Das aufblühende Kreuz ...


"... ist das von mir gewählte Symbol für eine sich in allen Richtungen, in allen Universen, in allen Zuständen und in allen Formen zeigende Urkraft. Die GOTTHEIT blüht. Sie verzweigt SICH. Sie bildet Ableger. Sie ist die zentrale Mitte des Kreuzes. Von ihr geht alles aus, ist alles durchdrungen - und alles von ihr Erschaffene, alles Blühende kann daher SELBST erschaffen, kann ebenfalls wahrnehmen, kann selbst Formen erzeugen, Verbindungen eingehen, sich teilen und sich mit-teilen, doch niemals kann irgendeine bewusste Form ohne diese Urkraft, ohne diese Gottheit, ohne ihre Essenz sein."


Nicht Tod, Sühne und Erlösung - dafür Leben, Freude und Erfüllung

Ich war mir bei der Wahl des Lilien-Kreuzes natürlich bewusst über die bedrohliche Nähe zum christlichen Ur-Symbol. "Bedrohlich" nicht deshalb, weil ich glauben würde, dass das Christen-Kreuz für Bedrohendes stünde, oh nein, bedrohlich aber sehr wohl für meinen Versuch, andere Bedeutungen ausgerechnet mit diesem Symbol verbinden zu wollen. Stark, sehr stark, vielleicht zu stark sind in unserer Kultur noch immer diverse christliche Inhalte, die mit einem Kreuz verbunden werden.

 

Andererseits hatte ich Lust, genau deshalb dieses Symbol zu wählen (lacht). Warum sollte das Kreuz denn christlich monopolisiert bleiben? "Bedeutung" ist ja nichts, was vom Symbol selbst ausgeht, sondern was wir geistig erzeugen und an ein bestimmtes Zeichen oder Symbol anheften. Also, so dachte ich, müsste es auch möglich sein, das Kreuz-Symbol mit anderen Bedeutungen zu beladen. Vielleicht ist seine Zeit ja gekommen, hat es seinen Dienst erfüllt und darf sich nun allmählich zurückziehen und Platz machen für neue Impulse, neue Kräfte, neue Bedeutungen ...

 

Ich also sehe im Kreuz das Aufgehende, das Blühende, das Erkundende, das Neugierige, das Kreative, das Spielerische, das Lebendige, die sprudelnde Fülle, die unfassbare Vielfalt - und mehr noch: Ich sehe das ganze Kreuz pulsieren, atmen, erschaffen, sehe Myriaden aktiver Punkte, Agenten, Impulse, die sich erzeugend austoben "in allen Richtungen". Warum? Weil ihre Mitte, ihre vereinigende Kraft, ihr Zentralgestirn die Gottheit selbst ist, symbolisiert durch die Mitte des ausstrahlenden Kreuzes.

 

Manchmal denke ich, wenn ich das Kreuz sehe (es baumelt auf meiner Brust), dabei auch an uns Menschenwesen, an mich selbst: ausgebreitete Arme, fest stehend, das Leben umarmend, blühend - und die Gottheit stets mittendrin, in meinem Herzen, in meinem Wesen.

 

Daher sehe ich auch Gemeinschaft in diesem Kreuz. Ich sehe nicht nur mich, ich sehe dich und dich und, ja, dich auch ... Das in alle Richtungen Ausstrahlende IST GEMEINSCHAFT. Wir alle SIND DAS, so etwa. Doch ich füge ausdrücklich hinzu (weshalb ich IBANETIK begründete): "Diese Gemeinschaft sortiert sich nicht daran, ob jemand reich oder arm, machtvoll oder machtlos, Mann oder Frau oder sonst etwas ist, sondern einzig und allein nach dem Merkmal der erzeugenden ICH-Bewusstheit. Wie bewusst sind wir uns der eigenen Schöpferkraft? Wie bewusst sind wir uns der Grundannahmen, Grundwerte und Grundabsichten, denen wir folgen?"

Und meine auf Befreiung und Besserung zielende These ist: "Je ICH-bewusster, desto sozialer, desto weniger am Ich und umso mehr am Gemeinwohl orientiert agiert das Individuum." IBANETIK ist das krasse Gegenteil von Egoismus, Abgrenzung und Unterdrückung ...  

 

Ich denke angesichts DIESES Kreuzes daher auch niemals an Tod und Folter, an Schmerz und Buße, an Opfertod, Schuld und Sühne, an den leidenden "Messias". Ich denke an mich, an dich, an die lebendige Natur, an die liebende Gottheit, an mein erzeugendes Wesen, an deine erzeugende Natur, an uns alle, die wir doch in der Gottheit vereint sind ... hach, und DAS gefällt mir sehr. Wirklich ...