in das mal mehr und mal weniger Energie gesteckt wird. 

 

Der eigene Körper ist dann der erste Resonanzboden für das geistige Erzeugnis. Das erzeugte Gefühl resoniert zuerst mit dem eigenen Körper. Der Körper wirft es wie ein "Echo" auf dich zurück. Immer spürst du deshalb deine Gefühle zuerst (und nicht etwa andere Menschen). Ist das Gefühl nur mit wenig Energie ausgestattet worden, ist auch das körperliche Echo schwach, mitunter gar nicht bemerkbar. Dann kann das erzeugte Gefühl nur durch aufmerksame Bewusstheit bemerkt werden - und zwar als etwas, was nicht "vom Körper kommt", sondern irgendwie "von mir". Was die eigene Bewusstheit dann bemerkt, ist natürlich die geistige Natur des Gefühls - und diese kann nur im eigenen Geist bemerkt werden.

 

So weit, so einfach verständlich, hoffe ich. Nun könnte es komplizierter werden: Ein erzeugtes Gefühl ist eigentlich kein Gefühl, sondern ein Gedanke oder ein Bild oder irgendein anderes geistiges Erzeugnis, eine Absicht, ein Wunsch oder dergleichen. Ein Gefühl kommt nicht allein als Gefühl. Das Gefühl ist gewissermaßen die "energetische Signatur eines Erzeugnisses". Bei IBA sagen wir vereinfachend: "Jedem Gefühl geht ein Gedanke voraus. Ohne Gedanke kein Gefühl." Gefühle haben die Aufgabe, uns (und andere) zu informieren: einmal über die investierte Energie, die Intensität eines Gedankens (oder Bildes, Vorstellung, Absicht usw.), zum zweiten über Inhalt und Qualität des Gedankens. Wir alle sind fähig, anhand bestimmter Gefühle sofort die vermeintliche Information zu dekodieren: Bemerken wir Hass, erkennen wir sofort den Kontext, den Hintergrund. Ebenso bei Ärger, Angst, Wut, aber auch Freude und Optimismus - allein durch die Wahrnehmung des Gefühls werden wir informiert und auf bestimmte Kontexte und Gründe aufmerksam, während wir andere sofort ausschließen.

 

Gefühle können daher auch als "verdichtete Information" verstanden werden. "Verdichtet" bedeutet, dass man durch Gespräch und Selbstgespräch die im Gefühl verdichtete Information entschlüsseln kann. Der Hassende kann erkennen, wen er weshalb hasst. Er kann die verdichtete Information sichtbar machen. Die eigentliche Information steckt daher nicht im Gefühl, sondern im Gedanken, in der Absicht, im Wunsch usw. All das gilt auch für alle anderen Gefühle: Wir können sie "öffnen", dekodieren, entschlüsseln. Wir können das Erzeugnis, das "dahinter" steckt, sichtbar machen. Das ist sehr hilfreich, wenn man sich selbst therapieren möchte. 

 

Gefühle sind wirkend im eigenen Körper.

"Erzeugnisse wirken" - das gilt auch für erzeugte Gefühle: Sie wirken als erstes im eigenen Körper - und können ihn verändern. Sie wirken aber auch ab einer bestimmten Intensität - für jeden erkennbar - über den eigenen Körper hinaus "in die Wirklichkeit hinein". Jemand, der stark wütend ist oder tief traurig, wirkt mit seinem Gefühl auf andere Menschen ein. Oft so stark, dass die Anderen entscheiden, den Abstand vergrößern zu wollen - bloß weg!

 

Da wir oben jedoch das Gefühl als "verdichteten Informationsträger" beschrieben haben, ist es eigentlich nicht das Gefühl, welches hier so wirkend ist, sondern der "versteckte" Gedanke, der Wunsch, die Absicht, der Glaubenssatz und dergleichen. Gefühle kann man daher nicht verändern, wenn man versucht, das Gefühl zu ändern - man muss die eigentliche Information erkennen und diese ändern, also etwa den ursächlichen Gedanken. Gedanken zu verändern, so könnte man glauben, ist doch kinderleicht: Dachte ich bislang, ich sei ein Blödmann, und fühlte dabei stets diese traurigen Gefühle, dann denke ich eben jetzt, ich sei ein toller Hecht - und siehe da, ich müsste ein anderes Gefühl fühlen. Pustekuchen - klappt nicht. Warum? Nun, in den früheren Kapiteln sagten wir, dass Erzeugnisse deshalb wirken, weil sie "geglaubt" werden. Glaubt das erzeugende Wesen nicht an sein Erzeugnis, wird es erstens kaum erzeugt und kann es zweitens keine Kraft, keine Wirkung transportieren. Genau das geschieht hier beim Pustekuchen-Spiel: Der selbst-erzeugte "Blödmann" wurde geglaubt (infolge langjähriger "Übung" oder kindlicher Prägung); der "tolle Hecht" hingegen nicht. Ergo stellt sich auch kein neues Gefühl ein. Stattdessen kann eher ein inneres Kopfschütteln gegen diesen neuen Gedanken bemerkt werden, eine sofortige Abwehr oder ein Widerstand.

 

Wer seine Gefühle verändern möchte, wird also ein wenig Zeit benötigen, bis er alternative Gedanken "wirklich" zu glauben beginnt. Da aber Gedanken "niemals allein" kommen, sondern ihrerseits verbundene Aspekte ganzer Glaubenssätze oder -komplexe sind, bedeutet "neue Gedanke erzeugen" zumeist, ganze Kontexte neu erzeugen, bewerten und glauben zu müssen. Das braucht Zeit und, wie ich meine, kompetente Begleitung.

   

Ich erzeuge meine Gefühle - du erzeugst deine.

"Mein Gefühl ist mein Gedanke ist mein geglaubtes Erzeugnis. Ich bin der Erzeuger". - Dieser IBA-Satz kann, mit ein wenig Übung und Geduld, von jedem überprüft werden. Natürlich bedeutet dieser IBA-Satz dann auch mit Blickrichtung auf einen anderen Menschen: "Dein Gefühl ist dein Gedanke ist dein geglaubtes Erzeugnis. Du bist der Erzeuger." Viele Menschen aber denken und sagen: "Mein Chef macht mich nervös" oder "Mein Mann macht mich wütend" oder "Du nervst mich" oder auch "Hör endlich auf, mich zu ärgern". Diese Menschen sagen und denken auch oft: "Ich habe gebremst, weil die Ampel rot wurde" oder "Ich bin ans Handy gegangen, weil es klingelte" oder "Ich bin zu dir gekommen, weil du mich darum gebeten hast". Derartige Sätze nennen wir IBA-unbewusste Sätze. Sie werden von Menschen erzeugt, die sich ihrer erzeugenden ICH-Aktivität noch nicht bewusst sind.

 

Ihr geistiger Finger deutet "nach außen". In allen Sätzen waren nicht sie die Verursacher ihrer Gefühle oder Handlungen, sondern andere Menschen oder Ereignisse. Als wollten sie sich selbst zu einer Marionette äußerer Einflüsse erklären - ohne zu bemerken, wie viel Schuldzuweisungen, Verdächtigungen und Unterstellungen sie damit "bewirken". Wenn der ich-aktive IBA-Satz zutreffend sein sollte, dann wären nicht äußere Faktoren ursächlich für ihre Gefühle und Taten, sondern sie selbst - mittels ihrer geistigen Erzeugnisse. Schauen wir uns mal an, was ich-aktive IBA-Sprache ans Tageslicht fördern würde:

  • "Ich sehe meinen Chef und dann mache ich mich selbst nervös."
  • "Wenn ich meinen Mann so agieren sehe, werde ich wütend auf mich, weil ich ihn nicht ändern kann."
  • "Ich errege mich selbst, nicht du mich."
  • "Ich höre jetzt auf, mich über mich zu ärgern."
  • "Ich habe gebremst, weil ich bremsen wollte."
  • "Ich bin ans Handy gegangen, weil ich das wollte."
  • "Ich bin zu dir gekommen, weil ich zu dir kommen wollte."

Mir ist bewusst, dass diese IBA-Bewusstheit sich nicht von heute auf morgen einstellen wird. Ich selbst lief ja fast 50 Jahre relativ IBA-unbewusst durch mein Leben und erzeugte häufig genug solche nach außen deutenden Sätze - weil ich so dachte und so erzeugte. Und wer weiß, wie lange ich ohne meine AKEs noch gebraucht hätte. Ich habe einige Menschen unbewusst verletzt, weil ich sie beschuldigte, für meine Gefühle verantwortlich gewesen zu sein, sie verursacht zu haben. Ich habe mich oft genug selbst "entschuldigt", indem ich äußere Faktoren für mein Verhalten verantwortlich machte. All das tue ich Gottseidank nicht mehr. Weder erzeuge ich "Schuld" noch verteile ich sie auf andere Menschen oder Faktoren. Was ich erzeuge, ist "Verantwortung", ist "Ich bin es, der all das mit mir macht". 

 

IBA verändert daher menschliche Beziehungen, reinigt gewissermaßen die emotionale Luft, löst die gegenseitigen Schuldzuweisungen auf und schafft einen offeneren, weiteren und weitgehend angstfreien Begegnungsraum. Meine Klienten erleben das bei mir und miteinander. Die aktiven Mitglieder der IBA-Gruppe erleben das in ihren privaten Umfeldern in zunehmendem Maße. Die therapeutische Kraft von IBA sollte jetzt deutlich geworden sein: Menschen, die bislang glaubten, ihrem Körper und ihren starken Gefühlen "ohnmächtig" ausgesetzt zu sein, verwandeln sich allmählich in "Machende", in "Mächtige". Allein schon die Ahnung, etwas tun zu können (und zu dürfen), wirkt positiv. Ich habe aber auch erleben müssen, dass manche Menschen nicht von ihren gewohnten Gedanken und Gefühlen lassen wollen. Sie leiden weiter an sich selbst und wollen genau das nicht akzeptieren. Sie wollen ihre eigenen Konstrukte weiter wirken sehen - und genau das wird auch passieren.   

 

Die innere "Regenbogen-Fülle" erzeugend leben

Viele Menschen teilen ihre Gefühle ein in "positive" und "negative" Gefühle, in Lust und Unlust, in angenehm und unangenehm. Diese verständliche Einteilung hat zur Folge, dass Situationen, Menschen und Ereignisse gemieden werden, die mit unangenehmen Gefühlen verbunden werden und - umgekehrt - Erfahrungsräume und Verhaltensweisen angestrebt werden, die zu positiven Gefühlen führen (könnten). Diese "Zweiteilung" unseres inneren Gefühlsreichtums nenne ich gerne "die Halbierung des Regenbogens". Damit meine ich, dass wir selbst die bunte Vielfalt unseres Gefühlslebens "halbieren" in eine "gute, erwünschte" Hälfte und in eine "schlechte, unerwünschte". Da unsere Gefühle sich oft in konkreten Verhaltensweisen äußeren (Sprache, Taten), erzeugen wir damit zugleich "gute" wie "schlechte" Verhaltensweisen - ohne zu bemerken, dass wir die Konstrukteure dieses "halbierten Regenbogens" sind. Das bedeutet, dass wir auch einen anderen als einen "halbierten" Regenbogen konstruieren könnten, zum Beispiel einen, der die innere Fülle und Vielfalt vollständig bejaht.

 

Viele Gefühle und Verhaltensweisen werden heute kritisiert und als "negativ" bewertet. Wütende Menschen, traurige, ängstliche, verzweifelte, unsichere - sind sie nicht alle auch irgendwie "negative" Menschen, nicht "gut drauf"? Das mag sein, doch für mich wirkt hier eine unbewusste Konstruktion, und mittlerweile sogar eine kollektiv unbewusste Konstruktion. Hat dieses Konstrukt nicht die Unterdrückung "negativer" Gefühle zur Folge, das Vermeiden-Wollen von Wut und Angst im Privaten wie in der Öffentlichkeit? Wie passe ich mit meinen zweifelsohne sehr lebendigen "negativen" Gefühlen in unsere moderne Leistungsgesellschaft? Was ich heute sehe, ist ein gigantisches kollektives Normierungs- oder Anpassungsprogramm, eine weitverbreitete und von uns allen erschaffene Selbstoptimierungsgewohnheit im Sinne des "Positiven" - und dieses Positive schließt "negative" Gefühle und Verhaltensweisen als unerwünscht weitgehend aus.

 

Nicht so IBA. Ich erlebe heute keine "negativen" Gefühle mehr. Ich erlebe "bewusst erzeugte Gefühle", was ein großer Unterschied ist. Ich erlebe meine bewusst erzeugte Wut als positiv, meine Trauer als positiv, meine Ängste und Unsicherheiten ebenso. Warum? Nun, weil ich im Moment ihrer Entstehung bemerke, wie ICH sie erzeuge. Um beim Regenbogen zu bleiben: Früher pickte ich mir einige Farben des Regenbogens heraus, nannte sie "positiv" und wollte bevorzugt diese Gefühle erleben und zeigen (und alle anderen Farben nicht); heute bejahe und erzeuge ich alle Farben. 

 

Mit der bewussten Erzeugung erzeuge ich zugleich eine andere "Gefühls-Energie": Wut fühlt sich nicht mehr an wie Wut, Trauer nicht mehr wie Trauer, Ängste nicht mehr wie Ängste - aber auch Freude fühlt sich anders an, Zuversicht, Stolz und andere "positive" Gefühle. Sie fühlen sich an wie "Erzeugnisse" (was sie ja auch sind) und da ich lernte, alle meine Gefühle zunehmend mit leiser Freude bewusst zu erzeugen, ist das grundlegende Gefühl meiner lebendigen Innerlichkeit "Freude". Das meine ich, wenn ich sage, ich kenne eine "freudige Wut", eine "freudige Angst", eine "freudige Trauer" usw. Ich erfreue mich an der Fülle meines inneren Regenbogens.    

 

*****

  

Im nächsten Kapitel möchte ich, aufbauend auf diesem Kapitel, auf das Thema "Selbstheilung" eingehen. Natürlich ist damit eine "geistige Selbstheilung" gemeint, ohne Tinkturen, Kräuter oder Medikamente. Da ich etwa 10 Jahre als "Geistiger Heiler" praktizierte, kann ich Einiges berichten. Kann ich geistig auf meinen Körper einwirken? Kann ich geistig auf mein Leiden einwirken? Kann ich mich selbst heilen? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Grad der erreichten IBA-Bewusstheit und Krankheit bzw. Gesundheit? Inwieweit spielen selbst-erzeugte Konstrukte hier eine Rolle? Viel Stoff, und ich hoffe, mich in der hier gebotenen Kürze verständlich ausdrücken zu können.